Winkelkopfagamen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Winkelkopfagamen
Abbotts Winkelkopfagame (Gonocephalus abbotti)

Abbotts Winkelkopfagame (Gonocephalus abbotti)

Systematik
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Toxicofera
ohne Rang: Leguanartige (Iguania)
Familie: Agamen (Agamidae)
Unterfamilie: Draconinae
Gattung: Winkelkopfagamen
Wissenschaftlicher Name
Gonocephalus
Kaup, 1825

Die Winkelkopfagamen (Gonocephalus) sind eine südostasiatische Agamengattung. Sie kommen auf der Malayischen Halbinsel, den großen Sundainseln Sumatra, Borneo und Java, sowie auf Mindanao und einigen kleineren Inseln der Philippinen vor.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelkopfagamen wurden nach ihrer eckigen Kopfform benannt (Gonocephalus bedeutet eckiger oder kantiger Kopf). Relativ eckig sind bei ihnen sowohl die Knochenleisten zwischen der flachen Kopfoberseite und den Kopfseiten (Canthus rostralis) als auch die Augenbrauenbögen (Supraorbitale). Die Echsen erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 9 bis 17 cm, dazu kommt noch ein wesentlich längerer Schwanz, der maximal 43 cm lang werden kann. Beide Geschlechter zeigen einen Kehlsack und einen Nackenkamm, außerdem eine Kehl- und eine Schulterfalte. Alle männlichen Winkelkopfagamen und die Weibchen der meisten Arten besitzen einen aus stachelartigen Schuppen bestehenden Rückenkamm, dessen Höhe aber innerhalb einer Art stark variieren kann. Der Rückenkamm sitzt auf einer dorsalen Hautfalte die mit großen in regelmäßigen Reihen angeordneten Schuppen bedeckt ist. Der Kopf ist mit kleinen, ungleichen Schuppen bedeckt. Das Tympanum ist sichtbar. Die Schuppen auf dem Rücken und an den Körperseiten sind weitgehend homogen, hin und wieder auch mit größeren, in Anzahl und Lage verschiedenen Schuppen vermischt. An der Bauchseite befinden sich größere Schuppen, die die Form einer Raute haben und sich dachziegelartig überlappen.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelkopfagamen kommen im Flach- und Bergland in Regenwäldern vor und halten sich für gewöhnlich in den oberen Wipfelbereichen von Urwaldriesen auf, die in Gewässernähe stehen, so dass sie nur schwer oder kaum zu beobachten sind. Tagsüber halten sie vor allem an Baumstämmen oder dicken mehr oder weniger senkrecht stehenden Ästen auf; die Nacht verbringen sie an den Enden dünner Zweige. Sie sind ovipar. Nach verschiedenen Beobachtungen koten sie ins Wasser.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borneo Winkelkopfagame (Gonocephalus bornensis)
Robinsons Winkelkopfagame (Gonocephalus robinsonii)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Manthey, Wolfgang Grossmann: Amphibien & Reptilien Südostasiens. Natur und Tier Verlag (1997), ISBN 978-3931587123, Seite 177.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gonocephalus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien