Somalia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den ehemaligen Staat Somalia. Für den danach benannten Himmelskörper siehe Somalia (Asteroid); für den Fußballspieler siehe Somália.
Jamhuuriyadda Federaalka Soomaaliya (Somali)
جمهورية الصومال الفدرالية
Ǧumhūriyyat aṣ-Ṣūmāl al-Fidirāliyya (arab.)
Bundesrepublik Somalia
Flagge Somalias
Wappen Somalias
Flagge Wappen
Amtssprache Somali und Arabisch[1]
Hauptstadt Mogadischu
Staatsform parlamentarische Bundesrepublik
Regierungssystem parlamentarisches System
Staatsoberhaupt Präsident
Hassan Sheikh Mohamud
Regierungschef Premierminister
Abdiweli Sheikh Ahmed
Fläche 637.657 km²
Einwohnerzahl 7,5 bis 12,9 Millionen (2009)(*)
Bevölkerungsdichte 13,90 Einwohner pro km²
Währung Somalia-Schilling (SOS)
Gründung
Unabhängigkeit 1. Juli 1960 (der Süden von Italien)
26. Juni 1960 (der Norden vom Vereinigten Königreich als State of Somaliland).
Nationalhymne Qolobaa Calankeed
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen SO
ISO 3166 SO, SOM, 706
Internet-TLD .so
Telefonvorwahl +252
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Lesotho Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Madeira Spanien Kanaren Kap Verde Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Îles Éparses Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Antarktika Südgeorgien (Vereinigtes Königreich) Paraguay Uruguay Argentinien Bolivien Brasilien Frankreich (Französisch-Guayana) Suriname Guyana Kolumbien Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Barbados Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan RusslandSomalia on the globe (Africa centered).svg
Über dieses Bild

Somalia (Somali Soomaaliya; arabisch ‏الصومال‎, DMG aṣ-Ṣūmāl) oder Bundesrepublik Somalia bezeichnet einen föderalen Staat im äußersten Osten Afrikas am Horn von Afrika. Der Name ist vom Volk der Somali abgeleitet, das die Bevölkerungsmehrheit bildet und auch in den Nachbarländern ansässig ist.

Somalia entstand aus dem Zusammenschluss der Kolonialgebiete Britisch- und Italienisch-Somaliland, die 1960 („Afrikanisches Jahr“) gemeinsam unabhängig wurden. Das Staatsgebiet grenzt an den Indischen Ozean im Osten, den Golf von Aden im Norden, Dschibuti und Äthiopien im Westen und Kenia im Süden. Nach dem Sturz der autoritären Regierung unter Siad Barre 1991 existierte aufgrund des noch andauernden Bürgerkrieges mehr als 20 Jahre lang keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die ab dem Jahr 2000 unter dem Schutz der internationalen Staatengemeinschaft gebildeten Übergangsregierungen blieben weitgehend erfolglos; sie vermochten zeitweise kaum die Hauptstadt unter ihrer Kontrolle zu halten. Weite Teile des Landes fielen in die Hände lokaler Clans, Kriegsherren, radikal-islamistischer Gruppen oder Piraten.

Auf dem Staatsgebiet haben sich verschiedene De-facto-Regimes gebildet. Von diesen strebt jedoch nur Somaliland im Nordwesten seit 1991 nach internationaler Anerkennung als eigenständige Nation. Die übrigen, darunter Puntland, Galmudug und Azania, beanspruchten zwar Autonomie als selbstverwaltete Teilstaaten, haben die Idee des gemeinsamen somalischen Staates aber nicht aufgegeben. Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung am 1. August 2012 sind diese autonomen Teilstaaten nun Mitglieder der neuen Bundesrepublik Somalia (zuvor Republik Somalia). Erfolge gegen die radikal-islamistischen Milizen im Jahr 2012 ermöglichten es, im September 2012 erstmals auch wieder eine gemeinsame somalische Regierung zu wählen und mit der Reorganisation staatlicher Strukturen zu beauftragen, die zunehmend von anderen Staaten und internationalen Organisationen als Vertretung Somalias anerkannt wird.

Geografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geografie Somalias
Hügel in Nordsomalia/Somaliland

Somalia liegt im Osten des afrikanischen Kontinents, am Horn von Afrika auf der Somali-Halbinsel. Der nördliche Teil des Landes ist größtenteils bergig und liegt im Somali-Hochland durchschnittlich 900 bis 2100 m über dem Meeresspiegel; der höchste Berg ist der Shimbiris (2460 m). Nach Süden hin erstreckt sich ein Flachland mit einer durchschnittlichen Höhe von 180 m. Die Flüsse Jubba und Shabeelle entspringen in Äthiopien und fließen durch den Süden Somalias und damit durch die Somali-Wüste in den Indischen Ozean. Die Küstenlinie ist 2720 km lang.

Somalia wird durch Monsunwinde, ein ganzjähriges heißes Klima, unregelmäßige Regenfälle und stetig wiederkehrende Trockenperioden beeinflusst. Außer in den Berg- und Küstenregionen liegt die durchschnittliche Maximaltemperatur am Tag zwischen 30 und 40 °C. Der südwestliche Monsun sorgt in der Gegend um Mogadischu in den Monaten von Mai bis Oktober für ein relativ mildes Klima. Zwischen Dezember und Februar bringt der nordöstliche Monsun ein ähnliches mildes Klima. In der sogenannten Tangambili-Periode zwischen den beiden Monsunen (Oktober bis November und März bis Mai) ist es heiß und feucht.

Umwelt[Bearbeiten]

Erosion und die Ausbreitung der Wüste sind die wesentlichen Umweltprobleme Somalias. Ursachen sind Überweidung und die Abholzung der verbleibenden Wälder, da Holz die Hauptenergiequelle des Landes ist und seit Ausbruch des Bürgerkrieges in größerem Umfang Holzkohle in die Staaten der Arabischen Halbinsel exportiert wird.

Die Mangrovengebiete zwischen Kismaayo und der kenianischen Grenze im Süden des Landes und die Korallenriffe am Golf von Aden und nahe Kenia sind ebenfalls von Bodendegradation und Schädigung betroffen.

In Abwesenheit einer wirksamen Küstenwache wird vor der Küste des Landes illegale Atommüll- und Giftmüllentsorgung (Verklappung) betrieben,[2] und ausländische Fangflotten überfischen unkontrolliert die Gewässer.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Somalische Kinder

Die Einwohner Somalias heißen Somalier. Gelegentlich wird auch unpräzise die Bezeichnung Somali verwendet, die jedoch nur die ethnischen Somali einschließt, also die Nicht-Somali-Minderheiten im Land nicht umfasst.

