Ali Mahdi Mohammed

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ali Mahdi Mohammed (arabisch ‏علي مهدي محمد‎) (* 1939) ist ein somalischer Politiker und Kriegsherr, der sich 1991 nach dem Sturz des Diktators Siad Barré zum neuen Präsidenten des Landes ausrief. Die Namenswahl Mahdi soll an einen früheren Nationalhelden Somalias, Mohammed Abdullah Hassan, erinnern.

Obwohl Mahdi Vorsitzender des United Somali Congress (USC) war, der bei der Einnahme Mogadischus und dem Sturz Barrés die führende Rolle gespielt hatte, stieß sein Anspruch, daher automatisch zum neuen Präsidenten berufen zu sein, auf Widerstand seitens des USC-Milizführers Mohammed Farah Aidid. Noch 1991 kam es zur Spaltung des USC, der Hauptstadt und des Landes. Ein Bürgerkrieg begann, die UNOSOM konnte die rivalisierenden Parteien nicht versöhnen.

Obwohl sich Aidid nach dem Abzug der US-Truppen zum Gegenpräsidenten ausrufen ließ, wechselte sein wichtigster Geldgeber und Verbündeter, Osman Hassan Ali "Ato", zu Mahdi über und bildete mit diesem sowie Abdullahi Yusuf Ahmed seit 1997 einen instabilen Staatsrat, in dem Mahdi nur mehr den Vorsitz ausübte, aber nicht als Präsident galt. Aidids Nachfolger und Verbündete bildeten eine Art Gegenregierung.

Mit der Einigung auf zwei weitere Übergangsregierungen bzw. Interimspräsidenten seit 2000 (siehe Transitional National Government) verschwand Mahdi weitgehend in der Bedeutungslosigkeit.