6to4
| IPv6-Übergangsmechanismen | |
|---|---|
| 4in6 | Tunneling von IPv4 in IPv6 |
| 6in4 | Tunneling von IPv6 in IPv4 |
| 6over4 | Transport von IPv6-Datenpaketen zwischen Dual-Stack Knoten über ein IPv4-Netzwerk |
| 6to4 | Transport von IPv6-Datenpaketen über ein IPv4-Netzwerk |
| AYIYA | Anything In Anything |
| Dual-Stack | Netzknoten mit IPv4 und IPv6 im Parallelbetrieb |
| Dual-Stack Lite | Wie Dual-Stack, jedoch mit globaler IPv6 und Carrier-NAT IPv4 |
| 6rd | IPv6 rapid deployment |
| ISATAP | Intra-Site Automatic Tunnel Addressing Protocol |
| NAT64 | Übersetzung von IPv4-Adressen in IPv6-Adressen |
| Teredo | Kapselung von IPv6-Datenpaketen in IPv4-UDP-Datenpaketen |
| SIIT | Stateless IP/ICMP Translation |
6to4 (auch STF oder 6 to 4 genannt) ist ein IPv6-Übergangsmechanismus. Hierbei werden Tunnel im Internet aufgebaut, um IPv6-Pakete über IPv4 transportieren zu können.
Bei 6to4 wird auf jede IPv4-Adresse ein /48 großes IPv6-Netz abgebildet. Die IPv6-Adresse setzt sich aus dem Präfix 2002 und der hexadezimal notierten IPv4-Adresse zusammen.
Der lokale Host oder Router mit öffentlicher IPv4-Adresse schachtelt ein IPv6-Paket in ein IPv4-Paket. Wenn das Paket ein weiteres 6to4-Netz erreichen soll, wird es direkt über das IPv4-Netz an den Host oder Router mit öffentlicher IPv4-Adresse des Zielnetzes geschickt. Soll das Paket jedoch ein natives IPv6 Netz erreichen, wird es an ein 6to4-Relay geschickt. Dort wird das IPv6-Paket wieder ausgepackt und ans Ziel geschickt. Sendet der entfernte Host etwas zum lokalen Host zurück, wird das Paket nicht zwingend wieder über dasselbe 6to4-Relay geleitet, sondern kann über jedes beliebige 6to4-Relay geroutet werden.
Öffentliche 6to4-Relays stellen einfache Zugänge ins IPv6-Netz dar, die keiner Anmeldung bedürfen und von allen genutzt werden können.
Zur weiteren Vereinfachung, muss der Benutzer nicht explizit die IPv4-Adresse eines 6to4-Relays ermitteln, sondern kann über die Anycast-Adresse 192.88.99.1 (bzw. 2002:c058:6301::) das nächste öffentliche 6to4-Relay erreichen.
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[Bearbeiten] Reverse DNS
Über ein Webinterface bei der Number Resource Organization gibt es die Möglichkeit, die passende reverse Domäne für den 48-bit Prefix unter 2.0.0.2.ip6.arpa auf einen eigenen Nameserver zu delegieren[1]. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn man eine permanent zugewiesene IPv4-Adresse nutzt und keine dynamische IPv4-Adresse von einem Provider zugewiesen bekommt.
[Bearbeiten] Sicherheitsaspekte
Bei der Verwendung von 6to4 sind einige Sicherheitsaspekte zu beachten. Aufgrund der offenen Architektur muss ein 6to4-Host bzw. -Router gekapselte Pakete von allen IPv4-Adressen empfangen und verarbeiten. Dadurch ist beispielsweise ein IP-Spoofing einfach zu bewerkstelligen.
Sicherheitshinweise zum Betrieb eines 6to4-Hosts, -Routers oder -Relays sind in RFC 3964 beschrieben.
[Bearbeiten] Alternativen
Andere Mechanismen, mit denen sich IPv6-Pakete in IPv4 tunneln lassen, sind unter anderem
- Teredo,
- ISATAP und
- Tunnel Broker.
Ein Vergleich der Tunnelmechanismen findet sich unter IPv6#Tunnelmechanismen.
[Bearbeiten] Literatur
- 6to4, Kapitel in Understanding IPv6 (S. 295–316) von Joseph Davies. Microsoft Press, 2. Auflage, Redmond 2008. (englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.feyrer.de/IPv6/ueberreuter-6to4.html
- http://wiki.debian.org/DebianIPv6 Konfigurationshinweise für die Linux Distribution Debian
- Definition von 6to4 Adressen: RFC 3056
- Sicherheitshinweise: RFC 3964
- 6to4 Anycast Adressen: RFC 3068
- Public 6to4 Gateway Services + Linux shellscript
- 6to4 bei Debian/Ubuntu einrichten http://pastebin.com/9W5PPRBd
- JavaScript 6to4-Adressumrechner