Zur Einwohnerzahl Somalias gibt es sehr unterschiedliche Angaben, abhängig davon, auf welchen statistischen Grundannahmen zu Bevölkerungswachstum, Migration usw. seit der letzten Volkszählung in den 1980er Jahren sie basieren. Die Angaben von Berechnungen für die Jahre 2009 bzw. 2010 reichen von 9.832.017[4] bis 13.183.884[5] Einwohnern. Die Vereinten Nationen gehen hingegen von nur 7,5 Mio. Einwohnern aus.[6]

Heute leben 60 Prozent aller Somalier teilweise oder vollständig als Nomaden. 25 Prozent der Menschen leben als Bauern, die sich in der fruchtbarsten Region des Landes zwischen den Flüssen Shabeelle und Jubba niedergelassen haben. Der übrige Teil der Bevölkerung (15 bis 20 Prozent) lebt in städtischen Gebieten. Ende 2007 waren über eine Million Somalier intern vertrieben.[7]

Ethnien[Bearbeiten]

Somalia galt lange als eines der ethnisch homogensten Länder und als „einziger Nationalstaat“ Afrikas, da die große Mehrheit der Bevölkerung zum Volk der Somali gehört. Dieses Bild hat sich gewandelt, seit im Bürgerkrieg die Differenzen zwischen den verschiedenen Clans der Somali sowie zwischen Somali und ethnischen Minderheiten vor allem in Südsomalia deutlicher wurden.[8]

Somali-Clans[Bearbeiten]

Karte der Somali-Clans

Die anteilmäßig bei weitem bedeutendste Ethnie sind die Somali, deren Siedlungsgebiet sich auch auf Ost-Äthiopien (Somali-Region), Dschibuti und Nordost-Kenia erstreckt und die nach heutiger Kenntnis von kuschitisch-afrikanischer und teilweise arabisch-persischer Abstammung sind.

Von großer Bedeutung für Gesellschaft und Politik Somalias ist das Clansystem der Somali, das wahrscheinlich von der Stammesgesellschaft der Araber beeinflusst wurde. Jeder Somali gehört über seine väterliche Abstammungslinie einem Stamm oder Clan an. Die fünf großen Clanfamilien (qaabiil) sind:

Dabei gelten die traditionell nomadisch lebenden Dir, Darod, Isaaq und Hawiye als „echte Somali“ oder Samaal, während die sesshaft-bäuerlichen Rahanweyn als „unechte Somali“ oder als Sab bezeichnet werden. Sie gelten, ebenso wie diverse ethnische Minderheiten, aus Sicht eines Teils der Samaal als nicht gleichberechtigt und unterliegen traditionell einer gesellschaftlichen Benachteiligung.

Jede dieser Clanfamilien zerfällt in eine große Zahl Subclans und „Geschlechter“ (Somali: reer, was „Leute aus“, „Nachkommen von“ bedeutet). Diese umfassen jeweils einige Hundert bis Tausend Männer, die das für Verbrechen fällige Blutgeld (diya, mag) gemeinsam bezahlen bzw. erhalten. Dieses System verschafft dem einzelnen Somali traditionell Schutz für Leben und Eigentum, führt jedoch auch zu Blutfehden, die sich nicht nur auf einzelne Verbrechen beziehen, sondern auch Auseinandersetzungen um Wasser- und Weiderechte und um die politische Macht umfassen.

Minderheiten[Bearbeiten]

Bantu-Bäuerinnen bei Kismaayo, 1993

Nicht-Somali-Minderheiten machen etwa 15 % der Bevölkerung aus. Zu diesen gehören verschiedene schwarzafrikanische Volksgruppen in Südsomalia, die von den Somali zusammenfassend als Jarir („harthaarig“ oder „kraushaarig“) bezeichnet werden. Ein Teil von diesen stammt von Sklaven ab, die im 19. Jahrhundert durch den ostafrikanischen Sklavenhandel aus Tansania, Malawi, Mosambik und Kenia nach Somalia gebracht wurden und sich nach ihrer Flucht oder Freilassung größtenteils im Tal des Jubba niederließen. Sie sind seit den 1990er Jahren als Somalische Bantu bekannt. Für andere Jarir-Gruppen wie etwa die Shidle gilt die Herkunft bis heute als ungeklärt; möglicherweise stammen sie von einer Bevölkerung vor den Somali ab.

Weitere Minderheiten sind Angehörige der Swahili-Gesellschaft und Gruppen von gemischter Herkunft an der Küste (z. B. Bajuni, Brawanesen, Benadiri/Reer Hamar), im ganzen Land verbreitete Gruppen wie die Yibir und Midgan, die auf bestimmte Berufe beschränkt sind, sowie einige Tausend Araber und einige Hundert Inder und Pakistaner.

Sprachen[Bearbeiten]

Hauptsprache Somalias ist das Somali (Eigenbezeichnung Af-ka Soomaali-ga) – eine ostkuschitische Sprache aus dem Sprachzweig der kuschitischen Sprachen und damit Teil der afroasiatischen Sprachfamilie –, das heute von etwa 12 Millionen Menschen in Somalia und angrenzenden Gebieten gesprochen wird. Die Sprache des Somali-Volkes wird in Somalia auch von allen Minderheiten verwendet.

Gedicht von Mohammed Abdullah Hassan in im lateinischen Alphabet geschriebenem Somali

Als Handels- und Bildungssprachen werden auch Arabisch und – als Erbe der Kolonialzeit – Italienisch und Englisch genutzt. Ein kleiner Teil der somalischen Bantu hat die Bantusprache Zigula beibehalten. An der Küste sprechen kleine Minderheiten (die Bajuni in und um Kismaayo und die Brawanesen in Baraawe) Dialekte des Swahili.

Als einziger afrikanischer Staat neben Tansania entwickelte sich Somalia nach seiner Unabhängigkeit weg vom Gebrauch der europäischen Kolonialsprachen. Somalische Nationalisten strebten nach einer Standardisierung und Verschriftung des Somali. Diese wurde 1972 unter Siad Barre verwirklicht und zur Amtssprache gemacht. Somali setzte sich daraufhin rasch in Verwaltung, Bildungswesen und Medien durch, während Italienisch, Englisch und Arabisch entsprechend an Bedeutung verloren.[9] Als Basis für das Standard-Somali diente die vor allem im Norden gesprochene Variante Maha Tiri (Maxaa Tiri); die andere Hauptvariante ist das im Süden verbreitete Maay, daneben gibt es weitere Dialekte.

Die somalische Übergangsverfassung von 2004 legt als offizielle Sprachen Somali (Maay und Maha Tiri) und Arabisch fest. Italienisch und Englisch haben einen Status als Sekundärsprachen.[1]

Religion[Bearbeiten]

Mond und Minarett in Merka

Die Bevölkerung Somalias gehört zu fast 100 % dem sunnitischen Zweig des Islam an. Davon sind etwa 80 % Schafiiten und 20 % Hanafiten. Die einzigen Nicht-Muslime in Somalia sind einige hundert Christen, die fast sämtlich ausländischer Herkunft sind. Die wenigen christlichen Somalier gehören der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche an. Einzelne Missionierungsversuche und der Bau einer Kathedrale mit angeschlossenem katholischem Kloster in Mogadischu in der Kolonialzeit blieben ohne größere Wirkung. Beide wurden während des Bürgerkriegs zerstört. Damit löste sich auch das römisch-katholische Bistum Mogadischu faktisch auf. Der letzte Bischof war bereits 1989 in der Kathedrale erschossen worden.

