Äquivalente isotrope Strahlungsleistung

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Die äquivalente isotrope Sendeleistung (engl. equivalent isotropically radiated power, EIRP) ist das Produkt der in eine Sendeantenne eingespeisten Leistung multipliziert mit deren Antennengewinn (relativ zu einem Isotropstrahler) [1][2]. Wenn keine Richtung angegeben wird, gilt der Wert für die Hauptstrahlrichtung der Sendeantenne, in der gleichzeitig ihr Antennengewinn am größten ist.

EIRP = {P_s \cdot G_i}
  • Ps: in die Antenne eingespeiste Leistung (in Watt),
  • Gi: Antennengewinn gegenüber einem Isotropstrahler (dimensionslos)

Als Bezugsantenne für den Antennengewinn wird hier der Isotropstrahler verwendet. Um die Bezugsantenne beim Antennengewinn kenntlich zu machen, wird dieser in dBi angegeben, wobei das der Einheit dB angehängte "i" für die Bezugsantenne „Isotropstrahler“ steht [3]. Ein Isotropstrahler besitzt einen Antennengewinn von 1 (entsprechend 0 dBi).

Da sich ERP und EIRP nur in der Bezugsantenne für den Antennengewinn unterscheiden (ein Halbwellendipol hat einen Antennengewinn gegenüber einem isotropen Strahler von 1,64 - entsprechend 2,15 dBi [4]), besteht folgende Beziehung:

EIRP = ERP \cdot 1,64

Oder beispielhaft in logarithmierten Einheiten:

\frac{EIRP}\mathrm{dBm} = \frac{ERP}\mathrm{dBm} + \frac{2,15}\mathrm{dBi}

Schreibweisen[Bearbeiten]

Der deutsche Begriff für die EIRP ist relativ unüblich. Oft wird beispielsweise die Formulierung Strahlungsleistung (EIRP) verwendet (jedoch nicht: Effektive Strahlungsleistung, da sich diese auf einen Halbwellendipol bezieht und als ERP abgekürzt wird).

EIRP wird oft wie eine physikalische Größe (el. Leistung) behandelt. Ihr wird folglich eine Einheit (Watt) zugewiesen. Eine andere Möglichkeit ist, EIRP hinter der Maßeinheit in Klammern zu stellen, z. B. Watt (EIRP).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ITU, Radio Regulations, ARTICLE 1 Terms and definitions, Section VI – Characteristics of emissions and radio equipment, § 1.161: equivalent isotropically radiated power (e.i.r.p.): The product of the power supplied to the antenna and the antenna gain in a given direction relative to an isotropic antenna (absolute or isotropic gain).
  2. Meinke, Friedrich-Wilhelm Gundlach: Taschenbuch der Hochfrequenztechnik, 4. Auflage 1985, Springer-Verlag: Seite H4
  3. ITU, Recommendation ITU-R V.574-4: USE OF THE DECIBEL AND THE NEPER IN TELECOMMUNICATIONS
  4. ITU, Recommendation ITU-R BS.1195: TRANSMITTING ANTENNA CHARACTERISTICS AT VHF AND UHF