Adrenomedullin

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Adrenomedullin
Adrenomedullin
Stäbchenmodell des Adrenomedullin des Menschen (seitlich, frontal), nach PDB 2L7S
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 58 Aminosäuren
Präkursor Pro-ADM (185 AS)
Bezeichner
Gen-Name ADM
Externe IDs
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Wirbeltiere[1]

Adrenomedullin (ADM, von adrenal medulla, Nebennierenmark, wo es zuerst gefunden wurde) ist ein Peptid, das 1993 entdeckt wurde. Das humane ADM-Gen befindet sich auf dem Chromosom 11 und kodiert für das Präkursorprotein Pro-ADM mit 185 Aminosäuren, aus dem durch posttranslationale Modifikation ADM und PAMP entsteht. Das ADM-Peptid besteht aus 52 Aminosäuren und hat starke Ähnlichkeit zu CGRP (Calcitonin gene related peptide) und Amylin.

Adrenomedullin wird u. a. im Nebennierenmark, in der Niere und der Lunge sowie im insuffizienten Herz[2] gebildet. Es wirkt gefäßerweiternd und beeinflusst mehrere Systeme wie Kreislauf, Herz, Hormonsekretion und Atmung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. InterPro: IPR001710 (englisch)
  2. M. Jougasaki, R. J. Rodeheffer u.a.: Cardiac secretion of adrenomedullin in human heart failure. In: The Journal of clinical investigation. Band 97, Nummer 10, Mai 1996, S. 2370–2376. doi:10.1172/JCI118680. PMID 8636418. PMC 507318 (freier Volltext).