Zwischenmeister

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Als Zwischenmeister wird jemand bezeichnet, der die ihm übertragene Arbeit an Heimarbeiter oder Hausgewerbetreibende weitergibt bzw. verteilt. Der Zwischenmeister ist dabei meist kein Arbeitnehmer im sozialrechtlichen Sinn. In der Textilindustrie werden Zwischenmeister u. a. für die Vorbereitung der seriellen Produktion von Musterkollektionen benötigt.

Zwischenmeisterei in der Mode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Zwischenmeisterei ist eine Schneiderei, die nicht für Endkunden produziert, sondern Kollektionen für Modeschöpfer, Konfektionäre oder den Einzelhandel herstellt.

Die Stückzahlen einzelner Kollektionen sind meist gering, eine Produktion in asiatischen Niedriglohnländern lohnt sich deshalb oft nicht. Solche Unternehmen bleiben in Europa, auch um nahe bei ihren Auftraggebern zu sein. Dies hat eine hohe Abhängigkeit vom lokalen Markt zur Folge.

In Berlin, einem traditionellen Schwerpunkt der Zwischenmeisterei (viele Konfektionsbetriebe, die Modemesse „Durchreise“ mit Ursprüngen bis ins 19. Jahrhundert), sank die Zahl der Schneidereien von 81 im Jahr 2000 auf nur noch 31 im Jahr 2004. In der Blüte der Zwischenmeisterei lag das Hauptviertel der Pelz- und Textilkonfektion um den Hausvogteiplatz. Da Berlin mittlerweile ein aufstrebender Modestandort ist, wird der Markt für Zwischenmeistereien derzeit wieder etwas größer.