Die traditionelle Ausübung des Islam in Somalia ist in den Dörfern und unter Nomaden eher gemäßigt und vermischt mit dem Gewohnheitsrecht der Clans. Dort sind die durch missionierende Scheichs verschiedener Sufi-Orden im 19. Jahrhundert verbreiteten Glaubenschulen im Alltag präsent. Die älteste und größte dieser Bruderschaften ist die Qadiriyya, gefolgt von der Salihiyya im Norden. Kleinere Gruppen sind die Dandarawiyya, der Ende des 19. Jahrhunderts von Muhammad ibn Ahmad al-Dandarawi gegründete, am weitesten verbreitete Zweig der Idrisiyya, und die Rifaiyya, ein Ableger der Qadiriyya, der unter arabischen Einwanderern in Mogadischu populär ist. Seit den 1970er Jahren gibt es vor allem in den Städten radikale wahabitische Strömungen, die während des Bürgerkriegs ebenso wie die Religion insgesamt an Bedeutung gewonnen haben.

Seit Ausbruch des Bürgerkrieges gehören islamische Einrichtungen zu den wenigen Institutionen, die Bildung, medizinische Versorgung oder auch Rechtsprechung anbieten. Auf die Lage der Frauen wirkt sich der wachsende Einfluss des Islam unterschiedlich aus: Das islamische Recht bringt ihnen gegenüber dem Gewohnheitsrecht gewisse erbrechtliche Verbesserungen, und einige Geistliche sprechen sich heute auch gegen die weit verbreitete Mädchenbeschneidung aus; andererseits werden Frauen zunehmend gedrängt, sich stärker zu verhüllen oder ganz aus dem öffentlichen Raum zurückzuziehen.[10] Al-Shabaab setzt in Süd- und Zentralsomalia eine strenge Auslegung der Schari’a durch. Sie hat auch Verbindungen zu al-Qaida und hat Dschihadisten aus dem Ausland in ihren Reihen.

Die Verfassung der Übergangsregierung bestimmt den Islam als offizielle Religion der Republik Somalia und legt fest, dass die Gesetzgebung auf der Schari’a basieren soll.[1] Auch die Verfassung des einseitig für unabhängig erklärten Somaliland erklärt den Islam zur Religion der Nation und verbietet das „Propagieren“ – darunter fällt bereits die öffentliche Ausübung – anderer Religionen in Somaliland.[11] Der Abfall vom Islam wird mit drakonischen Strafen, u. a. durch Auspeitschung bestraft.[12]

Soziale Lage[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bildungssystem in Somalia
Klassenzimmer in Hargeysa

Schätzungsweise 13 % der Jungen und 7 % der Mädchen besuchen eine Schule. Unterricht findet heute in Abwesenheit eines offiziellen Bildungssystems hauptsächlich in Koranschulen und privaten Einrichtungen statt. Im faktisch autonomen Somaliland wurde das Bildungswesen seit der Unabhängigkeitserklärung ausgebaut.

Gesundheit[Bearbeiten]

Mangelernährung und Infektionskrankheiten sind verbreitet. 70 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Die Kinderzahl pro Frau liegt bei durchschnittlich 6,1.[13] Die Müttersterblichkeit liegt bei 1200 auf 100.000 Geburten. Die Kindersterblichkeit ist hoch: Vor dem 1. Geburtstag sterben 108 und vor dem 5. Geburtstag 180 von 1000 lebend geborenen Kindern.[14] Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 50,7 bis 51,2 Jahren angegeben.[15][16]

Die Verstümmelung weiblicher Genitalien wird in Somalia an etwa 98 %[17] der Mädchen vorgenommen, meist in der besonders invasiven Form der Infibulation. Diese Tradition war unter der Regierung Siad Barres gesetzlich verboten worden, blieb jedoch weit verbreitet. Im faktisch autonomen Puntland beschloss das Regionalparlament 1999 ein Verbot.[18] Am 8. März 2004 begann eine landesweite Kampagne, in deren Rahmen der damalige Präsident der Übergangsregierung, Abdikassim Salat Hassan, von einem Verbrechen gegen die Religion und gegen die Menschlichkeit sprach. Am 26. Oktober 2005 veröffentlichten islamische Geistliche in Mogadischu eine Fatwa, die sich gegen die Mädchenbeschneidung richtet. Darin wird diese in Afrika weit verbreitete traditionelle Praxis als „unislamisch“ verurteilt.[19]

Der Anteil von HIV-Infizierten wird auf 0,5 %[13] geschätzt und ist damit im afrikanischen Vergleich sehr niedrig. Begründet wird dies mit der islamischen Religion und damit, dass seit Kriegsausbruch verhältnismäßig wenige Menschen von außen in das Land kamen. Das Wissen um Übertragungswege und Prävention von HIV/Aids ist kaum verbreitet.

2008 vermeldete die Weltgesundheitsorganisation, dass durch großangelegte Impfkampagnen das Kinderlähmung verursachende Poliovirus in Somalia ausgerottet worden sei. Das Land war bereits 2002 poliofrei geworden, doch war das Virus zwischenzeitlich aus Nigeria wieder eingeschleppt worden.[20]

Auf der anderen Seite gibt es auch Berichte über einen starken Anstieg von Fehl- und Missbildungen bei Neugeborenen und kleinen Kindern. Bei der Suche nach Ursachen wird ein Zusammenhang mit der illegalen Verklappung von Atom- und Giftmüll vor der Küste angenommen.[2] Aber die diagnostischen Möglichkeiten der Krankenhäuser reichen zu einer Ermittlung der Ursachen nicht aus, und die weiterhin politisch unsichere Lage, vor allem in von islamistischen al-Shabaab-Milizen kontrollierten Küstengebieten, erlaubt keine nähere Untersuchung bereits angespülter Fässer auf einen radioaktiven oder giftigen Inhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Somalias
Teil der Höhlenmalereien in Laas Geel

Die ältesten bekannten Spuren von Menschen im heutigen Somalia wurden in Buur Heybe in Südsomalia gefunden. Es handelt sich um Skelette, die mit der Radiokohlenstoffdatierung auf bis zu 6.000 v. Chr. datiert wurden. Höhlenmalereien in Laas Geel bei Hargeysa stammen aus der Zeit von 4.000 bis 3.000 v. Chr.

Die Vorfahren der Somali wanderten um 500 v. Chr. bis 100 n. Chr. aus dem südlichen äthiopischen Hochland ein und vermischten sich – insbesondere in den Handelsstädten an der Küste, wie Zeila, Hobyo und Mogadischu – mit arabischen und persischen Einwanderern, welche ab dem 7. Jahrhundert auch den Islam einführten. Es entstanden muslimische Sultanate und Stadtstaaten. Im 16. Jahrhundert gerieten die Städte an der Nordküste unter türkische bzw. ägyptische Herrschaft, jene an der südlichen Benadirküste kamen im 17. Jahrhundert unter die Oberhoheit Omans bzw. im 19. Jahrhundert Sansibars.

Ende des 19. Jahrhunderts erfuhr das von Somali bewohnte Gebiet seine bis heute nachwirkende Aufteilung. Der Norden des heutigen Somalia wurde von Großbritannien als Britisch-Somaliland, der Süden und Osten als Italienisch-Somaliland von Italien kolonialisiert. Am 1. Juli 1960 wurden die beiden Kolonien gemeinsam als Somalia unabhängig. Erster Präsident des Landes wurde Aden Abdullah Osman Daar, ihm folgte 1967 Abdirashid Ali Shermarke.

Das Verhältnis zu den Nachbarstaaten war wegen der von Somalia gestellten Gebietsansprüche (siehe Groß-Somalia), insbesondere auf die heute äthiopische Region Ogaden, gespannt. Auch innenpolitische Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden und Osten, zwischen Clans und Parteien bestanden weiter. 1969 wurde Präsident Shermarke von einem Leibwächter getötet, woraufhin pro-sowjetische Militärs unter Siad Barre die Macht übernahmen.

Barre lehnte sich zunächst an die Sowjetunion an, versuchte einen „wissenschaftlichen Sozialismus“ einzuführen und den traditionellen Einfluss der Clans einzuschränken. 1977/78 führte er den Ogadenkrieg gegen Äthiopien, den Somalia verlor. Weil die Sowjetunion in diesem Krieg das gegnerische, kommunistische Derg-Regime Äthiopiens unterstützte, wandte sich Siad Barre wirtschaftlich und politisch von der Sowjetunion ab und den USA zu. Im Inneren regierte er zusehends diktatorisch, verschiedene Clans waren Repressionen ausgesetzt. Mehrere Rebellengruppen begannen einen bewaffneten Kampf gegen die Barre-Regierung, was 1991 zu deren Sturz führte.

Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Somalischer Bürgerkrieg

Die siegreichen Rebellengruppen konnten sich jedoch nicht auf eine Nachfolgeregierung einigen. Der am Sturz Barres führend beteiligte United Somali Congress zerbrach infolge des Machtkampfes seiner Führer Mohammed Farah Aidid und Ali Mahdi Mohammed. Somalia zerfiel in umkämpfte Machtbereiche von Clans und Kriegsherren. Der Norden des Landes erklärte sich als Somaliland einseitig für unabhängig, ohne hierfür internationale Anerkennung zu erreichen.

Bewaffnete auf einem Technical in Mogadischu

Für die Bevölkerung hatten die Kämpfe und Plünderungen eine Verschlechterung der Versorgungs- und Sicherheitslage bis hin zur Hungersnot im Süden des Landes zur Folge. Ab 1992 sollte deshalb die UN-Mission UNOSOM unter US-amerikanischer Führung die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe sichern und den Frieden wiederherstellen. Nach den Ereignissen der „Schlacht von Mogadischu“ im Oktober 1993 zogen die USA jedoch ihre Truppen wieder aus dem Land ab. 1995 musste sich auch die UNOSOM II ohne Erfolg zurückziehen. Die Kampfhandlungen gingen weiter, wenn auch weniger intensiv. Im praktisch autonomen Somaliland blieb es seit 1996 weitgehend friedlich. Nach diesem Vorbild gründete der Harti-Darod-Clan in Nordostsomalia die autonome Region Puntland. Die Rahanweyn versuchten in Südwestsomalia ebenfalls, eine Regionalregierung zu etablieren, scheiterten jedoch, weil Südwestsomalia wie auch Jubaland umkämpft blieb. In der Hauptstadt Mogadischu bekämpften sich verschiedene Kriegsherren und Milizen der Hawiye.[21]

2000 wurde nach Friedensverhandlungen in Dschibuti eine nationale Übergangsregierung für Somalia unter Präsident Abdiqasim Salad Hassan gebildet. Sie war den moderaten Islamisten in Somalia gegenüber freundlich gesinnt, wurde aber von den mächtigen Warlords im Land abgelehnt. Die nationale Übergangsregierung konnte keine Macht in Somalia gewinnen und zerfiel 2003. Auf einer Friedenskonferenz in Kenia wurde 2004 eine neue föderale Übergangsregierung unter Präsident Abdullahi Yusuf Ahmed etabliert. Sie hatte nicht die Unterstützung der Islamisten und der meisten Hawiye, die Mogadischu kontrollierten. Diese neue Übergangsregierung ließ sich daraufhin in Baidoa nordwestlich von Mogadischu nieder. Mitte 2006 eroberte die Union islamischer Gerichte Mogadischu und weite Landesteile von den bis dahin dort herrschenden Kriegsherren, setzte ein gewisses Maß an — unterschiedlich streng gehandhabter — Ordnung nach der Scharia durch und kämpfte an den Grenzen der beiden Machtbereiche gegen die Übergangsregierung.

Das benachbarte Äthiopien fühlte sich von der Union bedroht, da es eine islamistische Vereinnahmung seiner eigenen muslimischen Bevölkerung fürchtete und Teile der Union zum Dschihad zur Eroberung des heute äthiopischen, mehrheitlich von Somali bewohnten Gebietes Ogaden aufgerufen hatten. Am 24. Dezember 2006 erklärte Äthiopien der Union offiziell den Krieg, marschierte in Somalia ein und konnte in wenigen Tagen die Union verdrängen. Die Übergangsregierung versuchte sich mit militärischer Unterstützung Äthiopiens in Mogadischu und im übrigen Land zu etablieren,[22] stieß jedoch auf erheblichen Widerstand von Islamisten, verschiedenen Clans und weiten Teilen der Bevölkerung, die die äthiopische Militärpräsenz ablehnten.[23]

2007 und 2008 lieferten sich regierungstreue Truppen und deren diverse Gegner vor allem in Mogadischu heftige Kämpfe, die Hunderttausende in die Flucht trieben.[24] Tausende Zivilisten wurden getötet, und über eine Million mussten zeitweise aus ihren Häusern vor allem in Mogadischu fliehen. Anfang 2009 zogen die äthiopischen Truppen wieder aus Somalia ab. Die militanten Islamisten waren nicht besiegt worden, sondern waren im Gegenteil deutlich stärker geworden. Im Kampf gegen die brutale äthiopische Besatzung hatten sie in den Augen vieler Somalier (auch in der Diaspora) an Legitimität gewonnen.[25] Der gemäßigte Islamist Sheikh Sharif Sheikh Ahmed wurde neuer Präsident der Übergangsregierung, die jedoch weiterhin von der radikaleren al-Shabaab bekämpft wird. 2009 verloren die Regierungstruppen fast überall im Land an Einfluss. Vor allem in Südsomalia übernahmen die islamistischen Gruppierungen al-Shabaab und Hizbul Islam die Macht und bekämpften sich auch gegenseitig.[26]

Die USA unterstützen die somalische Übergangsregierung politisch, durch finanzielle Hilfen und mit Waffen. Sie stufen die radikalislamische Miliz al-Shabaab als Terrororganisation ein, die mit al-Qaida zusammenarbeitet. Die USA haben auch mehrmals gezielte Luftangriffe auf Einrichtungen der Islamisten durchgeführt. Die Europäische Union unterstützt finanziell die Übergangsregierung und die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AMISOM) zu ihrem Schutz.

Die Kampfhandlungen waren auch 2009 und 2010 vornehmlich auf Mogadischu konzentriert. Hier starben weiter tausende Menschen oder wurden zu Flüchtlingen. Die militanten Islamisten, besonders al-Shabaab, kontrollierten bis Ende 2010 den Großteil Süd- und Zentralsomalias. Die Übergangsregierung unter Sheikh Sharif Sheikh Ahmed musste sich in Teilen Mogadischus verschanzen und wurde täglich von mehreren tausend AMISOM-Soldaten beschützt. Al-Shabaab unterwarf die Bevölkerung strikten Regeln, denen eine extreme Interpretation des Islam zu Grunde lag. Jede Zuwiderhandlung sowie der bloße Verdacht, mit dem Feind zusammenzuarbeiten, wurden hart bestraft. Es gab aber durchaus auch Somalier, die al-Shabaab zugute hielten, dass sie Ruhe und Ordnung herstellte und die Kriminalität wirksam bekämpfte.

Mitte August 2010, zu Beginn des Fastenmonats Ramadan, starteten al-Shabaab und Hizbul Islam eine gemeinsame, großangelegte Militäroffensive, um TFG und AMISOM endgültig zu besiegen. Zusammen hatten die Islamisten ungefähr 8000 Kämpfer. AMISOM hatte inzwischen fast die Sollstärke von 8000 Mann erreicht. Auch das TFG hatte 2010 ungefähr 3000 eigene Soldaten zur Verfügung, dank Militärhilfe der USA und Training (auch durch private Militärunternehmen), das vornehmlich mit Geldern von EU-Ländern bezahlt wurde. Die Offensive geriet rasch ins Stocken. Die Gründe waren die militärische Stärke des Gegners und Spannungen innerhalb des islamistischen Lagers. Hizbul Islam zerfiel zusehends. Viele ihrer Truppen desertierten, einige liefen zum TFG über. Im Dezember 2010 wurden die Reste von Hizbul Islam offiziell in al-Shabaab integriert. Dies sorgte innerhalb von al-Shabaab für Unruhe.

Der UNO-Sicherheitsrat gewährte im Dezember 2010 die Erhöhung der maximalen Truppenstärke von AMISOM um 4000 auf 12.000 Soldaten. Ab Februar 2011 gingen das TFG und AMISOM, unterstützt von ASWJ-Einheiten und Teilen der äthiopischen und kenianischen Armee, gegen al-Shabaab vor. Die Hauptkampfplätze waren Mogadischu, die Region Gedo in Westsomalia und Teile Zentralsomalias. Al-Shabaab war angeschlagen und verlor zunehmend an Rückhalt in der Bevölkerung. Ein Grund dafür war die unbefriedigende Reaktion der al-Shabaab-Führung um Emir Ahmed Abdi Godane auf die sich seit Monaten zuspitzende Dürre in Somalia. Als der Hunger begann, weigerte sich al-Shabaab, internationale Hilfe zuzulassen. Die Hungersnot wurde vom Sprecher der Gruppe im Juli 2011 als westliche Propaganda dargestellt. Im August 2011 mussten sich al-Shabaab aus Mogadischu zurückziehen. Auch in anderen Teilen Süd- und Zentralsomalia geriet al-Shabaab in Bedrängnis. Es gelang dem TFG und seinen Unterstützern bis Mitte 2011 jedoch nicht, al-Shabaab entscheidend zu schlagen.

Intervention Kenias[Bearbeiten]

Zwei Bataillone der kenianischen Streitkräfte (Kenya Defence Forces; KDF) mit rund 2400 Soldaten marschierten in der Operation Linda Nchi (deutsch: Verteidigt die Nation) am 16. Oktober 2011 in Somalia ein, um Al Shabaab zu bekämpfen. Die kenianischen Truppen rückten auf Afmadow und die für al-Shabaab wirtschaftlich und finanziell wichtige Hafenstadt Kismayu im Süden Somalias zu. Auch die kenianische Luftwaffe flog Einsätze gegen Stellungen der al-Shabaab, u.a. gegen ein Ausbildungslager in Jilib. Auslöser für die Militäraktion waren Entführungen von Ausländern in Kenia. Bis Februar 2012 konnte die kenianische Armee rund 110 km tief nach Somalia vordringen und kontrolliert nach eigenen Angaben eine Fläche von 95.000 km².

Föderalisierung[Bearbeiten]

Am 1. August 2012 nahm das Parlament Somalias eine neue provisorische Verfassung an. Mit ihr wurde die Übergangsregierung Somalias abgelöst und erstmals wieder eine normalisierte Staatsordnung hergestellt. Somalia wurde in eine Bundesrepublik umgewandelt, wobei zunächst noch keine Teilstaaten gebildet wurden. Laut Verfassung sollten die Abgeordneten bestimmen, über wie viele Teilstaaten Somalia verfügen werde. Allerdings könnten sich zwei oder mehr Regionen von sich aus zu Bundesstaaten zusammenschließen.

Als erster Bundesstaat wurde im August 2013 Jubaland im Rahmen eines Versöhnungsabkommens von der Bundesregierung anerkannt. Es besteht aus den Regionen Gedo, Jubbada Hoose und Jubbada Dhexe. Ein Jahr später wurde ein zweiter Bundesstaat in Zentralsomalia geschaffen, der die Regionen Mudug und Galguduud umfassen soll. Die vor Ort existierenden De-facto-Regimes der Ahlu Sunna Waljama'a-Miliz, Galmudug und Himan & Heeb sollen gemeinsam neue Strukturen etablieren.

Politik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Politik Somalias
Flagge Somalias seit 1960, heute nur von der Übergangsregierung verwendet
Karte der politischen Lage in Somalia
(6. Juli 2014)

Somalia hat seit 1991 keine im gesamten Land anerkannte nationale Regierung. Im Norden streben Teile des Landes ganz offen nach Unabhängigkeit (Somaliland) oder haben sich zu autonomen Teilstaaten Somalias erklärt (Puntland und Galmudug). In weiten Teilen im Süden und Zentrum von Somalia herrschten zumindest bis vor kurzem lokale Clans, Kriegsherren, islamistische Gruppen oder unklare Verhältnisse. In der Region Himan & Heeb bildet der ehemalige IT-Berater Mohamed Aden eine Art informelle Regierung.[27]

Die Übergangsregierung Somalias ist international anerkannt und repräsentiert das Land in den Vereinten Nationen, der Arabischen Liga und anderen internationalen Organisationen. Seit ihrem Bestehen 2004 hat sie sich im Land selbst aber noch nicht durch die Schaffung von Ruhe und Ordnung und die Bereitstellung von Dienstleistungen ausgezeichnet. Im Gegenteil, die Übergangsregierung ist intern seit Jahren zerstritten, und ihren Anführern wird immer wieder vorgeworfen, korrupt zu sein und sich auf Kosten der eigenen Bevölkerung an ausländischer Hilfe zu bereichern. Seit Anfang 2011 sieht es zum ersten Mal so aus, als ob die Übergangsregierung die Macht in Mogadischu und Teilen Südsomalias übernehmen könnte – bisher aber nur mit massiver militärischer Hilfe von AMISOM, Kenia und Äthiopien. Ob der mögliche militärische Sieg über al-Shabaab schon eine wirkliche Wende für Somalia nach über zwanzig Jahren Staatslosigkeit und Bürgerkrieg bedeutet, ist fraglich. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich in kurzzeitige Interventionsmaßnahmen – gegen die Terroristen und die Piraten – verrannt und interveniert nun gegen den Hunger, ohne ein wirkliches Konzept zu haben.[28]

Somalia wird oft als „gescheiterter Staat“ bezeichnet. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2010 von Transparency International liegt es auf dem letzten Platz;[29] gemäß Mo Ibrahim Foundation ist es das am schlechtesten regierte Land Afrikas.[30] Bezüglich Pressefreiheit steht das Land laut Reporter ohne Grenzen auf 159. Stelle von 169 Staaten.[31] Anfang 2012 tauchte erstmals die Idee auf, Somalia in eine Bundesrepublik zu verwandeln. Dazu sehen weitere politische Reformen vor, dass die autonomen Regionen Puntland und Galmudug Bundesstaaten werden und das Parlament verkleinert wird, wobei aber 54 Abgeordnete der Clans dort vertreten sind.[32]

