Weißclown

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Les Rossyann: Weißclown (vorne) und dummer August

Ein Weißclown ist der sich als seriös und intelligent darstellende Teil eines Clown-Kollektivs, der sich zudem als deren penetrant autoritärer Chef präsentiert. Weißclowns treten in den meisten Fällen nicht als Solokünstler auf, sondern nahezu immer mit zumindest einem „dummen August“ zusammen. Der Weißclown ist als Nachfolger von Harlekin und Pierrot zu sehen; „Urahne“ ist der Mimus albus antiker Komödien.

Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weißclown ist meist mit einem elegant und teuer wirkenden Kostüm aus Samt und Seide bekleidet. Die bis zu den Knien reichende Pumphose, weiße Seidenstrümpfe, elegante Schuhe und eine meistens kegelförmige Kopfbedeckung sind typisch. Gesicht und Hals sind weiß, Mund und Ohren hingegen rot geschminkt, eine Augenbraue wird oft mit schwarzer Farbe überbetont. Häufig werden auch Muttermale hervorgehoben. Die Zeichnung im Gesicht eines Weißclowns ist immer individuell und gilt als Erkennungszeichen, genaue Nachahmung ist nicht üblich oder erwünscht.

Seine Partner kommandierend, wendet er dem Publikum häufig den Rücken zu und scheint es auch sonst kaum zu beachten. Dadurch wirkt er, wie auch durch gespielte Ernsthaftigkeit, eitel und arrogant, also als Karikatur des Vertreters einer Elite, der stets von seinem Partner, dem dummen August, konterkariert wird.

Weißclowns spielen üblicherweise mehrere Musikinstrumente – und dies virtuos.

Berühmte Weißclowns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Fratellinis mit einem Weißclown in der Mitte und zwei dummen Augusts, 1932, von links: Albert, François, Paul

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Hoche, Toni Meissner, Bartel F. Sinhuber: Die grossen Clowns. Athenäum, Königstein 1982, ISBN 3-7610-8237-1