Vrbnik

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Vrbnik
Wappen von Vrbnik
Vrbnik (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
45.08333333333314.66666666666749Koordinaten: 45° 5′ 0″ N, 14° 40′ 0″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar Primorje-Gorski kotar
Insel: Krk
Höhe: 49 m. i. J.
Fläche: 50 km²
Einwohner: 1.260 (2011)
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 051
Postleitzahl: 51516
Kfz-Kennzeichen: RI
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Marija Dujmović-Pavan (HDZ)
Website:
VrbnikHafen.jpg
Blick vom Hafen auf die Altstadt von Vrbnik

Vrbnik (dt. Vörbnick, it. Verbenico) ist eine Gemeinde im Osten der Insel Krk, Kroatien. Der Hauptort Vrbnik liegt auf einem Fels, der steil ins Meer abfällt. Weitere zur Gemeinde gehörige Siedlungen sind Garica, Kampelje und Risika.

Geschichte[Bearbeiten]

Vrbnik

Schon in vorgeschichtlicher und römischer Zeit war der Ort besiedelt. Im Jahr 1100 wurde Vrbnik erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1388 ein in glagolitischer Schrift abgefasstes Statut. Danach war es ein Bollwerk der Fürsten von Krk, welche in Vrbnik viele steinerne Spuren hinterlassen haben. Aufgrund der Nutzung der glagolitischen Schrift und altkirchenslawischen Sprache, der Pflege des Schrifttums und der Literatur kann man Vrbnik als Hochburg der „Glagolismus“-Bewegung bezeichnen, die den slawischen Widerstand gegen die von Byzanz und Rom kontrollierte Geistlichkeit organisierte.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen und Kapellen aus verschiedenen Epochen sind im Ortskern angesiedelt: Die Kapelle Sv. Ivana Krstitelja aus dem frühen 14. Jahrhundert, die gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die Kapelle Sv. Marije od Uznesnja aus dem Jahr 1505, und einige mehr. Im Zentrum der Altstadt wird die Silhouette durch den Glockenturm aus venezianischer Zeit geprägt. Zu der 150 Bände zählenden Bibliothek des Dinko Vitezić Vrbničanin gehören neben Handschriften aus dem 14.-15. Jahrhunderten der „Atlas Scholasticus et Itinerarius“ von G. D. Kochler, der 1748 in Nürnberg gedruckt wurde.[2]

Strände[Bearbeiten]

Aufgrund der teilweise steil abfallenden Küste gibt es nur an bestimmten Stellen Bademöglichkeiten, die jedoch schön gelegen und sauber sind.

  • Zgribnica: Direkt am nördlichen Küstenbereich des Ortes gelegenes Strandbad, teils Kiesstrand, teils betonierte Einstiegsmöglichkeiten.
  • Kozica: Kleine Kiesbucht, die rund 10 Gehminuten durch einen Pinienwald vom großen Parkplatz am südlichen Ortsrand entfernt liegt.
  • Pod kovač: Sehr kleiner Strand unmittelbar unter der Altstadt, vom Hafen erreichbar.
  • Potovošće: Rund drei Kilometer südlich von Vrbnik über eine kleine Landstraße erreichbar, großer Kiesstrand mit Kiosk.

Weinbau[Bearbeiten]

In unmittelbarer Umgebung des Ortes wird die edle Rebsorte Žlahtina angebaut, welche die Grundlage für den nur in dieser Region produzierten gleichnamigen Weißwein bildet.

Oberhalb des Dorfes befindet sich ein etwa 120ha großes Weinanbaugebiet in einem Talkessel umgeben von Hügeln. Dieses Gebiet war bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein See, der aus Nahrungsmittelknappheit trockengelegt wurde, um zunächst für die Bevölkerung überlebensnotwendige Produkte (vermutlich Obst, Gemüse und Getreide) anzubauen. Nach Aussagen lokaler Weinbauern wird die Fläche erst seit ca. den 1960er oder 1970er Jahren zum Anbau von Wein genutzt.

Nahezu jede größere Familie im Ort besitzt einen kleinen Anteil der Weinbaufläche und keltert, mal für den Eigengebrauch, mal für den Verkauf an Touristen, Weine sehr unterschiedlicher Qualität. Nur wenige größere Winzer der Region produzieren hier professionelle Produkte. Vrbnik ist bekannt für seine vielen Weinverkostungsangebote.

Die Žlahtina-Traube produziert in dieser Lage wenig Zucker, was zu recht leichten, säurebetonten Weinen führt, die aber gut zu den überall angebotenen Fischgerichten passen.

Fotos[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vrbnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Lore Marr-Bieger: Nordkroatien – Zagreb und Kvarner Bucht. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2009, ISBN 978-3-89953-471-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lore Marr-Bieger: Nordkroatien; Zagreb und Kvarner Bucht. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2009, S. 215–216.
  2. aus der Tourismus-Informationsbroschüre von Vrbnik, 2011.