Vorstoppzeit

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Die Vorstoppzeit bezeichnet ein Verfahren der Filmproduktion, um vor Beginn der Dreharbeiten die ungefähre Länge des fertigen Films zu ermitteln.

Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dazu liest man die Dialoge des Drehbuchs bei laufender Stoppuhr vor und spielt die Szenen aus. Aufgrund der gestoppten Zeit lässt sich errechnen, wie lang die einzelnen Sequenzen und damit der gesamte Film ungefähr dauern werden. Der Produzent benötigt die Vorstoppzeit, um die Zahl der Drehtage und die Kosten der Produktion abschätzen zu können.[1] Diese Tätigkeit ist Bestandteil und Aufgabe der Continuity.[2]

Wird beim Vorstoppen des Drehbuchs festgestellt, dass die vorgegebene Filmlänge überschritten wird, so lässt sich durch Kürzungen im Drehbuch verhindern, dass unnötig viel Material gedreht wird, das später wieder herausgeschnitten müsste.[3] Wenn dagegen herauskommt, dass der Film zu kurz würde, können noch Sequenzen ausgestaltet und eingehender erzählt oder zusätzliche Szenen geschrieben werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktionsplanung 15.1; 15.2 und 15.5
  2. http://www.infilm.de/cgi-bin/content.pl?file=09&url=detail.html&Nummer=101
  3. Georg Bonhoeffer: Produktionsleitung für Film und Fernsehen - 2. Auflage, Verlag tredition, 2011, ISBN 3868507183, Seite 39