Ärzte gegen Tierversuche

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Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Logo des Vereins
Typ NGO
Gründung 1979
Sitz Güldenstraße 44a, 38100 Braunschweig
Personen

L. Braun, C. Gericke, B. Rambeck

Aktionsraum Medizinische Forschung
Schwerpunkt Tierversuche
Methode Öffentlichkeitsarbeit
Forschungsförderung
Mitglieder mehrere 100
Motto Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!
Website aerzte-gegen-tierversuche.de/

Ärzte gegen Tierversuche e.V. ist eine Vereinigung, die sich unter dem Motto "Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!" aus ethischen, medizinischen und wissenschaftlichen Gründen für die Abschaffung von Tierversuchen einsetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mitglieder

Die Organisation rekrutiert sich eigenen Angaben zufolge primär aus Ärzten und Veterinärmedizinern sowie im medizinischen Bereich tätigen Naturwissenschaftlern. Der Verein arbeitet unabhängig von den Interessen der Pharmaindustrie und Universitäten. Er finanziert sich ausschließlich aus Spenden, Beiträgen und Vermächtnissen.

[Bearbeiten] Ziele

Die Ärzteorganisation hält Achtung und Ehrfurcht vor dem Leben für das höchste Gebot menschlichen und insbesondere ärztlichen und wissenschaftlichen Handelns und setzt sich entsprechend für eine Medizin ohne Tierversuche ein. Diese sind überflüssig, da
"Durch umfangreiche Studien mit kranken und gesunden Menschen [eindeutig gezeigt werden konnte], dass die heutigen Zivilisationskrankheiten vor allem durch Faktoren wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, falsche Ernährung, Stress, mangelnde Bewegung usw. bedingt sind."[1]
Der Verein macht vor allem auf Differenzen in der Übertragbarkeit von Erkenntnissen zwischen Mensch und Tier Morphologie, Physiologie und Biochemie aufmerksam. Eine rein naturwissenschaftlich auf Tierversuchen basierte Medizin wird abgelehnt.[2]

[Bearbeiten] Methoden

Öffentlichkeitsarbeit, Projekte, und eine Datenbank bilden Schwerpunkte der Arbeit. [3]

[Bearbeiten] Internet-Datenbanken

  • Tierexperimentelle Forschung in Deutschland

Diese Datenbank soll Tierexperimentelle Forschung in Deutschland transparent machen. Dort werden Tierexperimentellen Studien, die von deutschen Wissenschaftlern in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht werden, auf der Basis der Originalpublikationen laufend erfasst und ins Deutsche und in eine allgemein verständliche Sprache übersetzt. Die gespeicherten Daten sind nach Ort, Institut, Autoren, Jahr, Tierarten und Fachbereichen abrufbar.

  • Perspektiven

Diese Datenbank enthält eine kleine Auswahl an tierversuchsfreien Verfahren

[Bearbeiten] Osteuropa-Projekte

Beispiel Ukraine
Von 2008 bis 2011 wurden Verträge mit 23 Instituten an 18 Fakultäten in 11 Städten der Ukraine ausgehandelt, wobei die Lehrstätten mit tierversuchsfreien Lehrmethoden wie Filmen und Computerprogrammen sowie Hardware in Form von Laptops und Beamern ausgestattet wurden und dafür auf die entsprechenden Tierversuche verzichten.

[Bearbeiten] Jugendprojekt

  • Unterrichtsmaterialien

Zum Zweck der frühzeitige Auseinandersetzung der Kinder mit ethischen Wertmaßstäben: Bereitstellung von Lesestoff, Bildmaterial und Arbeitsvorschlägen, Angebot von gezielter Unterstützung von Schulprojekten und Vorträgen

  • Webseite Harry hilft Tieren
  • Tierschutz-Ferienspiele in Zusammenarbeit mit dem Verein »Achtung für Tiere«

[Bearbeiten] Wissenschaftspreise

  • Herbert-Stiller-Preis
    Der Preis, nach einem der Mitbegründer der Organisation, Herbert Stiller, benannt, wurde seit 1995 für tierversuchsfreie wissenschaftliche Arbeiten verliehen.[4]
Jahr Preisträger Auszeichnung für
1995 Stefan Rosewicz Erarbeitung klinischer Therapiestrategien zur Behandlung des Pankreaskarzinoms
1995 Peter Wingenfeld Konservierung von menschlichen Organen für Transplantationen
1995 Martina Linde-Behringer Nachahmung bestimmter Augenerkrankungen in Gewebekulturen und Überprüfung von Ansätzen zur medikamentösen Therapie
1997 Gunther O. Hofmann Vorbereitende Studien zu einer Knietransplantation ausschließlich in vitro
1999 Thomas K. Nordt Versuche zur Wirkung eines Medikaments mittels tierversuchsfreier Zellsysteme
2001 Barbara Grune Aufbau einer Internet-Datenbank über tierversuchsfreie wissenschaftliche Methoden
2001 Jan Zak Entwicklung einer tierversuchsfreien Methode für die Krebsforschung
  • Krebsforschungpreis
    Der Wissenschaftspreis für tierversuchsfreie Krebsforschung soll dazu dienen, vor allem jüngere Wissenschaftler/innen für die tierversuchsfreie Forschung zu motivieren.
Jahr Preisträger Auszeichnung für
2006 Christoph Helma, Freiburger Zentrum für Datenanalyse und Modellbildung (FDM) seine Arbeit in der Entwicklung, Validierung und Veröffentlichung des Computerprogramms »lazar« (»lazy structure-activity relationship«) zur Vorhersage krebserregender Wirkungen von Chemikalien
2011 Maret Bauer, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein ihr dreidimensionales Zellkulturmodell, das die Erforschung des Brustkrebses ohne Tierversuche oder den Einsatz tierischer Materialien ermöglicht.
2011 Irina Nazarenko, Stefan Giselbrecht, Karlsruher Institut für Technologie die Entwicklung eines In-vitro-Modells der Zellkommunikation zwischen Tumor und gesundem Gewebe

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/ueber-uns/grundsatzerklaerung
  2. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/ueber-uns/grundsatzerklaerung
  3. Werben-fuer-andere-Forschungsmethoden auf tagblatt.de, abgerufen am 24. Dezember 2011
  4. Herbert-Stiller-Preis abgerufen am 13. April 2011
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