Zobeltitz

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Wappen derer von Zobeltitz

Zobeltitz ist der Name eines sächsischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Zobeltitz zählten zu den ältesten Geschlechtern des Meißnischen Uradels.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht am 12. April 1207 mit Henricus de Zablatwiz,[1] der als Henricus de Zabulotez nochmal 1210 urkundlich erscheint.[2] Die Stammreihe beginnt mit Heinrich von Zabeltitz, der von 1463 bis 1466 urkundlich erscheint. Der Stammsitz Zabeltitz, heute ein Dorf im Landkreis Meißen in Sachsen, war bis zum Ende des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie.

Im 15. Jahrhundert kam ein Stamm in die Niederlausitz. Dort konnten Angehörige des Geschlechts im 16. und 17. Jahrhundert umfangreichen Grundbesitz erwerben. Am Ende des 15. Jahrhunderts gelangten sie auch nach Schlesien und in der Mitte des 16. Jahrhunderts in die Mark Brandenburg, wo Topper (südlich von Lagow) ihr Hauptsitz wurde.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelten sich zwei Hauptlinien. Die erste besaß unter anderem Spiegelberg bei Topper im Landkreis Oststernberg und Gleinig im Landkreis Guhrau. Sie führte den Namen Zobeltitz weiter. Die zweite Linie war mit Eichow (heute ein Ortsteil der Gemeinde Kolkwitz) im Landkreis Cottbus begütert und besaß zeitweilig einen Ostpreußischen Ast mit dem Namen Zobel von Zabeltitz. Aus der ersten Linie stammen die beiden bekannten Schriftsteller Fedor von Zobeltitz (* 1857; † 1934) und Hanns von Zobeltitz (* 1853; † 1918) sowie später sein Sohn Hans Caspar von Zobeltitz (* 1883; † 1940).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Johann Siebmachers Wappenbuch 1605 (spiegelverkehrt)

Das Wappen ist geteilt: Oben in Gold ein wachsender schwarzer Doppeladler, unten in Rot zwei silberne Pfähle. Auf dem (bekrönten) Helm ist ein natürlicher Zobel. Die Helmdecken sind rechts schwarz-golden und links rot-silbern.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Original im Hauptstaatsarchiv Dresden
  2. Original im Domstiftsarchiv Naumburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]