Anlagendeckung

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Hinweistext --DKHL 18:55, 26. Mär. 2011 (CET)

Die Anlagendeckung (auch Anlagedeckung oder Kapitaldeckung) bildet zusammen mit den Liquiditätsgraden und dem Working Capital die Kennzahlen zur horizontalen Bilanzstruktur. Hierbei wird die Aktivseite einer Bilanz mit der Passivseite in Beziehung gesetzt, um pauschale Aussagen über die Finanzierung des Vermögens treffen zu können.

Anlagedeckungsgrad I[Bearbeiten]

Der Anlagedeckungsgrad I setzt das Anlagevermögen in Beziehung zum Eigenkapital:

Anlagedeckungsgrad I: \frac{EK} {AV} [%]

Wird der Wert von 100 % erreicht (in der Praxis sehr selten), so ist die Goldene Bilanzregel im engeren Sinne erfüllt, also das komplette Anlagevermögen über das Eigenkapital finanziert.

Anlagedeckungsgrad II[Bearbeiten]

Für den Anlagedeckungsgrad II fließt zusätzlich das langfristige Fremdkapital in die Berechnung mit ein:

Anlagedeckungsgrad II: \frac{EK + \text{langf. }FK} {AV} [%]

Wird der Wert von 100 % überschritten, so ist die Goldene Bilanzregel im weiteren Sinne erfüllt, also das Anlagevermögen komplett durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert.

Der Anlagedeckungsgrad II gibt an, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristig vorhandenes Kapital gedeckt ist.

Anlagedeckungsgrad III[Bearbeiten]

Die Erweiterte Anlagedeckung bezieht zusätzlich das Umlaufvermögen in die Berechnung ein. Um den Anlagendeckungsgrad 3 berechnen zu können, wird die Information der sogenannten "eisernen Bestände" benötigt. Da diese Information in den meisten Fällen nicht vorliegt, wird der Anlagendeckungsgrad 3 nur sehr selten berechnet.

Erweiterte Anlagedeckung: \frac{EK + \text{langf. }FK} {AV + \text{eiserne Bestände des }UV} [%]

Wird der Wert von 100 % erreicht, so sind Anlagevermögen und Umlaufvermögen durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital vollständig finanziert.