Akrostichon

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Akrostichon "Iesùs Christòs Theòu Yiòs Sotèr" (Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser): I Ch Th Y S (Fisch)
WILLEHALM-Akrostichon

Das Akrostichon (griechisch: akros Spitze; stichos Vers) ist die Form (meist: Versform), bei der die Anfänge (Buchstaben bei Wortfolgen, oder Wörter bei Versfolgen) hintereinander gelesen einen Sinn, z. B. einen Namen oder einen Satz ergeben. Sie sind abzugrenzen gegen reine Abkürzungen bzw. Aneinanderreihung von Wörtern, also z. B. Akronyme wie INRI.

In der Bibel gibt es einige, ebenfalls Akrosticha genannte Texte, bei denen die jeweils ersten Buchstaben der 22 Verse eines Textes der Reihe der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabetes folgen (Psalm Kapitel 9, 10, 25, 34, 37, 111, 112, 119 und 145). Die ersten vier Wörter des Psalms 96, 11 enthalten ein Akrostichon des Gottesnamen JHWH.

Das Akrostichon war in antiker, mittelalterlicher und barocker Dichtung beliebt, so zum Beispiel bei Otfrid von Weißenburg (ca. 800–870) oder Martin Opitz (1597–1639). Paul Gerhardts Lied Befiehl du deine Wege ist ein Akrostichon aus Psalm 37,5. Ein Beispiel aus moderner Zeit, von Elfriede Hablé (*1934): Lust = "Leben unter Strom".

Akrostichen begegnet man aber auch als Eselsbrücken für wissenschaftliche oder alltägliche Zusammenhänge.

Akrosticha gehören zur Kategorie der Kryptogramme.

[Bearbeiten] Siehe auch

Wiktionary Wiktionary: Akrostichon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Weblinks

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