Amoroso-Robinson-Relation
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Die Amoroso-Robinson-Relation (nach Luigi Amoroso und Joan Robinson) beschreibt in der Mikroökonomie die Beziehung zwischen Preis, Grenzumsatz und direkter Preiselastizität der Nachfrage.
Der Amoroso-Robinson-Relation kann man Folgendes entnehmen:
- Der Grenzumsatz stimmt mit dem Preis überein, wenn die direkte Preiselastizität der Nachfrage (absolut) unendlich ist (vollkommene Konkurrenz).
- Der Grenzumsatz ist kleiner als der Preis, wenn die direkte Preiselastizität der Nachfrage nicht vollkommen elastisch ist (negativ geneigte Preis-Absatz-Funktion).
- Der Grenzumsatz ist negativ, wenn die direkte Preiselastizität der Nachfrage (absolut) unter 1 liegt. Kein (am Gewinn interessierter) Anbieter bietet daher im unelastischen Bereich an.
Darüber hinaus ist die Amoroso-Robinson-Relation wichtig für die Ableitung des Monopolgrades.
Formal lautet die Relation
wobei
den Grenzumsatz (Grenzerlös),
das Gut,
den Preis des Gutes, und
die Preiselastizität der Nachfrage bezeichnet. Da die Nachfrage auf eine Preiserhöhung standardmäßig rückgängig ist, so ist auch die Preiselastizität der Nachfrage negativ. Dies ist in obiger Formel zu beachten.
