Woburn Abbey

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Zisterzienserabtei Woburn
Woburn Abbey von Westen
Woburn Abbey von Westen
Lage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
EnglandEngland England
Bedfordshire
Koordinaten: 51° 59′ N, 0° 36′ W51.982777777778-0.59455555555556Koordinaten: 51° 58′ 58″ N, 0° 35′ 40″ W
Ordnungsnummer
nach Janauschek
206
Patrozinium Hl. Maria
Gründungsjahr 1145
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1538
Mutterkloster Fountains Abbey
Primarabtei Kloster Clairvaux

Tochterklöster

Medmenham Abbey (1201)

Woburn Abbey (Woburna), ein ehemaliges Kloster der Zisterzienser, ist ein Adelssitz rund 1,5 km südöstlich von Woburn in Bedfordshire in England.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1145 von Hugh de Bolebec als Tochterkloster von Fountains Abbey gestiftet und gehörte damit der Filiation von Clairvaux an. Von Woburn Abbey ging 1204 die Tochtergründung Medmenham Abbey aus. Jedoch geriet das Kloster in der Folgezeit in finanzielle Schwierigkeiten, errang jedoch um 1280 seinen Wohlstand wieder. Im Valor Ecclesiasticus von 1535 wurde das Jahreseinkommen auf 391 Pfund veranschlagt. Die Auflösung, bei der der letzte Abt Robert Hobbes und zwei Mönche hingerichtet wurden, erfolgte 1538. Anschließend erhielt Lord Russell of Chenies, der spätere Earl of Bedford, das Kloster. Das Schloss ist bis heute Sitz des Herzogs von Bedford und beherbergt einen Safari-Park. Es ist Mitglied des Konsortiums Treasure Houses of England.

Bauten und Anlage[Bearbeiten]

Woburn Abbey von Osten

Von den Klostergebäuden ist nichts erhalten. Auf dem Klostergelände steht das vom vierten Earl of Bedford errichtete Schloss, dessen Nordflügel um 1630 auf dem Nordflügel der Klosteranlage errichtet wurde. Der Westflügel wurde unter John Russell, 4. Duke of Bedford, zwischen 1747 und 1761 von Henry Flintcroft erbaut und der Südflügel unter Francis Russell, 5. Duke of Bedford, zwischen 1787 und 1790 von Henry Holland. Der ebenfalls von Holland erbaute Ostflügel wurde auf Grund seines baulichen Zustands um 1950 abgebrochen. Die Klausur des Klosters dürfte um den heutigen Schlosshof gelegen haben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anthony New: A guide to the Abbeys of England and Wales. Constable & Company, London 1985, ISBN 0-09-463520-X, S. 455–456.
  • Elizabeth Angelicoussis: The Woburn Abbey Collection of Classical Antiquities. von Zabern, Mainz am Rhein 1992, ISBN 3-8053-1303-9 (Corpus Signorum Imperii Romani. Great Britain Vol. 3, Fasc. 3 = Monumenta Artis Romanae. Classical Sculpture in British private Collections 20).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Woburn Abbey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien