YNSA

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YNSA steht für Yamamoto Neue Schädelakupunktur (Yamamoto New Scalp Acupuncture) und ist eine eigenständige Akupunkturmethode über ein Somatotop im Sinne eines Mikroakupunktursystems.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die YNSA wurde von dem japanischen Arzt Toshikatsu Yamamoto in den 1960er Jahren entwickelt. Yamamoto stellte die damaligen Hauptbestandteile der YNSA, die fünf Basispunkte (A, B, C, D und E) erstmals im Jahr 1973 auf einem japanischen Ryodoraku Kongress vor. Die Basispunkte sind bestimmten Körperregionen zugeordnet, so werden beispielsweise die gesamten oberen Extremitäten über den Basispunkt C behandelt, während der Basispunkt D den unteren Extremitäten zugeordnet ist.

Methotik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1985 arbeitet die YNSA zusätzlich mit Somatotopien und Extrapunkten zunächst vornehmlich am Schädel. Den einzelnen Zonen der Somatotopien werden Verbindungen zu Körperregionen, Körperfunktionen und Meridianen der Chinesischen Akupunktur zugeordnet. Die zu nadelnden Punkte werden durch Palpation, Bauch- und Halsdiagnostik ermittelt. Schmerzt beispielsweise der Nierenpunkt durch Druck am Hals, wird der dazugehörige Y-Punkt der Schläfe genadelt. Wenn diese Nadel richtig platziert wurde, verschwindet der Druckschmerz am Hals und bietet somit die sofortige Kontrolle für den richtigen Sitz der Nadel.[1]

Indikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Palette der Indikationen sind identisch mit den Akupunkturbehandlungen, die von der WHO empfohlen werden und umfasst vor allem Schmerztherapie[2][3][4] am Bewegungsapparat[5][6][7] und neurologische Erkrankungen wie Lähmung (Parese) und Sprachstörung nach einem Schlaganfall. [8] Die YNSA erfordert eine spezielle Zusatzausbildung und wird weltweit sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich sowie im Rettungsdienst angewendet.[9] [10] Auf der Asia Pacific Stroke Conference 2014 war sie als fester Bestandteil mit mehreren Vorträgen vertreten (APSC 2014).[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Schockert: Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA). (PDF; 820 kB) In: COMED – Das Fachmagazin für Complementär-Medizin, 2010, S. 1–4
  2. Tatiana Molinas Hasegawa, Andréia Salvador Baptista, Marcelo Cardoso Souza, Alexandre Massao Yoshizumi, Jamil Natour: Acupuncture for acute non-specific low back pain: a randomised, controlled, double-blind, placebo trial. In: Acupuncture in Medicine, 2013, S. 1
  3. The Role of Scalp Acupuncture for Relieving the Chronic Pain of Degenerative Osteoarthritis: A Pilot Study of Egyptian Women. PMID 24761173
  4. Efficacy of Yamamoto new scalp acupuncture versus Traditional Chinese acupuncture for migraine treatment. PMID 24372521.
  5. Thomas Schockert: Neurophysiologische Korrelate der Wirkung von YNSA bei Patienten mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates. (PDF) In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, 2010, S. 8-13
  6. Thomas Schockert: Effizient der Yamamoto New Scalp Acupuncture (YNSA) bei Schmerzen am Bewegungsapparat. (PDF) In: Deutsche Zeitschrift fur Acupunktur, 2002, S. 93-100
  7. Thomas Schockert, Jürgen Arns: Wirksamkeit der neuen YNSA Hirnnervenpunkte bei Schmerzen am Bewegungsapparat – eine offene prospektive Studie. (PDF) In: ZTCM, 2009, S. 161-166
  8. Thomas Schockert, R. Schnitker, B. Boroojerdi, K. Vietzke, I. Qua Smith, T. Yamamoto, F. Kastrau: Kortikale Aktivierungen durch Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA) in der Behandlung von Schlaganfallpatienten. In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, 2009, S. 21-29
  9. Thomas Schockert: Integration von Yamamoto Neuer Schädelakupunktur (YNSA) in die Notfallmedizin - Falldarstellung zur Analgesie mittels YNSA. (PDF) In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, 2010, S. 34-37
  10. Thomas Schockert, Frank Dittmar, Jochen M. Gleditsch: Notfallbehandlung eines epileptischen Anfalls mit Yamamoto Neuer Schädelakupunktur (YNSA) und Körperakupunktur. In: Forschende Komplementärmedizin, 2012, S. 258-261
  11. Asia Pacific Stroke Conference 2014 (APSC 2014)