Wellenschliff

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Messer mit Wellenschliff

Unter Wellenschliff versteht man einen Anschliff von Messerklingen mit Sägezähnen.

Am 31. Januar 1930 hat sich William Grant aus Sheffield, England, auch in Deutschland eine Erfindung für Messer, insbesondere zum Schneiden von Tomaten, Früchten und dergleichen beim Reichspatentamt patentieren lassen. Nach diesem Patent wurden beiderseits der Klinge abwechselnd rechts und links Vertiefungen angebracht, die das Anhaften von Schnittgut auf der fast planen Klingenoberfläche vermeiden und dadurch die Schnittfähigkeit verbessern sollten.[1]

An diesem Patent hat dann ein führender Solinger Schneidwarenhersteller eine Lizenz erworben und diese Ausführung unter der Bezeichnung „Kullenschliff“ auf den Markt gebracht.

Der deutsche Messerfabrikant Franz Güde, dessen Anliegen es war, die Schnittfähigkeit von Messern zu optimieren, sah in diesem Patent keinen wirklichen Fortschritt und machte sich diesbezüglich seine Gedanken. Da bei den bisher bekannten Verzahnungen immer die Schneide durchbrochen wurde, hat er die „Kullen“ in die Schneidkante hineinverlegt, so dass die Schneidkante von der Seite her gesehen wellenförmig verlief.

Damit war der Wellenschliff geboren, allerdings ist nicht belegt, wer diese Bezeichnung erstmals verwendete. Es kam zu einem Rechtsstreit zwischen dem Lizenznehmer und dem Unternehmen Franz Güde, der darin durch einen Vergleich endete, dass der Lizenznehmer dem Unternehmen Franz Güde gestattete, seine eigene Entwicklung herzustellen und zu vertreiben. Alle anderen Messerhersteller hielten sich hinsichtlich des Wellenschliffs mit der Fertigung bis zum Ablauf des Grant-Patentes zurück, da sie befürchten mussten, von dem Lizenznehmer belangt zu werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patent DE509838: Messer, insbesondere zum Schneiden von Tomaten, Fruechten u. dgl.. Angemeldet am 31. Januar 1930, veröffentlicht am 17. Oktober 1930, Anmelder: William Grant.