Amanitenmomide

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Relief aus der Pyramidenkapelle des Amanitenmomide in Meroe (heute im Ägyptischen Museum Berlin, Zustand im Jahr 2005 (nach Rückgängigmachung einer alten Restaurierung))
Relief aus der Pyramidenkapelle des Amanitenmomide in Meroe (heute im Ägyptischen Museum Berlin, Zustand im Jahr 1988)
Pyramide des Amanitenmomide (Pyramide vorne rechts)

Amanitenmomide war ein nubischer König, der wohl im ersten nachchristlichen Jahrhundert regierte.

Belege[Bearbeiten]

Amanitenmomide ist bisher nur von seiner Pyramide Beg. N17 in Meroe bekannt. Der Bau ist mit einer Fläche von 8.6 m mal 8.6 m relativ klein. Vor der Pyramide stand eine Kapelle, deren Dekoration einer Wand Karl Richard Lepsius abbaute und nach Berlin verbrachte. Sechs Blöcke der gegenüberliegenden Wand befinden sich heute im Britischen Museum von London.[1] In dem unterirdischen Teil der Anlage fand man noch Reste von drei Skeletten. Zwei von ihnen gehören Frauen, das dritte einem ca. dreißigjährigen Mann. In ihm werden die sterblichen Überreste des Königs vermutet. Amanitenmomide trug einen nach ägyptischen Vorbild und in ägyptischen Hieroglyphen geschriebenen Thronnamen: Nebmaatre.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Inge Hofmann: Beiträge zur meroitischen Chronologie (= Studia Instituti Anthropos. Bd. 31). Anthroposophisches Institut, St. Augustin 1978, ISBN 3-921389-80-1, S. 139.
  • Laszlo Török (Hrsg.): From the First to the Sixth Centura AD. In: Tormod Eide: Fontes Historiae Nubiorum. Bd. III. From the first to the sixth century AD. University of Bergen, Bergen 1998, ISBN 8291626073, S. 914-916.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marie-Cécile Bruwier, Raymond Betz, Musée royal de Mariemont et al.: Pharaons noirs: sur la piste des quarante jours. Musée royal de Mariemont, Mariemont 2007, ISBN 2-930469-06-4, S. 164-65 (Nr. 81).

Weblinks[Bearbeiten]