Alexandersittich

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Alexandersittich
Alexandersittich (Psittacula eupatria)

Alexandersittich (Psittacula eupatria)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Edelpapageien (Psittaculinae)
Gattung: Edelsittiche (Psittacula)
Art: Alexandersittich
Wissenschaftlicher Name
Psittacula eupatria
(Linnaeus, 1766)
Freilebende Tiere in Wiesbaden

Der Alexandersittich (Psittacula eupatria), oft auch Großer Alexandersittich genannt (im Gegensatz zum Kleinen Alexandersittich, dem Halsbandsittich), ist eine in Asien verbreitete Papageienart aus der Gattung der Edelsittiche. In Deutschland existieren zwei Populationen, die auf Tiere in Gefangenschaft zurückgehen, aber noch keine etablierten Neozoen sind.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Großen Alexandersittichs reicht von Afghanistan und Pakistan über Indien, Birma und Thailand bis Laos, Kambodscha und Vietnam. Außerdem besiedelt er Sri Lanka und die Andamanen.

Kleinere Bestände sind als Neubürger auch in Deutschland zu finden, etwa in Wiesbaden/Mainz oder Köln. 2005 wurden für Deutschland 50 bis 61 Brutpaare bzw. über 150 Individuen gezählt.[1]

Äußere Merkmale[Bearbeiten]

Der Große Alexandersittich wird mit 48 bis 62 cm erheblich größer als die übrigen Edelsittiche. Er hat ein überwiegend grünes Gefieder.

Um den Hals hat er ein vorne schwarzes, hinten rosafarbenes Band. Auf den Schultern sitzt ein braunroter Fleck. Die Schwanzfedern sind blaugrün und enden in gelben Spitzen. Auffallend ist der rote Schnabel. Die Augen sind blassgelb, die Füße graugrün. Das Weibchen ist wie das Männchen gefärbt, hat aber kein Halsband. Auch Farbmutanten sind bekannt[2].

Verhalten[Bearbeiten]

Der Große Alexandersittich bewohnt Wälder und aufgelockerte Kulturlandschaften, wo er in Schwärmen umherstreift, um nach Getreide, Nüssen, Samen und Früchten zu suchen.

In die oft selbstgefertigten Bruthöhlen legen die Tiere zwei bis vier Eier. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen gefüttert. Nach 20 bis 25 Tage schlüpfen die Jungen, die von beiden Eltern gefüttert werden. Sie verlassen das Nest, wenn sie etwa sechs Wochen alt sind.

Unterarten[Bearbeiten]

Der Große Alexandersittich kommt in mehreren Unterarten vor.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Klemens Steiof: Handlungserfordernisse im Umgang mit nichtheimischen und mit invasiven Vogelarten in Deutschland. Berichte zum Vogelschutz 47/48, 2011: 93-118.
  2. Farbvarianten Alexandersittich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexandersittich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien