Mannheim

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mannheim (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mannheim
Mannheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mannheim hervorgehoben
49.4836111111118.463055555555697Koordinaten: 49° 29′ N, 8° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: StadtkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 97 m ü. NHN
Fläche: 144,96 km²
Einwohner: 296.690 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2047 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 68159–68309
Vorwahl: 0621
Kfz-Kennzeichen: MA
Gemeindeschlüssel: 08 2 22 000
Stadtgliederung: 17 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
E 5
68159 Mannheim
Webpräsenz: www.mannheim.de
Oberbürgermeister: Peter Kurz (SPD)
Lage der Stadt Mannheim in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild
Luftbild der Innenstadt, die zwischen Rhein und Neckar liegt

Die Quadratestadt und Universitätsstadt Mannheim (kurpfälzisch: Mannem [manəm],[2] auch Monnem) ist mit etwa 300.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg.[3] Die ehemalige Residenzstadt (1720–1778) der Kurpfalz mit ihrem stadtprägenden Barockschloss, einer der größten Schlossanlagen der Welt, bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar mit 2,35 Millionen Einwohnern. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein, mit der es ein zusammenhängendes Stadtgebiet bildet, ist Mannheim durch den Rhein getrennt.

Erstmals 766 urkundlich erwähnt im Lorscher Codex, erhielt Mannheim 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben, auf sie ist die Bezeichnung Quadratestadt zurückzuführen.

Seit 1896 Großstadt, ist Mannheim heute bedeutende Industrie- und Handelsstadt, Universitätsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, unter anderem mit einem ICE-Knotenpunkt, dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands und einem der bedeutendsten Binnenhäfen Europas.

Viele wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim: Hier baute Karl Drais 1817 das erste Zweirad, 1880 wurde von Werner von Siemens der erste elektrische Aufzug vorgestellt, 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen, 1921 folgte der Lanz Bulldog. In der Landmaschinenfabrik Heinrich Lanz AG arbeitete auch Andreas Flocken, der Erfinder des ersten deutschen Elektroautos. Im Jahr 1924 erhielt Hugo Stotz ein Patent für die Erfindung des Leitungsschutzschalters. Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 das erste Raketenflugzeug der Welt.

Mit dem als Schillerbühne bekannten Nationaltheater Mannheim, der Kunsthalle Mannheim, den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Technoseum ist Mannheim ein überregional bedeutender Theater- und Museumsstandort. Die Popakademie Baden-Württemberg und eine lebendige Popmusikszene machen Mannheim auch zu einem wichtigen Zentrum der deutschen Popmusik, seit 2014 ist Mannheim UNESCO City of Music. Sie ist zugleich eine moderne Fortführung der Mannheimer Schule, die schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts viele Musiker (u. a. W.A. Mozart) nach Mannheim führte und die damalige Musikszene bereicherte.

Mannheim liegt an der Burgenstraße, ist Start- und Zielort der Bertha Benz Memorial Route und Teil der Straße der Demokratie.

Geographie[Bearbeiten]

Sandhofen Schönau Waldhof Neckarstadt-West Innenstadt/Jungbusch Lindenhof Käfertal Vogelstang Wallstadt Feudenheim Seckenheim Friedrichsfeld Rheinau Neckarau Neckarstadt-Ost/Wohlgelegen Neuostheim/Neuhermsheim Schwetzingerstadt/Oststadt
Mannheims Stadtbezirke (anklickbare Karte)

Mannheim liegt im nördlichen Oberrheingebiet an der Mündung des Neckars in den Rhein. Die Stadtteile verteilen sich auf der rechten Rheinseite zu beiden Seiten des Neckars.

Die Stadt liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, einem 2,35 Millionen Einwohner zählenden Verdichtungsgebiet, das neben Teilen Südhessens und der rheinland-pfälzischen Vorderpfalz in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst.

Innerhalb der Region Rhein-Neckar bildet Mannheim neben Heidelberg ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Mannheim übernimmt für die Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim und Ladenburg die Funktion eines Mittelbereichs. Ferner gibt es Verflechtungen mit Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz und den dortigen Mittelbereichen.

Nächste größere Städte sind Frankfurt am Main, etwa 70 km nördlich, Karlsruhe, etwa 50 km südwestlich und Stuttgart, etwa 135 km südöstlich.

Durch die Lage direkt an der baden-württembergischen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und Hessen ist Mannheim neben dem Stadtstaat Hamburg die einzige Großstadt in Deutschland, die direkt an zwei verschiedene Länder grenzt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Mannheim ist in sechs innere und elf äußere Stadtbezirke gegliedert:

Innenstadt/Jungbusch, Lindenhof, Neckarstadt-Ost, Neckarstadt-West, Neuostheim/Neuhermsheim, Schwetzingerstadt/Oststadt sowie Feudenheim, Friedrichsfeld, Käfertal, Neckarau, Rheinau, Sandhofen, Seckenheim, Schönau, Vogelstang, Waldhof und Wallstadt. Die Stadtbezirke sind weiter untergliedert. Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Mannheim

In jedem der 17 Stadtbezirke gibt es einen Bezirksbeirat, der aus 12 im Stadtbezirk wohnenden Bürgern besteht. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Entscheidungen werden vom Stadtrat oder durch einen Bürgerentscheid von der Gesamtbürgerschaft getroffen. Seit 2008 verfügen die Bezirksbeiräte über ein eigenes Budget, über dessen Verwendung sie in festgelegten Grenzen selbst entscheiden können.[4]

Innenstadtschema
Straßenschild in den Mannheimer Quadraten

Innenstadt: Die „Quadrate“[Bearbeiten]

Hauptartikel: Quadratestadt
Grundrissplan von 1799, obere Hälfte

Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist als Gitter angelegt, die „Mannheimer Quadrate“. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge. Die Planung dieses Netzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück, sie ist bis heute erhalten geblieben.

Die Innenstadt wird von zwei Hauptachsen durchzogen. Die auch als „Breite Straße“ bekannte Kurpfalzstraße verläuft vom Schloss bis zum Neckartor. Sie trifft am Paradeplatz auf die Haupteinkaufsstraße, die „Planken“. Die Parallelstraßen der beiden Hauptachsen tragen in aller Regel keinen Namen, stattdessen werden die dazwischenliegenden Quadrate aus einer Kombination von Buchstabe und Zahl benannt.

Architekturhistorisch wird die mittels der Straßenanordnung erzeugte städtebauliche Dominanz der Residenz als Abbild der absolutistischen Regierungsform interpretiert. Die Mannheimer Quadrate und besonders die sogenannte Breite Straße betonen das „neue“ Schloss. Zudem war die Anordnung festungstechnisch bedingt: sie ermöglichte gegebenenfalls die Beschießung in die Festung eingedrungener feindlicher Verbände mit Kanonen quer durch die Stadt.

Die Prinzipien einer Idealstadt wurden in verschiedenen Residenzstädten des absolutistischen Barock wie Erlangen, Glückstadt oder Karlsruhe umgesetzt. Aber auch neuere Zeiten versuchen Ideale und Architektur in Verbindung zu setzen (Planstadt, Planhauptstadt).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mannheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Lampertheim und Viernheim (beide Kreis Bergstraße in Hessen), Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen, Heidelberg, Plankstadt, Schwetzingen, Brühl (alle mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis) in Baden-Württemberg sowie Altrip, Ludwigshafen, Frankenthal und Bobenheim-Roxheim (alle mit Ausnahme der kreisfreien Städte Ludwigshafen und Frankenthal im Rhein-Pfalz-Kreis) in Rheinland-Pfalz.

Klima[Bearbeiten]

Aufgrund der durch Pfälzerwald und Odenwald geschützten Lage im Oberrheingraben herrscht in Mannheim für mitteleuropäische Verhältnisse ein sehr mildes Klima vor.[5] Die Messungen an der DWD-Klimastation in Mannheim-Vogelstang ergaben zwischen 1971 und 2000 eine Durchschnittstemperatur von 10,5 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 19,9 °C, der kälteste der Januar mit 1,8 °C.[6] Temperaturen über 30 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Der Spitzenwert wurde am 8. August 2003 mit 39,0 °C gemessen (DWD, eine private Wetterstation in Mannheim-Seckenheim kam am gleichen Tag auf 40,1 °C[7]). Auffällig ist die geringe Niederschlagsmenge in Mannheim. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich nur 668 mm Niederschlag. Der Spitzenmonat ist wiederum der Juli. Begünstigt von Rhein und Neckar kann es insbesondere im Herbst zu Nebelbänken kommen. Die beiden Flüsse sorgen auch für eine überdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit, die besonders im Hochsommer zu drückender, bioklimatisch belastender Schwüle führen kann.

Mannheim
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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54
 
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11
 
 
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7
 
 
52
 
8
2
 
 
49
 
5
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de[8]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mannheim
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4 6 11 15 20 23 25 25 21 15 8 5 Ø 14,9
Min. Temperatur (°C) −1 −1 2 5 9 12 14 14 11 7 2 0 Ø 6,2
Niederschlag (mm) 40 40 45 52 75 77 77 59 54 49 52 49 Σ 669
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,6 4,0 5,4 6,8 6,9 7,6 6,9 5,4 3,6 1,8 1,5 Ø 4,5
Regentage (d) 17 15 13 14 14 15 14 13 13 14 16 17 Σ 175
Luftfeuchtigkeit (%) 84 78 73 67 67 68 66 70 76 82 84 84 Ø 74,9
T
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m
p
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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75
77
77
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54
49
52
49
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: wetterkontor.de[8]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Mannheims

Die Anfänge[Bearbeiten]

Ein 1929 im Stadtteil Seckenheim ergrabener, vom Jahr 74 n. Chr. bis ins frühe 2. Jahrhundert betriebener Ziegelofen belegt eine Besiedlung in frühgeschichtlicher Zeit.[9]

Das Dorf Mannenheim (= Heim des Manno) wurde im Jahre 766 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Lange Jahre ein kleines, unbedeutendes Dorf, fiel Mannheim 1284 an den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach. Regionale Bedeutung erlangte die 1349 auf dem heutigen Lindenhof errichtete Zollburg Eichelsheim, die den Rheinschiffern einen Obolus abverlangte. 1415 wurde in ihr der abgesetzte Papst Johannes XXIII. im Auftrag des Kaisers Sigismund gefangengehalten. Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim 1462 über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden und des Bischofs von Metz, begründete Kurfürst Friedrich von der Pfalz „der Siegreiche“ die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein. 1566 zählte Mannheim mit etwa 700 Einwohnern zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg.