Innere Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage in Somalia ist aufgrund des anhaltenden Bürgerkrieges und der Piratenüberfälle vor der Küste schlecht. Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, die Kriminalität nachhaltig zu bekämpfen. Das deutsche Auswärtige Amt (AA) hat für Somalia eine Reisewarnung ausgegeben und seine Botschaft geschlossen (Stand: September 2012). Ausländer werden immer wieder Opfer von Mordanschlägen und Entführungen, in medizinischen oder kriminalitätsbedingten Notfällen ist keine ausreichende Infrastruktur zur Versorgung vorhanden.[33]

Hungerkrise 2011[Bearbeiten]

Mitte 2011 sind mehr als drei Millionen Menschen und damit mindestens ein Drittel der Bevölkerung Somalias auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Notlage betrifft allerdings nur Südsomalia. Hier fielen der Krieg zwischen den islamistischen al-Shabaab-Milizen einerseits und der Übergangsregierung und den Truppen der AMISOM andererseits ab Anfang 2011 mit dem Höhepunkt einer Dürre zusammen. Viele internationale Hilfsorganisationen hatten Somalia aufgrund der anhaltenden Unsicherheit schon länger verlassen. Andere waren, wie das Welternährungsprogramm (WFP), von den Islamisten aus den von ihnen kontrollierten Gebieten hinausgedrängt worden. Al-Shabaab warf dem WFP vor, die Umsätze der somalischen Bauern zu drücken und Hilfe an Forderungen westlicher Politik zu binden. Tatsächlich leisteten die USA ab 2009 ihre Beiträge für Hilfsorganisationen nur noch, wenn sichergestellt war, dass Leistungen nicht den „Terroristen“ zugutekommen. Krieg, Fanatismus und ausbleibender Regen führten zu einer Hungerkatastrophe, die viele Somalis das Leben kostete oder zu Flüchtlingen im benachbarten Kenia machte. Die Lage im weitgehend friedlichen Nordsomalia, wo mit Somaliland und Puntland zwei de facto autonome Staatsgebilde bestehen, ist weit weniger dramatisch.

Einem Bericht der FAO zufolge starben zwischen Oktober 2010 und April 2012 258.000 Menschen an den Folgen der Nahrungsmittelknappheit im Land.[34]

Menschenrechte[Bearbeiten]

Mitarbeiter von humanitären Organisationen, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger nehmen bei ihrer Arbeit in Somalia große Risiken auf sich und laufen unter anderem Gefahr, entführt oder ermordet zu werden. Auch 2009 wurden gravierende Menschenrechtsverstöße, einschließlich Kriegsverbrechen, nicht bestraft.
Der UN-Generalsekretär, der unabhängige UN-Experte für die Menschenrechtssituation in Somalia und der Beauftragte des UN-Generalsekretärs für die Menschenrechte Binnenvertriebener sprachen in ihren Berichten von Menschenrechtsverstößen, einschließlich der Rekrutierung von Kindern für den bewaffneten Kampf. Appelle aus dem Ausland und von Kräften in Somalia, Verbrechen im Sinne des Völkerrechts endlich strafrechtlich zu ahnden, blieben wirkungslos.
Alle am laufenden somalischen Bürgerkrieg beteiligten Parteien haben in den letzten Jahren schwerste Menschen- und Kriegsrechtsverbrechen begangen. Äthiopische Truppen, die Armee der Übergangsregierung, AMISOM und die islamistischen Milizen Al Shabaab und Hizbul islam haben ihre Waffen unterschiedslos im dicht besiedelten Gebiet (in Mogadischu) eingesetzt. Zudem wurden die Feinde der jeweiligen Seite oft erbarmungslos verfolgt und Verdächtige ohne rechtliches Verfahren eliminiert. Alle Kriegsparteien haben schwerste Übergriffe auf die Zivilbevölkerung Südsomalias begangen. Frauen wurden massenweise vergewaltigt und Männer, Jugendliche und sogar Kinder von allen Parteien im Krieg zwangsrekrutiert.[35][36] Al-Shabaab-Milizen sind zusätzlich für die Tötungen und Bestrafungen von Menschen verantwortlich, die sich ihrer Auslegung des islamischen Rechts nicht beugten. In den von ihnen kontrollierten Landesteilen war ein dramatischer Anstieg öffentlicher Hinrichtungen, darunter auch Steinigungen, zu verzeichnen. Gleiches galt für die Zwangsamputation von Gliedmaßen und Auspeitschungen. Al-Shabaab-Milizen schändeten auch Gräber führender Geistlicher der islamischen Sufi-Gemeinschaft. Außerdem mussten sich Frauen nach bestimmten Regeln kleiden und durften sich nicht frei bewegen.[37][38] Auch die Situation vieler Kinder bereitet Sorgen. Dadurch, dass das Bildungssystem marode ist, haben die Kinder kaum die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. Die Hälfte aller Kinder zwischen fünf und 14 Jahren müssen arbeiten.[39][40] Schätzungen zufolge gibt es ca. 70.000 Kindersoldaten, die von verschiedenen Milizen unter Waffen gehalten werden.[41] In einer Erklärung der UNICEF wurde bekannt gegeben, dass in Somalia der Einsatz von Kindern ansteigt. Kinder ab neun Jahren werden mittlerweile rekrutiert. Die Kindersoldaten werden oft geschlagen oder gar exekutiert, wenn sie von der gegnerischen Seite gefangen genommen werden.[42]

Die Lage der Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen ist in Somalia sehr schlecht. Nach Angaben der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) wird die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen bzw. homosexuelle Handlungen verhängt.[43]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Das Land ist offiziell in 18 Regionen eingeteilt. Diese Einteilung hat seit dem Zerfall des Staates jedoch nur beschränkte praktische Bedeutung:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wirtschaft Somalias
Bauer in Gabiley, Nordost-Somalia/Somaliland
Somali mit Ziegenherde nahe Beledweyne (Belet Uen), Dezember 1993

Somalia gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt, wobei die politische Lage die Erhebung genauer Wirtschaftsdaten schwierig macht.

Schätzungsweise rund 70 % der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Ein Großteil davon lebt als Nomaden oder Halbnomaden mit Kamelen, Schafen und Ziegen, in fruchtbareren Gebieten auch mit Rindern. Ackerbau wird vor allem an den Flüssen Jubba und Shabelle und zwischen diesen beiden Flüssen in Südwestsomalia betrieben, daneben auch in kleineren Gebieten Nordsomalias. Vieh und Bananen sind wichtige Exportgüter.

Des Weiteren werden Fisch, Mais, Hirse und Zucker für den inländischen Bedarf angebaut oder hergestellt. Der kleine industrielle Sektor, der hauptsächlich landwirtschaftliche Nutzgüter produziert, beträgt nur 10 % des BIP. Viele Fabriken wurden wegen des Bürgerkriegs geschlossen.[4] Ein Großteil der somalischen Bevölkerung ist auf Geldüberweisungen von Verwandten im Ausland angewiesen, sodass im Dienstleistungssektor Geldüberweisungsinstitute – die meist nach dem informellen Hawala-System funktionieren – mit stetiger Nachfrage rechnen können.

2008 war auch Somalia infolge von hoher Inflation, Trockenheit, verschlechterter Sicherheitslage sowie globalen Faktoren von steigenden Nahrungsmittelpreisen betroffen.[44] Die Vereinten Nationen gingen im Juni 2008 davon aus, dass in den Folgemonaten bis zu 3,5 Mio. Menschen von Nahrungsmittelhilfe abhängen könnten. Damit wurde die Situation als noch dramatischer eingeschätzt als in Darfur.

Teile der Wirtschaft profitieren von dem Zustand ohne funktionierende Regierung und damit ohne staatliche Steuern und Regulierungen. So gilt das Telekommunikationssystem (siehe z. B. NationLink) als günstiger und zuverlässiger als in den Nachbarstaaten. Da keinerlei staatliche Regulierung vorhanden ist, können aber auch Aktivitäten wie Geldfälschung, die Piraterie vor der somalischen Küste oder der ökologisch problematische Holzkohleexport weitgehend ungestört stattfinden.

Entwicklungszusammenarbeit[Bearbeiten]

Die unsichere politische Lage erschwert vor allem in Süd- und Zentralsomalia die Tätigkeit internationaler Hilfsorganisationen, die hier vorwiegend in der humanitären Hilfe tätig sind. UN-Organisationen wie UNICEF und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen liefern humanitäre Hilfe.[45] Im stabileren Norden (Somaliland und Puntland) wird auch (Wieder-)Aufbau betrieben, dies vor allem mithilfe der Geldüberweisungen von Auslands-Somaliern, aber auch durch internationale Organisationen. Wegen des sichereren Umfeldes fließt die internationale Hilfe für Somalia vermehrt in diese nördlichen Gebiete.

Einheimische Organisationen engagieren sich in diversen Bereichen.

Mitte 2008 töteten radikale Islamisten mehrere ausländische und einheimische Helfer, die sie der „Spionage“ verdächtigten.[46]

Piraterie[Bearbeiten]

Somalia liegt in unmittelbarer Nähe wichtiger internationaler Schifffahrtswege. Zugleich besteht seit Anfang der 1990er Jahre keine wirksame Küstenwache. Unter diesen Umständen hat sich die Piraterie vor der Küste Somalias zu einem profitablen Geschäft und einer Gefahr für die internationale Schifffahrt entwickelt. Somalische Fischer, Bürgerkriegskämpfer und Geschäftsleute nehmen ausländische Schiffsbesatzungen in Geiselhaft, um Lösegeld zu erpressen oder rauben sie aus. Als Ursache für diese Piraterie gilt auch das illegale Eindringen europäischer und asiatischer Fangflotten in somalische Gewässer, wodurch einheimische Fischer ihre Lebensgrundlage verloren und zum Teil auf Piraterie umstiegen.

So stellt die Regierung der teilautonomen Region Puntland laut einem Artikel von IRIN[47] fest, dass die illegale Fischerei durch fremde Fangflotten seit der Präsenz von ausländischen Kriegsschiffen an somalischen Küsten noch zugenommen hat und fordert, dass die Kriegsschiffe auch ausländische Fischer kontrollieren.

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Weil der Staat Somalia faktisch nicht existent ist, gibt es derzeit auch keinen Haushalt für den Gesamtstaat. Die Staatsverschuldung betrug 1993 1,9 Mrd. US-Dollar oder 189 % des BIP.[48] Die Staatsverschuldung wurde 2013 auf ca. 2,2 Mrd. USD (IWF)[49] bzw. 3,2 Mrd. USD beziffert.[50] Die Schulden sollen im Rahmen der HIPC-Initiative erlassen werden.

Kultur[Bearbeiten]

Die Kultur Somalias ist vom Nomadentum, dem Islam und (mündlich überlieferter) Dichtung geprägt.

Küche[Bearbeiten]

Typisches somalisches Canjeero

Die somalische Küche variiert von Region zu Region, insbesondere vom Norden des Landes zum Süden, und enthält Einflüsse von den traditionellen Küchen der Somali, Äthiopier, und mit Abstrichen der Jemeniten, Perser, Türken, Inder und Italiener.

Zum Frühstück gibt es meist Tee und pfannkuchenartiges Brot, welches Canjeero genannt wird. Als Mittagessen wird oft ein gekochtes Hauptgericht auf Reisbasis gekocht, welches häufig mit Kreuzkümmel, Kardamom, Gewürznelken oder Salbei verfeinert wird. Eine abgewandelte Form der italienischen Pasta wird ebenfalls häufig gegessen. Als Getränk dazu gibt es häufig Fruchtsäfte oder Limonaden. Das Abendessen gibt es meist erst gegen 21 Uhr, in der Zeit des Ramadan sogar erst gegen 23 Uhr. Die beliebteste Abendspeise der Somali nennt sich Cambuulo und besteht hauptsächlich aus gekochten Adzukibohnen, Butter und Zucker. Die Kochzeit der Bohnen kann bis zu fünf Stunden betragen. Als Getränk wird abends vor allem mit Kardamom gewürzte Milch getrunken. Zwischendurch werden neben vielen Früchten und Süßwarenspezialitäten wie Halva vor allem spezielle somalische Samosa gereicht.[51]

Musik[Bearbeiten]

K’naan, der wohl bekannteste Künstler des Landes

Musikalisch zeichnet sich das Land vor allem durch die traditionelle somalische Folklore aus. Beim ersten Hören weist die somalische Musik durchaus Ähnlichkeiten mit derer umliegender Gebiete wie Äthiopien, dem Sudan oder Arabien auf, aber beim genaueren Zuhören erkennt man die speziellen somalischen Melodiestile.[52] Eine bekannte somalische Sängerin war Magool (1948–2004). Neben Maryam Mursal (*1950) ist Magools Neffe K’naan (*1978), der mit Wavin’ Flag in zahlreichen internationalen Charts Platz 1 erreichte, der wohl bekannteste lebende somalische Musiker.

Literatur[Bearbeiten]

Im Land gab es seit langem viele Märchen und Volksgeschichten, welche oft von Generation zu Generation weitergegeben wurden und häufig eine Verbindung zum Islam besaßen. In den 1960er Jahren förderten die beiden Periodika Sahan (dt. etwa „Aufklärung“) und Horseed (dt. etwa „Vorhut, Avantgarde“) die Niederschrift der reichen, bis dahin jedoch ausschließlich mündlichen traditionellen Literatur. Die moderne Literatur entwickelte sich erst nach der Verschriftung der somalischen Sprache. Von da an veröffentlichten verschiedene somalische Autoren Romane, welche zum Teil weltweit erschienen, so auch der somalische Romancier Nuruddin Farah, der mit Werken wie Maps (1986) zu einem der bedeutendsten afrikanischen Schriftsteller der Gegenwart wurde. Ein weiterer populärer somalischer Autor war Farah Mohamed Jama Awl, der vor allem durch sein Buch Ignorance is the enemy of love (1974/1982 englisch) berühmt wurde.[53]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Somalia – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Somalia

Literatur[Bearbeiten]

