Allochthon (Geologie)

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Als Allochthon (Wortschöpfung aus den griechischen Wörtern άλλος - állos = anders, fremd und χθών - chthón = Erde) bezeichnet man in der Geologie vom Bildungsort entfernte, durch Transportvorgänge in fremde Umgebung verbrachte geologische Objekte verschiedener Größenordnungen.

Im kleineren Maßstab können dies Gesteinsbruchstücke, Gerölle und Gletschergeschiebe (Findlinge) sein, im größeren Maßstab Turbidite und Kohle, vor allem aber tektonische Decken. Noch größere ortsfremde Einheiten sind die durch plattentektonischen Transport bewegten Terrane.[1]

Im Gegensatz dazu stehen autochthone Bildungen („vor Ort“).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Autorenkollektiv: Lexikon der Geowissenschaften, Band I, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2000, ISBN 3-8274-0299-9 , S. 56