Voicings

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Voicings bezeichnet typische Akkordgriffe im Jazz, insbesondere auf dem Klavier und der Gitarre, aber auch spezifische Akkordschichtungen in Jazz-Arrangements.

Abgekürzte Schreibweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Jazz- und Popularmusiker verwenden eine standardisierte Schreibweise für Voicings. In der numerischen Bezeichnung denken sie sich eine Dur-Tonleiter (Ionischer Modus) auf dem Grundton des jeweiligen Akkordes und nummerieren die Töne mit den Zahlen 1 bis 13.

Die C-Dur-Tonleiter z. B. besteht aus den Tönen c-d-e-f-g-a-h-c'-d'-e'-f'-g'-a' … Das c bezeichnet man als 1 (1. Stufe), das e als 3, das g als 5, das h als 7, das d als 9, das f als 11 und das a als 13. Seltener kommen 2, 4 und 6 vor, sie werden üblicherweise als 9, 11 und 13 geschrieben. Falls diese Stammstufen alteriert sind, wird das mit einem oder dargestellt. Einen Moll-Septakkord in Grundstellung würde man also folgendermaßen skizzieren: 1-3-5-7.

Pianisten ergänzen häufig den Hinweis, welche Töne mit welcher Hand gespielt werden sollen, meist mithilfe eines Semikolons. Ein Moll-11-Akkord könnte also so aussehen: 1-5-9; 3-7-11 (linke Hand; rechte Hand).

Neben der numerischen Beschreibung sind auch andere Schreibweisen üblich. So wird in der Gitarrenliteratur das Voicing des Quartvorhalts sus 4 auch mit Tabulaturen beschrieben.

Die wichtigsten Voicings umfassen folgende Akkorde: Dur-Akkord, großer und kleiner Septakkord, Sextakkord, Moll-Akkord, Moll-Sept-Akkord, halbverminderter Mollakkord, Sept-Moll-Akkord, verminderter Septakkord, übermäßiger Akkord, übermäßiger Septakkord und verminderter Akkord[1].

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charlton Johnson: Swing & Bigband Guitar, 2. Aufl. Milwaukee, S. 8