Ölspur

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Ölspur mit Ölbindemittel
Ölspur mit Ölbindemittel
Verkehrsunfall mit 2 PKWs und auslaufenden Betriebsmitteln; Ölbindemittel (rot,orange)
Verkehrsunfall mit 2 PKWs und auslaufenden Betriebsmitteln; Ölbindemittel (rot,orange)
Aufnahme einer Ölspur mit flüssigen Bindemittel
Aufnahme einer Ölspur mit flüssigen Bindemittel
StVO § 40 Abs. 6 Zeichen 114 - Schleudergefahr bei Nässe oder Schmutz
StVO § 40 Abs. 6 Zeichen 114 - Schleudergefahr bei Nässe oder Schmutz

Ölspuren sind durch Verkehrsunfälle oder technische Mängel an Fahrzeugen bedingte Verunreinigungen der Fahrbahn durch austretende Treibstoffe oder Motoröle. Ölspuren werden oft auch von Fahrzeugen hinterlassen, wenn der Tankverschluss nicht ordentlich geschlossen ist. In diesem Fall kann sich eine Ölspur über mehrere Kilometer erstrecken. Vor allem in Kurven ist die Spur wegen des herausschwappenden Treibstoffs dann stärker zu bemerken.

Ölspuren verursachen eine rutschige Fahrbahn und stellen somit eine Verkehrsgefährdung dar, die zu Folgeunfällen führen kann. Deshalb und auch aus Gründen des Umweltschutzes ist es notwendig, Ölspuren umgehend und gründlich zu beseitigen. Meistens wird diese Reinigung durch den Straßenerhalter oder, z.B. in dringenden Fällen oder bei Unfällen, durch die Feuerwehr durchgeführt.

Zur Reinigung eignen sich verschiedene Ölbindemittel, die zweimal auf die Ölspur aufgetragen, mit dem Piassavabesen eingekehrt und dann wieder aufgenommen und entsorgt werden. Um die letzten Ölreste auch aus den Furchen zu entfernen, wird oft eine Nassreinigung durchgeführt, meistens unter Verwendung geeigneter Netzmittel. Das so herausgelöste Öl wird wiederum mit Ölbindemittel beseitigt.

Da diese Prozedur sehr zeitaufwendig ist, sind viele Feuerwehren dazu übergegangen, die Straße einmal mit Ölbindemittel abzustreuen und dieses wieder aufzunehmen; dabei besteht jedoch die Gefahr, dass das Restöl beim nächsten Regen herausgeschwemmt wird und die Ölspur Verkehr und Umwelt erneut gefährdet.

Es gibt jedoch auch neue technische Konzepte zur Beseitigung von Ölspuren, dazu zählen spezielle Straßenreinigungsmaschinen (ÖWSF) ebenso wie chemische Substanzen, die das Öl auflösen.

Vor dem Hintergrund, dass nur bei wenigen Ölspuren ein Verursacher feststellbar ist, der für die Einsatzkosten aufkommen muss, wird verständlich, dass Kommunen und Straßenbehörden gerne die preislich günstigste Methode zum Entfernen einer Ölspur wählen, das einfache Abstreuen mit Sand, auch wenn diese Methode uneffektiv und ökologisch höchst zweifelhaft ist.

Um Verkehrsteilnehmer vor der Rutschgefahr zu warnen, werden nach dem Entfernen der Ölspur in aller Regel für einige Tage entsprechende Gefahrenzeichen (Zeichen 114 - Schleudergefahr bei Nässe oder Schmutz) aufgestellt.

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