  • Somalia. Aufstehen oder untergehen in Ruinen… Inamo, Herbst 2012
  • Hatem Elliesie: Statehood and Constitution Building in Somalia: Islamic Responses to a Failed State. In: Rainer Grote / Tilmann J. Roeder (Eds.), Constitutionalism in Islamic Countries: Between Upheaval and Continuity, Oxford University Press, Oxford 2012, S. 537–565. ISBN 978-0-199759-88-0.
  • Ioan M. Lewis: Understanding Somalia and Somaliland: Culture, History and Society, 2008, ISBN 978-1-85065-898-6 (englisch).
  • Ali Jimale Ahmed (Hrsg.): The Invention of Somalia, Red Sea Press 1995, ISBN 978-0-932415-99-8.
  • Jutta Bakonyi: Land ohne Staat – Wirtschaft und Gesellschaft im Krieg am Beispiel Somalias, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-593-39528-9.
  • Dieter H. Kollmer, Andreas Mückusch (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte: Horn von Afrika. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-76397-6.
  • Abdirizak Sheikh, Mathias Weber: Kein Frieden für Somalia? 2. Aufl. Frankfurt 2010, ISBN 978-3-934517-11-0.
  • Michael Birnbaum: Krisenherd Somalia. Heyne Verlag, München 2002, ISBN 978-3-453-86109-1.
  • Said Sheikh Samatar: Somalia – Nation in Search of a State. Westview Press, Boulder (Colorado) 1987, ISBN 978-0-86531-555-6.
  • Jasmin Touati: Politik und Gesellschaft in Somalia (1890–1991), Hamburg 1997, ISBN 3-928049-45-3
  • Markus Virgil Höhne und Virginia Luling (Hrsg.): Milk and peace, drought and war: Somali culture, society and politics (Essays in honour of I.M. Lewis). London 2010, ISBN 1-84904-045-1.
  • Markus Virgil Höhne: Somalia zwischen Krieg und Frieden. Strategien der friedlichen Konfliktaustragung auf internationaler und lokaler Ebene Hamburg 2002, ISBN 3-928049-84-4.
  • Maria Brons: Society, Security, Sovereignty and the State in Somalia. From Statelessness to Statelessness? International Books, Utrecht 2001, ISBN 978-90-5727-038-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Somalia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Somalia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Portal:Somalia – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Somalia – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Somalia – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The Transitional Federal Charter of the Somali Republic
  2. a b Paul Moreira: Somalia - Chaos am Horn von Afrika. Somalia und die Giftmüllmafia. In: Dokumentarfilm. arte.TV, 24. Mai 2011, abgerufen am 12. Februar 2014.
  3. UNEP: After the Tsunami – Rapid Environmental Assessment (PDF; 781 kB), Somalia
  4. a b CIA World Fact Book zu Somalia
  5. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.debevölkerungsstatistik.de zur Bevölkerung afrikanischer Staaten (2010)
  6. BBC News: Half of Somalis need aid, says UN, 25. August 2009
  7. UNHCR: Number of displaced in Somalia tops 1 million mark
  8. Catherine Besteman: Unraveling Somalia – Race, Violence, and the Legacy of Slavery, University of Pennsylvania Press 1999, ISBN 978-0-8122-1688-2
  9. David D. Laitin: Politics, Language, and Thought: The Somali Experience, University of Chicago Press 1977, ISBN 978-0-226-46791-7
  10. derStandard.at: Hintergrund: Verwaltung, Steuern, Schulen, Müll-Entsorgung: Keine
  11. The Constitution of the Republic of Somaliland/Chapter One
  12. Somali Convert from Islam Whipped in Public
  13. a b UNICEF Somalia: Statistics, abgerufen am 7. November 2013.
  14. http://apps.who.int/ghodata/?vid=18300&theme=country
  15. http://apps.who.int/ghodata/?vid=61530
  16. http://hdrstats.undp.org/en/countries/profiles/SOM.html
  17. UNICEF Schweiz [www.unicef.ch/sites/default/files/attachments/unicef_fgm_umfrage_2012.pdf Weibliche Genitalverstümmelung in der Schweiz]
  18. U.S. Department of State: I. Laws/Enforcement in Countries where FGM is Commonly Practiced (2001)
  19. dpa-Meldung, in: Ärzte Zeitung, 2. November 2005
  20. WHO: Somalia is again polio-free
  21. Markus Virgil Höhne: Somalia zwischen Krieg und Frieden. Strategien der friedlichen Konfliktaustragung auf internationaler und lokaler Ebene, Institut für Afrika-Kunde 2002, ISBN 3-928049-84-4
  22. BBC News: Somali government seeks control
  23. [3]
  24. BBC News: Living in Somalia’s danger zone
  25. PDF bei webarchive.ssrc.org
  26. Sheikh/Weber: „Kein Frieden für Somalia?“ Frankfurt 2010, S.135–139
  27. Der gefährlichste Auftrag der Welt, in: Die Zeit, 28. Februar 2011
  28. Markus Virgil Höhne: Somalia zwischen Bürgerkrieg und Hungerkatastrophe, Blätter für deutsche und internationale Politik 09/2011, S. 18-22
  29. http://www.transparency.org/policy_research/surveys_indices/cpi/2010/results
  30. Mo Ibrahim Foundation: Ibrahim Index of African Governance
  31. rsf.org: Worldwide Press Freedom Index 2007
  32. Konferenz in London – Hilfe für die Bundesrepublik Somalia, faz.net, 22. Februar 2012, zuletzt abgerufen am 7. November 2013
  33. Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Somalia Zugriff am 30. September 2012
  34. Spiegel Online: Uno-Bericht zu Somalia: 258.000 Menschen sterben bei Hungerkatastrophe vom 2. Mai 2013.
  35. [4] Human Rights Watch
  36. [5] Human Rights Watch
  37. Jahresbericht 2010 Amnesty International
  38. http://www.amnesty.org/en/for-media/press-releases/somalia-girl-stoned-was-child-13-20081031
  39. http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/welt/afrika/somalia
  40. U.S: Department of labor (PDF; 7,9 MB) Report 2007
  41. Gesellschaft für bedrohte Völker Kindersoldaten in Somalia stehen zwischen allen Fronten
  42. UN verurteilen Einsatz von Kindersoldaten
  43. Entwicklungszusammenarbeit zur Stärkung der Menschenrechte von Homo- und Transsexuellen Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den deutschen Bundestag (PDF; 66 kB) Entwicklungszusammenarbeit zur Stärkung der Menschenrechte von Homo- und Transsexuellen vom 12. Oktober 2010
  44. IRIN News: Somalia: Harder times ahead as dry conditions, insecurity persist
  45. Karten zur Präsenz internationaler Organisationen in Somalia
  46. taz.de: Helfer im Visier von Islamisten
  47. Somalia: Livelihoods - and lives - at risk in Puntland, in: IRIN News, 24. August 2009
  48. Atlapedia
  49. Recognition of Somali government opens way to debt negotiations. In: Jubilee Debt Campaign. 1. Mai 2013, abgerufen am 26. August 2013.
  50. Richard Lough, Louise Heavens: IMF help puts Somalia on road to debt relief. In: reuters.com. Reuters, 24. Juni 2013, abgerufen am 7. November 2013.
  51. Ali, Barlin: Somali Cuisine, AuthorHouse 2007. ISBN 1-4259-7706-5.
  52. http://en.wikipedia.org/wiki/Music_of_Somalia
  53. http://www.marabout.de/chronik/laender/somalia.htm

8.316666666666747.3Koordinaten: 8° N, 47° O