Amiga E

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Amiga E, häufiger auch einfach E, ist eine Programmiersprache, die von Wouter van Oortmerssen auf der Amiga entwickelt wurde. Er ist dazu übergegangen diese SHEEP-Programmiersprache für die neue AmigaDE-Plattform und die CryScript-Sprache (auch bekannt als DOG) während der Entwicklung des bekannten Computerspiels Far Cry weiter zu entwickeln.

Amiga E ist eine Kombination vieler Eigenschaften einer ganzen Anzahl von Sprachen, aber folgt in Bezug auf grundlegende Konzepte sehr stark der originalen Programmiersprache C. Die Hauptvorteile von Amiga E sind schnelles Kompilieren (wodurch es möglich ist, es als Ersatz für Skriptsprachen zu benutzen), sehr gut lesbarer Quellcode, ein flexibles Typ-System, ein starkes Modul-System, Exception-Behandlung (keine C++-Variante) und Objektorientierte Programmierung.

Ein Hello-World-Programm in Amiga E sieht folgendermaßen aus:

   PROC main()
      WriteF('Hello, World!')
   ENDPROC

Amiga E wurde benutzt um den Kern der bekannten Amiga Grafiksoftware Photogenics zu erstellen.

Geschichte[Bearbeiten]

1993: Die erste Veröffentlichung von Amiga E.

1997: Die letzte Version von Amiga E wird veröffentlicht (3.3a).

1999: Eine unlimitierter Compiler für Amiga E wird veröffentlicht. LINK

1999: Der Quellcode des Amiga-E-Compilers für den M68K-Assembler wird unter der GPL veröffentlicht. LINK

1999: Die erste Version von CreativE, die auf dem Quellcode von Amiga E basiert, wird veröffentlicht.

1999: Die erste Version von PowerD wird veröffentlicht. (0.01)

2000: Die erste Version von YAEC (Yet Another E Compiler) wird veröffentlicht. (1.0)

2001: Die letzte Version von CreativE (2.12.3) wird veröffentlicht. LINK

2002: Die letzte Version von YAEC wird veröffentlicht (2.5d).

2002: Erste Veröffentlichung von ECX. (1.0)

2003: Die letzte Version von PowerD wird veröffentlicht. (0.20)

2008: Erste Veröffentlichung von PortablE. (r1)

2009: Erste Veröffentlichung von PortablE für Windows. (r4)

Implementierungen[Bearbeiten]

Amiga E, von Wouter van Oortmerssen.[Bearbeiten]

Der erste Compiler, geschrieben in M68K-Assembler. Unterstützt in E geschriebene Tools. Erzeugt direkt M68000 Maschinen-Code.

  • Plattformen: AmigaOS und kompatible.
  • Ziele: AmigaOS mit 68000 CPU.
  • Status: Stabil, ausgereift, eingestellt, Quellcode verfügbar, Freeware.

CreativE, von Tomasz Wiszkowski.[Bearbeiten]

Basiert auf dem GPL-lizenzierten Quellcode von Amiga E und fügt dem Compiler viele Ergänzungen hinzu.

  • Plattformen: AmigaOS und kompatible.
  • Zielsysteme: Wie Amiga E + limitierte Unterstützung zur Generierung von Code, der Rücksicht auf ältere M680x0 CPUs nimmt.
  • Status: Stabil, ausgereift, eingestellt, Quellcode verfügbar, Freeware.

PowerD, von Martin Kuchinka.[Bearbeiten]

Basierend auf der Sprache Amiga E, aber nicht damit kompatibel, wegen Änderungen in der Syntax.

  • Plattformen: AmigaOS und Kompatible.
  • Zielsysteme: AmigaOS 3.0 68020 CPU+FPU, PPC.
  • Status: Stabil, ausgereift, wird weiterentwickelt, Closed Source, Freeware.

YAEC, von Leif Salomonsson.[Bearbeiten]

Komplett neu geschrieben in E. Benutzt externe Assembler und Linker.

  • Plattformen: AmigaOS und Kompatible.
  • Zielsysteme: AmigaOS 3.0 mit 68020 CPU and FPU.
  • Status: obsolet, unvollendet, eingestellt, Closed Source, freeware.

ECX, von Leif Salomonsson.[Bearbeiten]

Ein Kompiler und Werkzeuge komplett neu geschrieben in E, kann sich selbst kompilieren, unterstützt multiple Ziele und fügt viele Ergänzungen hinzu.

  • Plattformen: AmigaOS, AmigaOS 4 und MorphOS.
  • Zielsysteme: AmigaOS 3.0 68020, AmigaOS 4, MorphOS.
  • Status: Stabil, ausgereift, wird weiterentwickelt, Closed Source (war Open Source), Shareware (war Freeware).[1]

PortablE, von Christopher Handley.[Bearbeiten]

Ein Meta-Kompilierer komplett neu geschrieben in E, kann sich selbst kompilieren, unterstützt multiple Ziele.

  • Plattformen: Windows, AmigaOS (68k), AmigaOS 4 (PPC), AROS und MorphOS.
  • Zielsysteme: C++ und Amiga E.
  • Status: Stabil, ausgereift, wird weiterentwickelt, Closed Source, Freeware.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leif Salomonsson: E Compiler X. Abgerufen am 13. August 2010.

Weblinks[Bearbeiten]