Waygaard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Waygaard (dänisch: Vejgaard oder tlw. auch Vadgård[1][2], friesisch: Waiguurd[3]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Dagebüll in der Bökingharde. Der Ort ist mit etwa 60 Einwohnern zudem der kleinste Ortsteil der Gemeinde. Am 1. Januar 1978 wurde der Ort in die Gemeinde Dagebüll eingegliedert.[4]

Waygaard war, wie Fahretoft und Dagebüll auch, vor 1574 eine Hallig. Dies ist heute noch an den vielen Warften in der Gegend zu erkennen. Der Ort wurde dann bis 1577 mit dem Bau eines Seedeichs landfest gestaltet. Waygaard ist eine einzelne Warft, auf der aber ringsherum noch einige Häuser stehen. Waygaard setzt sich heute zusammen aus:

  • Großwarft Süder-Waygaard (dän. Sønder Vejgaard)
  • Norder-Waygaard (Nørre Vejgaard)
  • Waygaard-Deich (Vejgaarddige)
  • Bollhaus (Bolhuse)

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung Waygaard geht nach der einen Annahme auf den friesischen Vornamen Weig, nach einer anderen Annahme auf das Wort für Weg (nordfriesisch wai, dänisch vej) zurück. Mit gaard (dänisch für Hof) wird ein größeres Einzelgehöft beschrieben. Weiggaard bedeutet demnach entweder Weigs Hof oder Hof, Edelhof am Wege[5].

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kinder aus Waygaard besuchen die Grundschule in Lindholm. Danach müssen sie, wie auch die Dagebüller und Fahretofter, in Niebüll eine weiterführende Schule besuchen. Bis zur Mitte der neunziger Jahre hatte Waygaard einen eigenen Bäckerladen, der aber heute nicht mehr existiert. Wie auch Fahretoft hat Waygaard allerdings eine eigene Freiwillige Feuerwehr und zusammen mit Fahretoft einen eigenen Sportverein, den TSV Fahretoft/Waygaard.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Videnskabernes Selskab: Kaart over den sydlige del af Slesvig, Kopenhagen 1864
  2. Hector Boeck: Sydslesvig, Kopenhagen 1953
  3. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland Karte, Bräist/Bredstedt 2011
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 183.
  5. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 681

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 54° 42′ N, 8° 49′ O