Rheinschanze und Zitadelle Mannheim im Jahr 1620

Entstehung der Stadt[Bearbeiten]

Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am 17. März 1606 den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist erhalten geblieben. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), in dem Mannheim auf Seiten der Protestantischen Union kämpfte, wurde es erstmals 1622 durch Truppen zerstört. Durch Krieg und Seuchen kam es in Mannheim, das 1618 etwa 1200 Einwohner zählte, zu gravierenden Bevölkerungsverlusten. Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz fand 1649 bei seiner Rückkehr in die Kurpfalz ein durch die Kriegszerstörungen weitgehend entvölkertes und wirtschaftlich ruiniertes Land vor. Der neue Regent setzte sich entschieden für den Wiederaufbau Mannheims ein, das wegen seiner günstigen Lage an der Mündung des Neckars in den Rhein als Mittelpunkt der Gewerbetätigkeit und des Handels in der Kurpfalz ausersehen war. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg erlitt Mannheim 1689 durch starken französischen Artilleriebeschuss und die nachfolgende Besetzung enorme Schäden. Nach der Zerstörung der Stadt war Kurfürst Johann Wilhelm maßgeblich für den erneuten Wiederaufbau verantwortlich. Noch vor Abschluss des Friedensvertrages verfasste der Kurfürst 1697 eine Proklamation, in der er die Flüchtlinge und Auswanderer zur Rückkehr aufforderte. Nach dem Beginn der Wiederaufbauarbeiten stieg die Bevölkerungszahl recht schnell wieder an.

Mannheim 1758

Residenzstadt der Kurpfalz[Bearbeiten]

1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz, und es begann eine nur 58 Jahre dauernde, aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt.

Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Goethe, Schiller und Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Mozart.

1778 verlegte Kurfürst Carl Theodor seine Residenz nach München, um seine bayerische Erbschaft antreten zu können. Damit setzte in Mannheim ein wirtschaftlicher und kultureller Aderlass ein.

Badische Industriestadt[Bearbeiten]

1795 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt und daraufhin von österreichischen Truppen zurückerobert. 1803 verlor Mannheim endgültig seine politische Stellung: Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses fiel die Stadt an Baden, in dem es – geografisch an den nordwestlichen Rand gedrängt – lediglich den Status einer Grenzstadt hatte.

Historische Karte von Mannheim 1880

In der Klimakatastrophe 1816/17 mit Hungersnot und Pferdesterben erfand Karl Drais das Zweirad und damit den mechanisierten und 70 Jahre später motorisierten Individualverkehr. 1828 wurde der Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums, begann allmählich eine weitere Blütezeit Mannheims. In der Märzrevolution von 1848 war die Stadt ein Mittelpunkt der politischen und revolutionären Bewegung. 1865 gründete Friedrich Engelhorn die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die allerdings später teilweise nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das größte Chemieunternehmen der Welt. 1886 ließ Carl Benz sein Veloziped mit Gasmotorenbetrieb patentieren. 1909 gründeten Karl Lanz und Johann Schütte die Firma Schütte-Lanz, die insgesamt 22 Luftschiffe baute. Die Firma war Hauptkonkurrent der Zeppelin-Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem Bulldog den erfolgreichsten Schweröl-Traktor vor. Der von Prosper L’Orange bei den Motorenwerken Mannheim erfundene Vorkammer-Dieselmotor wurde bei Benz & Cie zum 1923 weltersten kompakten Fahrzeug-Dieselmotor weiterentwickelt. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner.

Vom Dritten Reich bis heute[Bearbeiten]

Die damalige Friedrichschule, heute Gustav-Wiederkehr-Schule (mittleres Gebäude), diente als KZ-Außenstelle
US-Truppen beim Straßenkampf in Mannheim, 1945

In Mannheim gab es rund 140 Stellen, an denen Zwangsarbeiter untergebracht waren, viele auch in der Nähe der großen Unternehmen, die während der Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigten.[10] Im Stadtteil Sandhofen gab es jeweils ein KZ-Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof und des KZ Hinzert.

Während des Dritten Reichs wurden fast 2000 Mannheimer jüdischen Glaubens deportiert, die Stadt im Zweiten Weltkrieg durch die Luftangriffe auf Mannheim fast völlig zerstört und 1945 von US-Truppen besetzt.

Nur mühsam setzte der Wiederaufbau der Stadt ein. Schloss und Wasserturm wurden wiederaufgebaut, das Nationaltheater an neuer Stelle errichtet. An alter Stelle steht ein Schiller-Denkmal und das Lokal Zum Zwischen-Akt. Die Wohnungsnot führte zur Erschließung zahlreicher neuer Wohngebiete.

1964 wurde das Städtische Krankenhaus am Neckar Fakultät der Universität Heidelberg für Klinische Medizin Mannheim. 1967 wurde Mannheim Universitätsstadt.

1975 bildete die Bundesgartenschau einen Glanzpunkt in Luisen- und Herzogenriedpark. Eine Reihe baulicher Maßnahmen wurde umgesetzt: der Fernmeldeturm und eine zweite Rheinbrücke wurden gebaut, die Planken wurden zur Fußgängerzone, der neue Rosengarten wurde eingeweiht, und der Aerobus schwebte durch Mannheim. Auch in den 1980er und 1990er Jahren wurden eine Reihe von Großprojekten verwirklicht: Planetarium, Kunsthallenerweiterung, neues Reiß-Museum, Stadthaus, neues Maimarktgelände, Synagoge, Moschee, Landesmuseum für Technik und Arbeit (Technoseum), Carl-Benz-Stadion und Fahrlachtunnel wurden eröffnet.

Wirtschaftlich prägten in der jüngeren Vergangenheit die Abnahme der industriellen Arbeitsplätze Mannheim. Die Stadt versuchte mit der Ausweisung von Gewerbegebieten und der Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen entgegenzuwirken. Paradebeispiel ist der Bau des Victoria-Hochhauses 2001, eines der höchsten Gebäude der Stadt, am Bahngelände.

Im Hinblick auf das 400. Stadtjubiläum 2007 wurden ab 2000 einige städtebauliche Aktivitäten umgesetzt: SAP-Arena mit Anschluss an den neuen Stadtbahnring Ost, Sanierung der Fußgängerzone Breite Straße, des Zeughauses und des Schlosses, komplette Umgestaltung des Alten Meßplatzes und die Stadtbahnneubaustrecke Schafweide. Das Konzept des Stadtjubiläums zielte auf ein vielfältiges Spektrum von Veranstaltungen ohne ein dominierendes Zentralereignis.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Zwischen 1895 und 1944 wurden mehrere umliegende Ortschaften zu Mannheim eingemeindet, darunter mit Neckarau das damals größte badische Dorf. Bei der großen Gemeindereform in den 1970ern gab es Pläne Brühl, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und Ladenburg einzugemeinden. Wegen der großen Proteste nahm man aber davon Abstand, und Mannheim war eine der wenigen Städte Baden-Württembergs, die keinen Flächenzuwachs erhielten. Vor der ersten Eingemeindung umfasste das Stadtgebiet 2384 Hektar:

Fußgängerzone „Planken“
Fußgängerzone „Breite Straße“
Jahr Orte Zuwachs in Hektar
1895 Friesenheimer Insel 717
1897 Käfertal 1777
1899 Neckarau 1575
1910 Feudenheim 781
1913 Sandhofen 2437
1913 Rheinau 959
1929 Wallstadt 674
1930 Seckenheim 1687
1930 Friedrichsfeld 225
1930 Kirschgartshausen 489
1930 Sandtorf 264
1930 Straßenheim 406
1944 Gemarkung Rohrhof (zum Teil) 233

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Stadt Mannheim überschritt 1896 die Grenze von 100.000 und machte sie damit zur Großstadt. 1905 hatte die Stadt über 160.000 Einwohner, bis 1961 verdoppelte sich diese Zahl. 1970 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 333.000 ihren historischen Höchststand. Durch Wanderungsverluste ins Umland sowie eine negative Geburten- und Sterbefallbilanz nahm die Zahl der Einwohner bis 1986 auf rund 295.000 ab.

Für den 31. Dezember 2012 nennt die Kommunale Statistikstelle der Stadt Mannheim 327.708 Einwohner, davon 21.620 mit Nebenwohnsitz. Der Ausländeranteil liegt bei 21,2 Prozent (69.511 Personen).[11] Unter Berücksichtigung von eingebürgerten Personen und Spätaussiedlern haben 126.828 Einwohner (38,7 Prozent) einen Migrationshintergrund. Die größten Gruppen sind Türken (28.354), Polen (18.159), Italiener (9.945), Rumänen (6.083), Russen (4.466), Kasachen (3.787), Bulgaren (3.770), Griechen (3.531) und Kroaten (3.407).[12]

In den einzelnen Stadtbezirken beträgt der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund: Innenstadt/Jungbusch 55,7 Prozent, Neckarstadt-West 61,8 Prozent, Neckarstadt-Ost 46,6 Prozent, Schwetzingerstadt/Oststadt 33,6 Prozent, Lindenhof 28,7 Prozent, Sandhofen 27,5 Prozent, Schönau 42,4 Prozent, Waldhof 33,5 Prozent, Neuostheim/Neuhermsheim 30,6 Prozent, Seckenheim 31,9 Prozent, Friedrichsfeld 26,5 Prozent, Käfertal 36,6 Prozent, Vogelstang 44,3 Prozent, Wallstadt 19,4 Prozent, Feudenheim 18,3 Prozent, Neckarau 31,3 Prozent und Rheinau 42,7 Prozent.[13]

Religionen[Bearbeiten]

Die ersten Kirchen lassen sich im 8. Jahrhundert in den Vororten Scharhof, Wallstadt und Feudenheim nachweisen. Eine Pfarrei in Mannheim selbst wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Sie gehörte zur Diözese Worms und war dem hl. Sebastian geweiht.

Protestanten[Bearbeiten]

Kurfürst Ottheinrich führte mit Mandat vom 4. April 1556 die Reformation lutherischen Bekenntnisses in der Kurpfalz ein, nachdem bereits sein Vorgänger Friedrich II. zehn Jahre zuvor ernsthafte Anstrengungen in dieser Richtung unternommen hatte (erste lutherische Abendmahlsfeier in der Heidelberger Heiliggeistkirche am 18. April 1546). Unter Ottheinrichs Nachfolger Friedrich III. wechselte die Kurpfalz ab 1561 zum reformierten Bekenntnis calvinistischer Prägung (Heidelberger Katechismus 1563). Die Zeit der Mannheimer Stadtgründung fiel somit in die Phase des kurpfälzischen Reformiertentums, welches der Stadt für lange Zeit eine reformiert-protestantische Prägung verlieh.

1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. 2005 wurde im Stadtteil Waldhof die erste Jugendkirche der evangelischen Landeskirche Baden eröffnet. Mit der Eingliederung der zuvor eigenständigen Evangelischen Kirchengemeinde Friedrichsfeld 2008 gehören alle protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Kirchenbezirk Mannheim innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der Kirchenkreis Nordbaden hat seinen Sitz in Mannheim.

Katholiken[Bearbeiten]

Nach Gründung der Stadt Mannheim zogen auch katholische Gemeindemitglieder zu. Die älteste katholische Kirche ist die Pfarrkirche St. Sebastian am Marktplatz, die 1723 fertiggestellt wurde. 1729 stiftete Kurfürst Karl Philipp 100.000 Gulden für den Bau der Jesuitenkirche, die als Hofkirche dienen sollte. Zusammen mit der Liebfrauenkirche gehören sie seit 2005 zu einer gemeinsamen Pfarrgemeinde St. Sebastian. Die übrigen 28 römisch-katholischen Gemeinden sind zu 10 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst und gehören zum Stadtdekanat Mannheim der Erzdiözese Freiburg.

Sonstige Kirchen[Bearbeiten]

Hoffnungskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

Außerdem gibt es mehrere orthodoxe Kirchengemeinden, unter anderen die russisch-orthodoxe Kirche St. Alexander Nevskij und die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Kreuzerhöhung.

Auch evangelische Freikirchen sind zahlreich vorhanden. Hierzu gehört die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten). Ihre Hoffnungskirche befindet sich seit 1961 im Stadtteil Neckarstadt.

Die Gemeinde der staatl. anerkannten (ak) Alt-Katholischen Kirche ist seit 1873 in der Schlosskirche und in der einzigen blauen Kirche Mannheims, der Erlöserkirche Mannheim-Gartenstadt zu Hause.

Daneben gibt es heute in Mannheim weitere christliche Glaubensgemeinschaften, darunter die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas und eine Freireligiöse Gemeinde, die während der badischen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts entstand.

Yavuz-Sultan-Selim-Moschee im Stadtteil Jungbusch

Muslime[Bearbeiten]

Mit der zweiten Gastarbeiter-Welle Mitte der 1960er kamen viele Einwanderer aus der Türkei und damit erstmals eine nennenswerte Anzahl von Muslimen nach Mannheim. Ihre Zahl stieg bis 2004 auf 20.827 und damit 7 Prozent der Mannheimer Bevölkerung, wobei der größte Teil von ihnen Einwanderer aus mulismischen Ländern und deren Nachkommen sind. 1995 wurde daher die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee, die bis dahin größte Moschee Deutschlands, gebaut, die 2.500 Gebetsplätze bietet. 2005 wurde das bereits baufällig gewordene Minarett schlanker und höher neu errichtet. 2010 wurde in Mannheim-Casterfeld die Ehsan-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat errichtet.

Juden[Bearbeiten]

Die erste Synagoge gab es in Mannheim 1660. Die Kurfürsten förderten insbesondere nach den Stadtzerstörungen im 17. Jahrhundert gezielt die Ansiedlung von Juden mit Steuererleichterungen und dem Privileg der Gewerbefreiheit, um Handel und Handwerk zum Aufschwung zu verhelfen. 1719 waren 10,6 Prozent der Bevölkerung jüdisch. Bis 1895 vergrößerte sich die jüdische Gemeinde auf 4768 Mitglieder. Der übrige Bevölkerungszuwachs war allerdings noch rasanter, so dass nach 1900 der jüdische Anteil nur noch um 3 Prozent lag. 1933 lebten in Mannheim 6402 Juden, die die größte Gemeinde in Baden bildeten.

Durch die Repressalien nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gerieten viele Juden bereits früh in Not. Schon 1933 verbot der damalige Oberbürgermeister Carl Renninger (NSDAP) die Auftragsvergabe an jüdische Firmen. Jüdische Dozenten der ansässigen Handelshochschule wurden beurlaubt, das Mannheimer Nationaltheater entließ jüdische Schauspieler, und jüdischen Ärzten wurde die Kassenzulassung entzogen. Viele Familien emigrierten ins Ausland, insbesondere in die USA. Nach der Verwüstung der drei Mannheimer Synagogen 1939 wurden 1940 rund 2000 und damit fast alle verbliebenen Juden nach Gurs deportiert. Die meisten wurden von dort in die deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen verschleppt und ermordet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten nur wenige Emigranten nach Mannheim zurück. Die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde nach der nationalsozialistischen Verfolgung erfolgte mit nur 120 Mitgliedern. Die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde 1987 eröffnet. 2012 hatte die Gemeinde etwa 500 Mitglieder.[14] Jüdische Gemeinde Mannheim

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014
in Prozent
 %
30
20
10
0
27,3
26,1
16,3
9,3
7,8
6,2
4,5
1,4
1,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,3
-2,6
+0,4
+1,9
+7,8
+1,3
-3,5
+1,4
+1,1
Sitzverteilung im Gemeinderat
3
13
8
4
1
2
12
4
1
13 12 
Von 48 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat hat 48 Sitze und wird in direkter Wahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Nach dem baden-württembergischen Kommunalwahlrecht hat der Wähler die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens. Seit dem Zweiten Weltkrieg stellte die SPD, mit Ausnahme der Wahlen 1999 und 2004, als die CDU mehr Stimmen erhielt, die stärkste Fraktion. Die nächste Gemeinderatswahl findet 2019 statt.

Ergebnis der Kommunalwahl 2014 mit Sitzverteilung:

Gemeinderatswahl 2014
SPD
27,3 %
−3,3
13 Sitze
−3
CDU
26,1 %
−2,6
12 Sitze
−3
Grüne
16,3 %
+0,4
8 Sitze
±0
Mannheimer Liste
9,3 %
+1,9
4 Sitze
+1
AfD
7,8 %
+7,8
4 Sitze
+4
Die Linke
6,2 %
+1,3
3 Sitze
+1
FDP
4,5 %
−3,5
2 Sitze
−2
Mittelstand für Mannheim
1,4 %
+1,4
1 Sitz
+1
NPD
1,1 %
+1,1
1 Sitz
+1

Alle neun zur Wahl angetretenen Listen sind in den Gemeinderat eingezogen. SPD, CDU, Grüne, Mannheimer Liste und AfD sind in Fraktionsstärke vertreten.

Rathaus in E5
Oberbürgermeister Peter Kurz

Bürgermeister[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Oberbürgermeister, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Gemeinderats ist. Er wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Amtierender Oberbürgermeister ist Peter Kurz (SPD), der bei der Oberbürgermeisterwahl 2007 mit 50,53 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 36,64 Prozent im ersten Wahlgang gewählt wurde.

Ihm zur Seite gestellt sind ein Erster Bürgermeister (zugleich stellvertretender Oberbürgermeister) und vier weitere Bürgermeister. Sie werden vom Gemeinderat für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt und spiegeln daher parteipolitisch die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse zum Zeitpunkt der Wahl wider. Jeder Bürgermeister führt in der Stadtverwaltung ein Dezernat. Christian Specht (CDU) ist als Erster Bürgermeister zuständig für Finanzen, Vermögen, Sicherheit und Ordnung. Michael Grötsch (CDU) leitet das Dezernat für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur. Ulrike Freundlieb (parteilos) verantwortet Bildung, Jugend, Familie und Gesundheit. Lothar Quast (SPD) ist zuständig für Bauen, Planung, Verkehr und Sport. Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grünen) leitet das Dezernat für Bürgerservice, Umwelt und technische Betriebe.[15] Die Mitarbeiterzahl der Stadtverwaltung beträgt insgesamt ca. 7.100 Personen.[16]

Die Stadtoberhäupter seit 1810:

Bundestag[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 erzielte Egon Jüttner (CDU) mit 39,8 Prozent erneut das Direktmandat im Wahlkreis 275. Die zweit- und drittplatzierten Kandidaten Stefan Rebmann (SPD), 32,4 Prozent der Erststimmen, und Gerhard Schick (Bündnis 90/Die Grünen), 12,2 Prozent der Erststimmen, zogen über die Landeslisten ihrer Parteien ebenfalls erneut in den Bundestag ein.

Auch bei den Zweitstimmen lag die CDU in Mannheim mit 35,1 Prozent vor der SPD (27,5 Prozent)[17]

Wappen[Bearbeiten]

Logo der Stadtverwaltung Mannheim mit angedeutetem Wappen
Stadtflagge

Die Blasonierung des Wappens lautet: In gespaltenem Schild vorn in Gold ein aufrechter roter Doppelhaken (Wolfsangel), hinten in Schwarz der rot bewehrte, rot bezungte und rot gekrönte doppelschwänzige goldene kurpfälzische Löwe.

Das Wappen wurde 1896 vom Stadtrat festgelegt und vom badischen Großherzog bestätigt. Die Wolfsangel ist seit dem 17. Jahrhundert auf einem Gemarkungsgrenzstein nachweisbar. Es handelt sich wohl um ein Fleckenzeichen. Der Löwe ist das Wappentier der Kurfürsten von der Pfalz, deren Residenzstadt Mannheim ab 1720 war. Beide Wappenbilder tauchen seit dem 18. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt auf. Die Stadt führt das Wappen in der Regel in vereinfachter Form im Stil der Neuen Sachlichkeit.

Die Stadtfarben Blau-Weiß-Rot sind erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich und deuten auf eine Siegelschnur aus dem Jahr 1613 hin. Die Stadtfarben sind nicht von den Wappenfarben abgeleitet, was völlig unüblich ist.

Anfang 2003 hat sich die Stadtverwaltung zur Außenwerbung ein neues Logo zugelegt: Mannheim im Quadrat. Es zeigt ein rotes Quadrat mit innenliegender Ziffer Zwei in weiß in der serifenlosen halbfetten Schrift FF Kievit und soll die Quadratur der Straßen der Innenstadt symbolisieren. Aber ebenso soll die hochgestellte 2 auch für das Potenzial der Stadt stehen, „Kultur hoch zwei“, „Wissenschaft hoch zwei“ und „Mannheim ist Leben hoch zwei“.[18]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mannheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:[19]

  • Chișinău, Moldawien (seit 1989)
  • Bydgoszcz, Polen (seit 1991)
  • Klaipėda (bis 1923: dt. Memel), Litauen (seit 2002, Patenschaft mit Memel bestand seit 1915)
  • Zhenjiang, Volksrepublik China (seit 2004)
  • Haifa, Israel (seit 2009)

Daneben gibt es ein Kooperationserklärung mit der der chinesischen Stadt Qingdao sowie einen Freundschaftsvertrag (2011) mit Beyoğlu, einem Stadtbezirk von Istanbul.[19] Im Dezember 2013 schlossen Mannheim und Hebron einen zunächst für zwei Jahre geltenden Kooperationsvertrag.[20]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Nationaltheater Mannheim

Das Nationaltheater Mannheim wurde 1779 von Kurfürsten Karl Theodor gegründet. Bereits 1839 vollständig der städtischen Verantwortung unterstellt, ist es heute das älteste kommunale Theater der Welt.

1782 wurden hier Friedrich Schillers Die Räuber uraufgeführt. Heute hat das Vierspartentheater eigene Ensembles für Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Schauspiel, Ballett und das Kinder- und Jugendtheater Schnawwl.

Hinzu kommen mehrere kleinere Bühnen, darunter das Oststadt-Theater, das TIG7 (Theater im Quadrat G7), das Theater Oliv, die Freilichtbühne, das Theater31, das Theater ImPuls, das Theater Felina-Areal, die Mannheimer Puppenspiele, die Kleinkunstbühne Klapsmühl', Schatzkistl und zeitraumexit.

Museen[Bearbeiten]

Kunsthalle
Technoseum
Museum Zeughaus in C5

Die Kunsthalle Mannheim wurde zum 300. Mannheimer Stadtjubiläum 1907 begründet. Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist die deutsche und französische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die internationalen Skulpturen des 20. Jahrhunderts. Hinzu kommt ein umfangreiches Kupferstichkabinett, eine graphische Sammlung, Plakate, Werkkunst und aus der neueren Zeit Fotografien und Videoinstallationen. Entsprechend ihrem Gründungsmotto „Kunsthalle für alle“ ist der Eintritt mittwochs von 18 bis 20 Uhr kostenfrei.

Das Technoseum – 1990 als Landesmuseum für Technik und Arbeit eröffnet und 2010 in Technoseum umbenannt – bietet Anschauungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen, so waren die Körperwelten von Gunther von Hagens 1997 erstmals in Europa in Mannheim zu sehen.

Die Reiss-Engelhorn-Museen gehen zurück auf die 1763 gegründete Kurfürstliche Akademie der Wissenschaften. Heute sind unter einem Dach mehrere Museen und Institutionen vereinigt:

  • Museum D5 für Archäologie und Kulturen der Welt
  • Museum Zeughaus für Kunst-, Stadt- und Theatergeschichte
  • Museum Schillerhaus
  • Institut für internationale Kunst- und Kulturgeschichte
  • Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (An-Institut der Universität Tübingen)
  • Zephyr (im Quadrat C4), ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografie
  • Bassermannhaus für Musik und Kunst[21]

Des Weiteren finden im Museum D5 wechselnde Sonderausstellungen statt. Themen vergangener Ausstellungen waren beispielsweise die Maya, Pompeji, Frühgeschichte Japans und die Germanen.

Von Mai 2013 bis Mai 2014 befand sich im Stadthaus das Wachsfigurenkabinett Panoptikum.

Der Mannheimer Kunstverein, der aktuelle und neue Kunst zeigt, besteht seit 1833 und ist einer der ältesten und größten Kunstvereine. Diese und weitere Kulturinstitutionen werden durch die Kulturmeile verbunden. Die alljährliche Lange Nacht der Museen (gemeinsam mit Heidelberg und Ludwigshafen) gilt nach Berlin als zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

Die Stadtgalerie Mannheim in S4 wurde im Mai 2011 ins Leben gerufen. Die durch die Stadt angemieteten und jährlich mit 100.000 Euro bezuschussten Räume bieten regionalen Künstlern Gelegenheit, sich und ihre Werke zu präsentieren. Das Konzept bietet sowohl die Möglichkeit einer reinen Ausstellungsfläche als auch die Erprobung neuer Ausstellungskonzepte. Jährlich sind bis zu acht wechselnde Ausstellungen vorgesehen. Geleitet wird die Stadtgalerie Mannheim durch den Kurator Benedikt Stegmayer. Der Eintritt ist kostenfrei. 2014 soll der Umzug der Stadtgalerie in das neu geplante Kreativwirtschaftszentrum im Jungbusch erfolgen.[22][23]

Im Stadtteil Mannheim-Sandhofen gibt es eine Dokumentationsstätte zur Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof.[24]

Sprache[Bearbeiten]

In Mannheim wird der Mannheimer Dialekt gesprochen, ein kurpfälzischer Dialekt.

Musik[Bearbeiten]

Die Mannheimer Schule war – um 1750 von Johann Stamitz begründet – zunächst ein Musikerkreis am kurpfälzischen Hof. Später verstand man darunter eine ganze Kompositionsschule, die sich vom bis dahin die europäische Tradition prägenden generalbass-dominierten Orchestersatz und dem spätbarocken Pathos abwandte und einen neuen, anmutigeren Stil entwickelte, dessen Harmonik dem Melodieverlauf folgte. Sie leistete damit wesentliche Vorarbeiten zur Entwicklung der Wiener Klassik.

Die Mannheimer Schule und die international berühmte Hofmusik des Kurfürsten Karl Theodor veranlassten Wolfgang Amadeus Mozart zu einem monatelangen Aufenthalt in Mannheim. Beruflich konnte Mozart aber dort nicht Fuß fassen.[25]

Die Popakademie Baden-Württemberg
Musikpark Mannheim im Stadtteil Jungbusch

Das Kurpfälzische Kammerorchester wurde 1952 gegründet. Es pflegt die Tradition der Mannheimer Schule, aber auch die Musik der Wiener Schule und der Wiener Klassik.

Aus Mannheim kommt auch die Opernsängerin Anneliese Rothenberger. Sie hatte eine der glanzvollsten internationalen Karrieren einer deutschen Sängerin der Nachkriegszeit.

Die Mannheimer Bläserphilharmonie geht zurück auf das 1987 von Stefan Fritzen gegründete Sinfonische Jugendblasorchester Mannheim.

Die ehemals zahlreich vertretenen Gesangsvereine leiden in jüngster Vergangenheit sehr unter Nachwuchsproblemen. Dafür haben sich viele Gospel-Chöre entwickelt, wie der Celebration Gospel Choir, die Preacherman’s Friends, die Rainbow-Gospel-&-Soul-Connection und die Joyful Voices. Seit 2005 besteht der Junge Kammerchor Mannheim, der sich vor allem an junge Leute richtet und semesterweise probt.

In den letzten Jahren hat sich Mannheim aber auch in der Populärmusik einen Namen gemacht. Die Popakademie Baden-Württemberg ist die erste derartige Einrichtung in Deutschland. Erfolgreiche Mannheimer Musiker sind unter anderen Joy Fleming, Joana, Mardi Gras.BB, Silke Hauck, Elly Lapp, Raffaella, Julia Neigel, Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims, Claus Eisenmann, Laith Al-Deen, Wallis Bird, die Band Blaues Wunder, Rolf Stahlhofen, die Krautrock Band Kin Ping Meh, Johanna Zeul, Danny Fresh, Get Well Soon, Edo Zanki, Norbert Schwefel, Peter Seiler und andere.

Kongresszentrum Rosengarten im Stadtteil Oststadt

Mannheim gilt auch als die Wiege des Musikstils Drum and Bass in Deutschland: Der Mannheimer Milk!-Club war der erste Club in Deutschland, der nur dieser Musik gewidmet war. Größen der britischen Szene kamen zuerst hier her. Bassface Sascha, neben „Groover Klein“ einer der dort residierenden DJs, gründete später die ersten größeren deutschen Drum-and-Bass-Labels und stellte auch die ersten weit verbreiteten Sampler, wie etwa Jungle Fever und Hardstep Upfront, zusammen. Das Milk! wurde 1992 vom Groove-Magazine zum Club des Jahres gewählt, als Love-Pirates präsentierte sich das Milk! und die Milk!-Posse auch auf der Loveparade in Berlin.

Populäre Veranstaltungsorte sind die am alten Messplatz gelegene Alte Feuerwache Mannheim und das Capitol Mannheim, das Kongresszentrum Rosengarten, die SAP-Arena, der Maimarktclub, das Open-Air-Gelände auf dem Maimarkt, der 7er Club auf der Friesenheimer Insel sowie die Alte Seilerei in Neckarau.

Im November 2014 erhielt Mannheim den Titel „Stadt der Musik“ der UNESCO.[26]

Jugend- und Soziokultur[Bearbeiten]

Das Jugendkulturzentrum FORUM in Mannheim – Blick von der "Schafweide"

Mit dem FORUM[27] hat Mannheim ein Jugendkulturzentrum, das insgesamt drei Spielflächen für unterschiedliche kulturelle Gattungen beherbergt.[28] Das spartenübergreifende[29] Haus in unmittelbarer Nähe vom Neckar beheimatet die Bereiche Musik,[30] Film,[31] Theater,[32] Bildende Kunst,[33] Literatur,[34][35] Transkultur und politische Bildung mit Kursen, kulturellen Bildungsangeboten, Konzerten,[36] Theateraufführungen,[37] Lesungen und Vernetzungsangeboten.[38] Als jugendkulturelles Sprachrohr sorgt das FORUM immer wieder für breite Debatten in der Stadtgesellschaft.[39][40] Bekannte Eckpfeiler des FORUM-Programms sind das mehrfach preisgekrönte inklusive Theater-Ensemble „Augenblick Theater“,[41] das gendersensible Kurzfilmfestival „Girls Go Movie“[42] der „fresh! Club“ für junge Bands,[43] die junge Stadtgestaltungs-Initiative „JUGA Mannheim“ und das Nachwuchsliteraten-Programm „Der Schreibpool“.[44] Träger des Jugendkulturzentrums FORUM ist der Stadtjugendring Mannheim e.V.[45]

Bauwerke[Bearbeiten]

Plätze[Bearbeiten]

Wasserturm mit Brunnenanlage und Park auf dem Friedrichsplatz

Der Friedrichsplatz liegt im Osten der Innenstadt. In seinem Zentrum steht das Wahrzeichen Mannheims, der 60 Meter hohe Wasserturm. Er wurde 1889 im Neubarock-Stil erbaut und wird gekrönt von einer 3,50 Meter großen Statue der Amphitrite. Der Platz um ihn herum wurde bis 1903 von Bruno Schmitz mit Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen im Jugendstil gestaltet. Die Wasserspiele werden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit eine Stunde lang illuminiert. In der Vorweihnachtszeit findet rund um den Wasserturm und den Tritonenbrunnen ein Weihnachtsmarkt statt. Das östliche Halbrund des Friedrichsplatzes begrenzen Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden. In der Nord-Süd-Achse des Wasserturms wurden Kunst- und Festhalle errichtet. Die Kunsthalle – 1907 von Hermann Billing erbaut und 1983 mit einem Erweiterungsbau versehen – korrespondiert mit ihrem roten Sandstein mit der bereits vorhandenen Bebauung am Friedrichsplatz. Der Rosengarten – dessen Name sich von einem alten Gewannnamen ableitet – wurde 1903 als Festhalle eröffnet und beherbergte damals mit dem Nibelungensaal den größten Saal Deutschlands. Heute findet sich dort ein Kongress- und Tagungszentrum. Neben dem Wasserturm am Friedrichsplatz gibt es in Mannheim knapp 20 weitere historische Wassertürme. Liste der Wassertürme in Mannheim

Paradeplatz

Vom Friedrichsplatz führt westlich die Fußgängerzone Planken zum zentralen Platz Mannheims dem Paradeplatz. Er diente ursprünglich den Kurfürsten für Truppenparaden. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Grupello-Pyramide. Sie wurde 1711 von Gabriel de Grupello für Kurfürst Johann Wilhelm erschaffen und im Düsseldorfer Schlossgarten aufgestellt. Karl Philipp ließ sie 1743 über den Rhein nach Mannheim bringen. Die Pyramide trägt den Namen „Allegorie der herrscherlichen Tugenden“ und stellt den Triumph der fürstlichen Tugenden dar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Paradeplatz mit Grünflächen gestaltet, die von sternförmig auf die Grupello-Pyramide zulaufenden Wegen durchtrennt werden. An der Südseite des Platzes erbaute man bis 1746 das alte Kaufhaus, in dem sich zunächst Geschäfte und ab 1909 das Rathaus befanden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es nicht wiederaufgebaut, sondern man errichtete bis 1991 das Stadthaus, in dem Geschäfte, die Stadtbibliothek und der Gemeinderat ihren Platz fanden. An den Planken wurde 2003 das Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Auf dem Glaskubus sind in Spiegelschrift die Namen der jüdischen Opfer aus Mannheim angebracht. Der Kubus selbst wurde schräg aufgestellt, so dass er auf den Mittelpunkt des Paradeplatzes weist. Liste der Denkmäler in Mannheim

Marktplatz an der „Breiten Straße“ mit Wochenmarkt
Brunnendenkmal von Peter van den Branden aus dem Jahr 1719

Der Marktplatz liegt nördlich des Paradeplatzes an der Fußgängerzone Breite Straße im Zentrum der Unterstadt. In seiner Mitte befindet sich ein Brunnendenkmal aus dem Jahr 1719. Es wurde von Peter van den Branden geschaffen und im Heidelberger Schlossgarten aufgestellt. Kurfürst Carl Theodor machte es dann 1767 der Stadt Mannheim zum Geschenk. Die Figuren des Monuments, die ursprünglich die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer symbolisierten, wurden dabei so umgestaltet, dass sie nun eine Allegorie auf Mannheim, Handel, Rhein und Neckar darstellen. An der Südseite des Marktplatzes ist ein barocker Doppelbau, der vermutlich das noch älteste erhaltene Gebäude Mannheims ist: das alte Rathaus und die untere Pfarrkirche St. Sebastian wurden bis 1713 erbaut. In der Mitte sind beide mit einem Glockenturm verbunden, der in einen mehrfach gestuften Helm mündet. Auf die Funktion weisen die unterschiedlichen Bildhauerarbeiten an der Fassade hin. Am Alten Rathaus befinden sich Justitia und Atlanten an der Pfarrkirche Pietas und Engelfiguren. Das Glockenspiel ertönt dreimal täglich.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Die Jesuitenkirche wurde bis 1760 als Hofkirche für die Kurfürsten nach Plänen da Bibienas erbaut. Der Kunsthistoriker Dehio bezeichnete sie als bedeutendste Barockkirche Südwestdeutschlands. Die mächtige Vierungskuppel weist eine Höhe von 75 m auf. Die Wandgemälde im Inneren nahm der Münchner Künstler Egid Quirin Asam vor. Der Hochaltar und die sechs Seitenaltäre wurden von Egell und Verschaffelt im Spätbarock beziehungsweise Frühklassizismus gestaltet.

Christuskirche

Die Christuskirche wurde bis 1911 als repräsentativer Sakralbau der evangelischen Kirche in der Oststadt erstellt. Im neubarocken Stil mit Jugendstilelementen erbaut, steht sie auf dem Werderplatz und bildet damit den Endpunkt von drei Sichtachsen. Die Kuppel weist eine Höhe von 65 Meter auf. Den ersten Turmgang umgeben überlebensgroße Statuen der zwölf Apostel. Die viermanualige Steinmeyer-Orgel von 1911 zählt mit 96 Registern und ca. 8000 klingenden Pfeifen (einschließlich eines großzügig angelegten „Fernwerks“ in der Kuppel) zu den größten Orgeln in Deutschland. Zusätzlich wurde 1988 durch die dänische Firma Marcussen eine zweimanualige Orgel im barocken Stil erbaut.

Die Geschichte der neubarocken Konkordienkirche weist zurück bis in das Jahr 1685. Ursprünglich als Doppelkirche für die deutsch und wallonisch reformierten Gemeinden geplant, widerfuhren ihr mehrmals Zerstörungen und Nutzungsänderungen. In ihrer heutigen Form besteht sie seit 1918 mit einer evangelischen Kirche in dem einen und einer Schule in dem anderen Gebäudeteil. Der Kirchturm ist mit 92 Metern der höchste in Mannheim.

Die Synagoge wurde 1987 fertiggestellt. Die granitrot gehaltene Fassade des Kubusbaus ist von hohen bleiverglasten Rundbogenfenstern geprägt. Darüber spannt sich eine flache Kuppel. Die beiden Haupteingänge tragen Nachbildungen eines schmiedeeisernen Oberlichtgitters, das von der 1938 zerstörten Hauptsynagoge stammt.

Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee, erbaut 1995, war bei ihrer Fertigstellung die größte repräsentative Moschee in Deutschland. Die helle Putzfassade wird in der Mitte durch die Auskragung der Gebetsnische betont und ist mit versetzt angeordneten dreieckigen Fenstern gestaltet. Die Stahlbetonstützen des Minaretts wiesen bereits nach kurzer Zeit Risse auf, so dass es 2005 mit 35 Metern etwas höher neugebaut wurde.

Profanbauten[Bearbeiten]

Ehrenhof des Schlosses

Das Schloss war die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. 1720 bis 1760 erbaut, ist es nach Versailles die größte geschlossene Barockanlage Europas. Die zur Innenstadt zeigende Schaufront weist eine Länge von 440 Meter auf und ist damit Endpunkt von sieben Parallelstraßen. An der Ausgestaltung waren unter anderen Alessandro Galli da Bibiena, Egell, Rabaliatti, Pigage und Cosmas Damian Asam beteiligt. Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, wurde das Schloss bis 1968 in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Bis 2006 wurde das Dach des Corps de Logis in originalgetreuer Form wiederhergestellt, dank einer großzügigen Spende von Hasso Plattner.

Seit April 2007 bietet das Mannheimer Schloss mit seinem neu eröffneten Schlossmuseum wieder Einblick in das Leben im Barock und Empire. Im Krieg zerstörte Räume wurden rekonstruiert, um hochwertigen Ausstellungsstücken eine Kulisse zu bieten. Der Besucher erhält Einblick in das Leben der pfälzischen Kurfürsten (besonders Karl Theodor) und der badischen Prinzessin Stéphanie von Baden, einer adoptierten Tochter des französischen Kaisers Napoléon I.

Das Collini-Center mit technischem Rathaus

Das Zeughaus stammt aus dem Jahr 1779. Es wurde von Peter Anton von Verschaffelt im klassizistischen Stil erbaut. Seit 1918 beherbergte es die Sammlungen von Carl Reiß, seit 1956 war es Sitz des Reiß-Museums. Bis 2007 wird das Gebäude aufwändig renoviert.

Ebenfalls nach Plänen von Verschaffelt wurde bis 1788 das klassizistische Palais Bretzenheim errichtet, das Kurfürst Karl Theodor seiner Mätresse und ihren Kindern schenkte. 1899 wurde das Gebäude Sitz der Rheinischen Hypothekenbank, seit 2004 wird es vom Amtsgericht Mannheim genutzt.

Der Fernmeldeturm ist mit 212,8 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Er wurde nach Plänen von Heinle und Schlaich 1975 gebaut. In einer Höhe von 125 Metern befinden sich ein Drehrestaurant und eine Aussichtsplattform, von der man einen weiten Rundblick über Mannheim und das Umland hat.

Fünf der sechs höchsten Hochhäuser Baden-Württembergs stehen in Mannheim. Sie wurden alle an der äußeren Seite des Innenstadtrings gebaut. Bereits 1975 wurden die drei Wohntürme der Neckaruferbebauung Nord und das Appartementhaus Collini-Center erbaut. Der Victoria-Turm wurde 2001 fertiggestellt und ist das höchste Bürohaus der Stadt. Alle fünf Hochhäuser sind mit 95–97 Metern ungefähr gleich hoch.

Luisenpark
Luisenpark: Tulpenbeet im Frühling

Parks und Grünflächen[Bearbeiten]

Der Luisenpark ist mit 41 Hektar der größte Stadtpark. Er wurde 1903 angelegt (Unterer Luisenpark) und zur Bundesgartenschau 1975 erweitert (Oberer Luisenpark). Nahe der Innenstadt am Neckar gelegen, bietet der obere Teil zahlreiche Attraktionen wie Pflanzenschauhaus, chinesischer Teegarten, Schmetterlingshaus, Gondolettas und Seebühne. Der untere Teil ist frei zugänglich und geschichtlich interessant.

Der Herzogenriedpark war ebenfalls Bestandteil der Bundesgartenschau. Mit 22 Hektar etwas kleiner als sein „großer Bruder“ liegt er nördlich der Neckarstadt. Sehenswert sind das Tiergehege, das Rosarium und die Multihalle mit einer zeltartigen Dachkonstruktion, die nach einem Entwurf von Frei Otto entstand.

Der Schlossgarten erstreckt sich hinter dem Schloss bis zum Rhein und ist mit 38 Hektar der zweitgrößte Park Mannheims. Die Großherzogin Stephanie ließ ihn ab 1808 als Englischen Garten auf den entfernten Bastionen der barocken Stadtbefestigung anlegen. Leider hat der Park durch die 1863–1867 erbaute Eisenbahnlinie, die ab 1959 erbauten Bundesstraßen mit ihren zahllosen Auf- und Abfahrten und die Stadtbahnlinie nach Ludwigshafen viel von seinem Reiz verloren. Das Grün ist teilweise auf ein paar trostlose Verkehrsinseln zurückgedrängt. Am ehesten ist der frühere Reiz noch im Südteil in Richtung Lindenhof erkennbar. Am Westende, im sogenannten Friedrichspark, befindet sich das frühere Eisstadion.

Der Waldpark mit der dazugehörigen Reißinsel ist eine der größten naturbelassenen Auen am Rhein. Die Halbinsel gehörte Carl Reiß, der sie der Stadt mit der Auflage vermachte, sie in ihrem naturbelassenen Zustand zu erhalten und den Bürgern der Stadt zugänglich zu machen. Zahlreiche seltene Vogelarten, wie Schwarzspechte, Graureiher und Milane, aber auch Neozoen wie Halsbandsittiche und Kanadagänse können auf der Reißinsel beobachtet werden.

Im Jahr 2000 waren in Mannheim über 29 Prozent der Stadtgebietsfläche als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Sport[Bearbeiten]

SAP-Arena
Carl-Benz-Stadion: Spielstätte des SV Waldhof-Mannheim

Die zuschauerträchtigste Sportart in Mannheim ist das Eishockey. Die Adler Mannheim (früher Mannheimer ERC) waren 1980, 1997–1999, 2001 und 2007 deutscher Eishockeymeister. Ihre Heimspiele tragen sie seit 2005 in der SAP-Arena aus.

Die Rhein-Neckar Löwen sind ein Handball-Bundesligist, deren Heimspiele ebenfalls in der SAP-Arena ausgetragen werden. Die größten Erfolge der Löwen waren der Sieg im EHF Europa Pokal 2013, das Erreichen des Halbfinals in der Champions League 2009 sowie der zweite Platz im DHB-Pokal 2010.

Immer noch überregional bekannt, auch wenn die größten Erfolge schon länger zurückliegen, sind die beiden Fußballvereine VfR Mannheim (Deutscher Fußballmeister 1949) und SV Waldhof Mannheim (Bundesligist 1983–1990).

Sowohl die Herren- als auch die Damenanschaft des Mannheimer HC spielt in der 1. Hockeybundesliga.

2005 gründete die MTG Mannheim eine Footballabteilung, die Rhein-Neckar Bandits. Seit 2012 spielt diese in der German Football League. Zuvor spielten schon die Mannheim Redskins in der 1. Liga. Ihr größter Erfolg war die deutsche Vizemeisterschaft 1981.

Der Deutsche Basketball Bund spielt seit 1958 in Erinnerung an Albert Schweitzer jedes zweite Jahr im Frühjahr in Mannheim auf seinem Europa-Jugend-Basketballturnier das Albert-Schweitzer-Turnier für Jugend-Nationalmannschaften aus. Dieses internationale Freundschaftstreffen, im Sinne des Arztes und Friedensnobelpreisträgers, ist weltweit eines der wichtigsten und am besten besetzten Basketballturniere für Jugendmannschaften, an dem auch schon zahlreiche spätere NBA-Profis teilgenommen haben.

Der TK Grün-Weiss Mannheim spielt erfolgreich in der Tennis-Bundesliga. Der Klub war 1922, 1993, 1996, 2005, 2007 und 2010 deutscher Mannschaftsmeister.

Der Leichtathletik-Verein MTG Mannheim bringt seit seiner Gründung immer wieder herausragende Athleten hervor. National erfolgreich sind momentan insbesondere die Sprinterinnen, wie Verena Sailer und Carolin Nytra.

Unterstützt durch die große amerikanische Kolonie der US-Army in Mannheim konnte der Baseball-Sport in der Vergangenheit große Erfolge feiern. Die Mannheimer Vereine Knights, VfR, Amigos und Tornados konnten zwischen 1954 und 1997 neunzehnmal die deutsche Baseballmeisterschaft gewinnen.

In den 1950er und 60er Jahren weltweit und bis in die 1990er national erfolgreich war der Radsport-Verein RRC Endspurt Mannheim. Hervorzuheben sind insbesondere Willi und Rudi Altig unter dem Trainer Karl Ziegler.

Der Segelflugverein Mannheim ist ein Streckenflugverein und betreibt seine Aktivitäten auf dem City-Airport Mannheim. Er fliegt in der ersten Segelflug-Bundesliga und hat mehrmals deutsche und internationale Meister gestellt.

Aus dem seit 1876 bestehenden Ruderverein Mannheimer RV Amicitia gingen in der Vergangenheit einige bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen erfolgreiche Sportler hervor. Auch der 1875 gegründete Ruderverein Mannheimer Rudergesellschaft Baden (kurz MRG Baden) hat bekannte Ruderer hervorgebracht, wie Filip Adamski.

Der Wassersportverein Mannheim-Sandhofen wurde 1925 gegründet. Er stellte Weltmeister und Olympia-Sieger im Kanurennsport. Der Kanu-Club Mannheim errang in den 1960er Jahren mehrere deutsche Meisterschaften.

Mannheim war mehrfach Austragungsort hochkarätiger Sportveranstaltungen wie der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 (zusammen mit Köln), der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2007, der Europameisterschaft der Springreiter 2007, der ersten Deutschen Meisterschaft im Einzelvoltigieren 1986 sowie der Weltmeisterschaften im Voltigieren 2000.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Fasnachtsumzug 2013
Kulturzentrum Alte Feuerwache im Stadtteil Neckarstadt-Ost
Veranstaltungszentrum Capitol im Stadtteil Neckarstadt-Ost

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Original „Mannemer Dreck“

In Mannheim ist wie bei der Herkunft der Einwohner (ca. 170 Nationalitäten aus aller Welt) eine breitgefächerte Gastronomie vertreten. Typische kulinarische Spezialitäten aus Mannheim sind das Lebkuchen-ähnliche Gebäck Mannemer Dreck und das alkoholische Getränk Mannheimer Hafenwasser. Das typische Mannheimer Bier ist das „Eichbaum“, das in verschiedenen Variationen von der Mannheimer Eichbaum-Brauereien AG hergestellt und vertrieben wird. Marktführend in der Rhein-Neckar-Region, werden die Marken Eichbaum, Ureich, Gerstel und Karamalz auch überregional vertrieben.

Spaghettieis ist ein Speiseeis, das seinen Namen seiner besonderen Optik verdankt: Es sieht aus wie Spaghetti-Nudeln mit Tomatensoße. Es wurde Ende der Sechziger Jahre von dem Mannheimer Eisfabrikanten Dario Fontanella erfunden.

Gastronomie[Bearbeiten]

Mit dem Restaurant Amador, benannt nach seinem Betreiber Juan Amador, gibt es in Mannheim seit November 2011 erstmals ein Drei-Sterne-Restaurant.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bus aus Mannheimer Produktion
Zewa kommt aus Mannheim

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 waren von den 158.785 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 33,0 Prozent im produzierenden Gewerbe, 23,7 Prozent in Handel, Gastgewerbe und Verkehr und 43,0 Prozent im sonstigen Dienstleistungssektor tätig.[46] Die Arbeitslosenrate lag im September 2011 bei 6,3 Prozent.[47] Obwohl Mannheim spätestens seit den 1970ern von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt ist, der gezeichnet ist von einem Abbau von industriellen Arbeitsplätzen und der Zunahme des Dienstleistungssektors, ist die Metall- und die chemische Industrie immer noch sehr präsent.

Am stärksten ist die Elektro- und Maschinenbauindustrie. Zu den größten Unternehmen zählen Daimler (Motoren), EvoBus (Omnibusse), ABB (Elektro- und Automationstechnik), Alstom (Kraftwerke), Bombardier Transportation (elektrische Ausrüstung von Triebwagen), John Deere (Landmaschinen), Caterpillar Energy Solutions (Gasaggregate zur dezentralen Energieerzeugung), Pepperl+Fuchs (Fabrik- und Prozessautomation) und WIMA (Elektronik-Bauelemente).

Die chemische Industrie ist vertreten mit Roche (Pharma und Diagnostika), SCA Hygiene (Zellulose- und Papierprodukte wie 'Zewa'), Fuchs Petrolub (Schmierstoffe), Unilever (Dove-Seifen), Reckitt Benckiser (Haushaltsreiniger), Phoenix (Pharmahandel) und Deutsche Hutchinson (Gummi-Erzeugnisse).

Der Finanzplatz Mannheim ist nicht mehr führend wie um 1900, hat aber immer noch große Bedeutung insbesondere mit seinen Versicherungsunternehmen. Die Mannheimer Versicherungen und die Inter Versicherungen haben hier ihren Sitz. Eine der vier Unternehmenssitze der LBBW befindet sich in Mannheim, die Neue Rechtsschutz Versicherung unterhält ein zentrales Schadensbüro, die SV SparkassenVersicherung eine wichtige Niederlassung, die Ergo Versicherungsgruppe hat hier ebenfalls einen Standort.

Die Nahrungsmittelbranche wird vertreten durch Südzucker, Birkel Teigwaren, die Eichbaum-Brauereien, der Pfalzmühle Mannheim (ein Unternehmen PMG Premium Mühlen Gruppe) sowie Bunge Deutschland (Öl- und Getreidesaatverarbeitung).

Der Bauindustrie gehören Bilfinger Berger und Diringer & Scheidel an, aus dem Bereich Handel ist Bauhaus und Engelhorn vertreten.

Der Verlag Edition-Panorama, bekannt geworden durch die Reihe New-York Vertical des Mannheimer Fotografen Horst Hamann und der Huber Verlag, Herausgeber u. a. des TätowierMagazin und der Bikers News, ist in Mannheim ansässig. Außerdem hatte früher das Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus (Brockhaus, Duden, Langenscheidt, Meyer) seinen Sitz in Mannheim.

Die MVV Energie ist der größte kommunale Energieversorger in Deutschland.

Auf dem Mannheimer Maimarktgelände finden regelmäßig große Messen statt. Die bedeutendste ist der 400-jährige Mannheimer Maimarkt, der mit 1.400 Ausstellern und 350.000 Besuchern Deutschlands größte regionale Verbraucherausstellung ist. Aber auch Europas größter Oldtimermarkt, die Veterama, findet jedes Jahr auf dem Maimarktgelände statt.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Hauptverkehrsstraßen

Die Agglomeration Mannheim/Ludwigshafen ist von einem Autobahnring mit insgesamt sieben Autobahnkreuzen umgeben. Im Norden und Osten umschließt die Bundesautobahn 6 (SaarbrückenNürnberg) das Stadtgebiet, den Autobahnring vervollständigt die linksrheinische A 61 im Westen und Süden Ludwigshafens. Im Nordosten Mannheims zweigt die A 67 nach Darmstadt und Frankfurt ab, im Osten die A 656 nach Heidelberg und die A 659 nach Weinheim. Weiter im Osten verläuft parallel die A 5 (Frankfurt–Basel). Durch die Stadt führen die Bundesstraßen 36, 37, 38, 38a und 44. Straßenverkehr in Mannheim

Schiene/ÖPNV[Bearbeiten]

Mannheim ist der zweitgrößte Eisenbahnknoten in Südwestdeutschland. 2010 hielten im Hauptbahnhof täglich 238 Fernverkehrszüge. Über die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart besteht seit 1991 eine schnelle und leistungsfähige ICE-Verbindung in die Region Stuttgart.

Ein ICE auf der westlichen Riedbahneinführung.

Mit der Neubaustrecke Rhein/Main–Rhein/Neckar ist eine vergleichbare Anbindung an die benachbarte Rhein-Main-Region in Planung, nachdem bereits seit der Eröffnung der Westlichen Einführung der Riedbahn (WER) 1985 von Frankfurt kommende Züge halten können, ohne im Hauptbahnhof wenden zu müssen. Seit 2007 führt die Europäische Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris–Frankfurt (LGV Est européenne) durch Mannheim.

Der Rangierbahnhof ist nach Maschen der zweitgrößte in Europa. 2005 wurden täglich 30 internationale, 60 nationale und 440 regionale Güterzüge abgefertigt.

Seit 2003 fährt die S-Bahn RheinNeckar, die fast den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschließt und Linien bis in die Pfalz, den Odenwald und nach Südhessen führt. Vier der sieben S-Bahn-Linien fahren über den Mannheimer Hauptbahnhof.

Den öffentlichen Nahverkehr in Mannheim versorgt seit 1878 die Straßenbahn. Zehn Stadtbahn- und zahlreiche Buslinien der RNV sind heute in Betrieb. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar benutzt werden. Das in den 1970ern begonnene U-Bahn-Netz Mannheim-Ludwigshafen wurde bis auf kleine Teilstücke aus Kostengründen nicht realisiert. Die einzige unterirdische Station in Mannheim ist die Haltestelle Dalbergstraße. Die U-Bahn-Planungen wurden mittlerweile eingestellt. Nahverkehr in Mannheim

Wasser[Bearbeiten]

Containerhafen

Begünstigt durch den Zusammenfluss von Rhein und Neckar, ist der Mannheimer Hafen mit einer Fläche von 1.131 Hektar heute einer der bedeutendsten und größten Binnenhäfen Europas. 2007 wurden wasserseitig 8,3 Millionen Tonnen an Gütern umgeschlagen. Knapp 500 Unternehmen mit 20.000 Arbeitsplätzen sind im Hafengebiet angesiedelt.[48]

Luft[Bearbeiten]

Mannheim besitzt einen im Stadtteil Neuostheim gelegenen Verkehrsflughafen, den City-Airport Mannheim. Derzeit besteht eine zweimal werktägliche Linienverbindung zum Flughafen Berlin-Tegel, durchgeführt von Rhein-Neckar Air. Bis Dezember 2012 wurde der Linienverkehr durch Cirrus Airlines durchgeführt. Der internationale Flughafen Frankfurt liegt 65 km nördlich und ist mit dem ICE in 30 Minuten zu erreichen.

Medien[Bearbeiten]

Neben der Mannheimer Tageszeitung Mannheimer Morgen bieten die Ludwigshafener Rheinpfalz, die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung und die Bild Rhein-Neckar einen Lokalteil für Mannheim. Hinzu kommt mit wöchentlicher Erscheinungsweise das Wochenblatt Mannheim mit dem Amtsblatt. Das Kommunal-Info Mannheim erscheint 14-täglich. In fast allen Stadtteilen werden kostenlose Stadtteilzeitungen verteilt.

Als regionaler Fernsehsender für das Rhein-Neckar-Dreieck ist das Rhein-Neckar Fernsehen beheimatet. In Mannheim befindet sich auch ein Studio des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird unter anderem das Regionalprogramm Kurpfalz-Radio von SWR4 ausgestrahlt. Ebenfalls in Mannheim ansässig sind die privaten Hörfunksender big FM, Radio Regenbogen und sunshine live. Seit 2000 ist der bermuda.funk – das Freie Radio Rhein Neckar empfangbar. 2001 nahm das Campusradio radioaktiv den Sendebetrieb auf.

Von 1993 bis 2009 wurde vom American Forces Network der US-Streitkräfte das Lokalprogramm AFN Heidelberg in Seckenheim produziert. Von 2009 bis 2012 befanden sich die Studios in der AFN-Europazentrale, die 2004 von Frankfurt am Main nach Sandhofen gezogen war.

Von 1986 bis 2012 erschien monatlich das Stadtmagazin meier als Printausgabe. Von 2006 bis 2007 wurde wöchentlich die Sportwoche Mannheim herausgegeben. Beide Zeitschriften erscheinen nun als Online-Medium.

Vor Ort dominierend ist die Dr.-Haas-Mediengruppe, der vollständig der Mannheimer Morgen und anteilig Radio Regenbogen und big FM gehören. Medien im Rhein-Neckar-Dreieck

Behörden und Institutionen[Bearbeiten]

In Mannheim gab es bis 1971 eine kommunale Polizei. Seit 1971 ist die Landespolizei Baden-Württemberg für Mannheim zuständig. Das Polizeipräsidium Mannheim wird von Polizeipräsident Thomas Köber geleitet.[49] Dem Polizeipräsidium unterstehen die Polizeireviere Innenstadt, Oststadt, Neckarstadt, Neckarau, Käfertal, Sandhofen und Ladenburg, Wiesloch, Schwetzingen, Eberbach, Hockenheim, Heidelberg-Süd, Heidelberg-Mitte, Heidelberg-Nord, Weinheim, Sinsheim und Neckargemünd jeweils mit ihren dazugehörenden Polizeiposten. Dem Polizeipräsidium sind ferner Dienststellen der Kriminalpolizei und der Verkehrspolizei sowie eine Diensthundeführerstaffel zugeordnet.[50] Seit 1965 gibt es beim Polizeipräsidium Mannheim ein Polizeimusikkorps.[51]

In der Stadt gibt es Honorarkonsulate der Französischen Republik und der Republik Niger. In Mannheim ist der Sitz der Geschäftsstelle des Verbands Region Rhein-Neckar und des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim. Ferner sind hier die Handwerkskammer und die IHK Rhein-Neckar ansässig, deren Kammerbezirke jeweils die Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie den Rhein-Neckar-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis umfassen. Auch gibt es eine Agentur für Arbeit und zwei Finanzämter. Die Justizvollzugsanstalt Mannheim ist mit über 800 Haftplätzen die größte in Baden-Württemberg. Aufgrund der Einwohnerzahl besitzt Mannheim eine Feuerwehr aus Freiwilligen und hauptamtlichen Kräften.

Zwei große Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben ihren Hauptsitz in Mannheim: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe sowie die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution. Außerdem ist Mannheim Sitz eines Kirchenbezirks der Evangelischen Landeskirche in Baden und eines Dekanats des Erzbistums Freiburg.

Gerichte[Bearbeiten]

In Mannheim befindet sich mit dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Berufungsinstanz für alle Verwaltungsgerichte des Landes. Das Landesarbeitsgericht mit Sitz in Stuttgart verfügt über Kammern in Mannheim.

Des Weiteren verfügt die Stadt über ein Amts- und ein Landgericht mit Patentrechtskammern, die beide zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe gehören, sowie über ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht.

Eingang des Universitätsklinikums

Kliniken[Bearbeiten]

In Mannheim gibt es mit dem Universitätsklinikum, dem Diakoniekrankenhaus, dem Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik und dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit vier große Krankenhäuser. Sie verteilen sich über mehrere Standorte in der Stadt.

Garnison[Bearbeiten]

Mannheim war bis 1918 Garnison für Teile des Grenadierregiments 110 (XIV. (badisches) Armeekorps) der preußischen Armee. Ab 1936 wurden infolge der vom NS-Regime betriebenen Aufrüstung mehrere Kasernenneubauten für die Mannheimer Wehrmachtsgarnison errichtet. Diese wurden in der Zeit des Kalten Krieges nach 1945 in großem Maßstab von der US Army weitergenutzt. Zeitweise befanden sich mehrere tausend US-Soldaten in Mannheim, darunter z. B. Teile der 8. US-Infanteriedivision. Die Bundeswehrpräsenz beschränkte sich auf wenige kleinere Einheiten des Territorialheeres.

Eine Reihe wichtiger Einrichtungen der NATO und der US-Armee befanden sich lange Zeit in Mannheim. Durch den Umzug der USAREUR in das neue Hauptquartier in Wiesbaden im September 2013 ging die Zahl der US-Soldaten und Angestellten allerdings drastisch zurück. Bis Ende 2015 sollen alle amerikanischen Militäreinrichtungen in Mannheim geschlossen werden.[52]

Hauptartikel: US-Garnison Mannheim

Bildung[Bearbeiten]

Haupteingang der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim
Hochschule der Bundesagentur für Arbeit
Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
IDS Institut für deutsche Sprache

Der Schulreformer Joseph Anton Sickinger entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Mannheimer Schulsystem. Von ihm gingen wichtige Beiträge zum Bildungswesen aus.

Tertiärer Bildungsbereich[Bearbeiten]

Forschungszentren und Institute[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wurden in Mannheim geboren oder haben hier gewirkt. Seit 1820 verlieh die Stadt 43 Mal die Ehrenbürgerwürde. Als höchste bürgerschaftliche Auszeichnung Mannheims gilt der seit 1970 jährlich verliehene Bloomaulorden.

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Mannheim – Eine Zeitreise durch die 50er und 60er Jahre. Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 44 Min., Regie: Eberhard Reuß und Christiane Schmied, Produktion: SWR, Erstsendung: 1. November 2012 im SWR, Inhaltsangabe mit online-Video.
  • Mozart in Mannheim. Dokumentarfilm, Deutschland, 2008, 29 Min., Buch und Regie: Harold Woetzel, Produktion: SWR, Reihe: Musikalischer Reiseführer, Erstausstrahlung: 24. Mai 2010 in Das Erste, Film-Informationen vom SWR.
  • Schiller. Fernseh-Spielfilm, Deutschland, 2005, 90 Min., Buch: Hendrik Hölzemann, Martin Weinhart, Regie: Martin Weinhart.
  • Bilderbuch Deutschland: Mannheim – Gegensätze im Quadrat. Dokumentarfilm, Deutschland, 2002, 43 Min., Buch und Regie: Christina Brecht-Benze, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 30. Juni 2002, Inhaltsangabe von NDR.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Mannheim – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mannheim

Literatur[Bearbeiten]

  • Gustav Wiederkehr: Mannheim in Sage und Geschichte, H. Haas'schen Buchdruckerei, 1907, (Festgabe zur Feier des dreihundertjährigen Bestehens der Stadt)
  • Manfred David: Mannheimer Stadtkunde. Edition Quadrat, Mannheim 1982, ISBN 3-87804-125-X.
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u. d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Band 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966, DNB 458203858.
    • Band 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970, DNB 366145509.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2.
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim. München 1982, ISBN 3-422-00556-0.
  • Carmen und Volker Oesterreich (Hrsg.): Mannheim, wo es am schönsten ist – 55 Lieblingsplätze. Berlin 2008, ISBN 978-3-936962-43-7.
  • Andreas Schenk: Mannheim und seine Bauten 1907–2007. Hrsg. v. Stadtarchiv Mannheim und Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e. V. 5 Bde. Edition Quadrat, Mannheim 2000–2007, ISBN 3-923003-83-8.
  • Guido Walz (Red.): Der Brockhaus Mannheim. 400 Jahre Quadratestadt – Das Lexikon. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus, Mannheim 2006, ISBN 3-7653-0181-7 (Gleiche Ausstattung wie Brockhaus Enzyklopädie, rund 1.300 Stichwörter und 500 Biografien von Mannheimer Persönlichkeiten und Originalen).
  • Stadt Mannheim, Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Naturführer Mannheim. Entdeckungen im Quadrat. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2000, ISBN 3-89735-132-3.
  • Hartmut Ellrich: Mannheim. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-148-6.
  • Ulrich Nieß, Michael Caroli (Hrsg.): Geschichte der Stadt Mannheim. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher,
  • Mannheimer Altertumsverein/Reiss-Engelhorn-Museen: Mannheim vor der Stadtgründung – Teile I und II. Hrsg. Hansjörg Probst, 4 Bände. Mannheim 2007/08, ISBN 978-3-7917-2074-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mannheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Mannheim – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Mannheim – Reiseführer
 Wikisource: Mannheim – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Mannheim – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Mannheim – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Pfälzisches Wörterbuch – Mannheim. Universität Trier Fachbereich II / Germanistik, abgerufen am 27. November 2013.
  3. Amtliche Einwohnerzahl der Stadt Mannheim
  4. Stadtbezirksbudget. Stadt Mannheim, abgerufen am 4. April 2014.
  5. Kreisbeschreibung. Bd. 1, S. 54.
  6. Bernhard Mühr: Das Klima in Mannheim. 1. Juni 2007, abgerufen am 16. Februar 2014.
  7. August 2003 Private Wetterstation Mannheim-Seckenheim
  8. wetterkontor.de
  9. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  10. Wolfgang Thierse besucht Gedenkstätte in Mannheim. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
  11. Bevölkerung. Stadt Mannheim, abgerufen am 12. April 2014.
  12. Einwohner mit Migrationshintergrund. Stadt Mannheim, abgerufen am 12. April 2014.
  13. Einwohner mit Migrationshintergrund in kleinräumiger Gliederung. Stadt Mannheim, Februar 2013, abgerufen am 12. April 2014 (PDF; 633 kB).
  14. Corinna Hiss: Mittendrin im jüdischen Leben, Mannheimer Morgen 16. November 2012, S. 35
  15. Dezernatsverteilungsplan der Stadt Mannheim. Stadt Mannheim, 1. April 2014, abgerufen am 4. April 2014 (PDF; 26 kB).
  16. Gesamtpersonalrat. Stadt Mannheim, abgerufen am 17. Juli 2014.
  17. Ergebnis der Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Mannheim, abgerufen am 20. Oktober 2013.
  18. Die Marke Mannheim – Corporate Design Manual, Stadt Mannheim, 2003
  19. a b Partner- und Freundesstädte. Stadt Mannheim, abgerufen am 4. April 2014.
  20. Kooperationsvertrag mit Hebron unterzeichnet. Stadt Mannheim, 5. Dezember 2013, abgerufen am 17. Juli 2014.
  21. Homepage des Museums
  22. Neue Stadtgalerie Mannheim in S 4 wird eröffnet. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
  23. Stadtgalerie Mannheim. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
  24. Homepage der KZ-Gedenkstätte Sandhofen
  25. Gerald Drebes: Die "Mannheimer Schule" – ein Zentrum der vorklassischen Musik und Mozart. In: Rhein-Neckar-Dreieck 1992, S. 14–18, online
  26. Mannheim ist “Unesco City of Music” in: Mannheimer Morgen vom 1. Dezember 2014.
  27. Offizielle Website des Jugendkulturzentrums FORUM
  28. Jugendkulturzentrums FORUM – Räume
  29. Jugendkulturzentrum FORUM – Programm
  30. fresh! Mannheim
  31. Girls Go Movie
  32. Augenblick Theater
  33. Jugendkulturzentrum FORUM – Gruppen und Kurse
  34. Landesschau BW vom 27. März 2014
  35. Der Schreibpool
  36. "gigs, gigs und nochmal gigs"
  37. „Verrückt sein, wie man will“
  38. Werkstatt INTERKUNST
  39. Festival gegen Frei.Wild-Konzert
  40. Blühende Schuhe werben für Beteiligung
  41. Augenblick Theater – Über uns
  42. „Lebensgefühl in Filmszenen umgesetzt“
  43. Interview mit Rainer Döhring
  44. Der Schreibpool
  45. Homepage des SJR Mannheim
  46. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  47. Mannheimer Morgen 30. September 2011
  48. Hafen Mannheim
  49. Website Polizei Mannheim
  50. Struktur des Polizeipräsidiums Mannheim
  51. Website Polizeimusikkorps Mannheim
  52. US-Standort schrumpft weiter. In: Mannheimer Morgen. 15. Januar 2011, abgerufen am 4. April 2014.
  53. Studierendenstatistik Herbstsemester 2013/2014. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 21. Februar 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.