Volsinii

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Dieser Artikel befasst sich mit dem etruskischen Ort bei Orvieto (Volsinii veteres). Für die römische Neugründung Volsinii novi siehe Bolsena.

Volsinii (etruskisch Velsuna oder Velzna) war eine der bedeutendsten und ältesten Städte des etruskischen Zwölfstädtebundes. Sie lag unweit des Zusammenflusses von Clanis und Tiber auf steiler Felshöhe.

In Volsinii vermutet man das zentrale Heiligtum von Voltumna, der obersten Gottheit der etruskischen Religion. Die reiche und mächtige Stadt führte mehrfach Krieg gegen Rom, so in den Jahren 392 v. Chr., 308 v. Chr. und 294 v. Chr., um schließlich von Rom erst nach 30-jährigem Widerstand 264 v. Chr. unter dem Konsul Marcus Fulvius Flaccus erobert und zerstört zu werden, wobei nicht weniger als 2000 Statuen erbeutet worden sein sollen. Die ehemaligen Bewohner wurden gezwungen, an einem schlechter verteidigbaren Ort am wegen seiner Fische und Wasservögel bekannten Lacus Volsiniensis (heute Bolsenasee) zu siedeln, in Volsinii novi, dem heutigen Bolsena.

Es ist noch nicht völlig geklärt, ob Volsinii mit dem heutigen Orvieto zu identifizieren ist, in dessen nächster Nähe die etruskische Nekropole Crocefissio nel Tuffo liegt. Diese Grabanlage ist eine typische Nekropole der hellenistischen Periode. Der Name geht auf den Tuffstein zurück, aus dem die Gräber und der Fels, auf dem Orvieto liegt, bestehen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Rühmkorf: Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1969 (Bühnenstück, das auf die etruskischen Studien des Dichters in seiner Zeit in der Villa Massimo zurückgeht).