Anton Depauly

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Anton Felix Depauly (* 7. Juni 1798 in Mies, heute: Stríbro, Kreis Plzeň; † 27. April 1866 ebenda) war ein in Österreich wirkender böhmischer Maler.

Als Sohn des Gemeinde-Archivarius Johann Depauly und der Elisabetha geb. Schmid, geboren, ging Anton Felix nach dem Tod des Vaters siebzehnjährig an die Wiener Akademie der bildenden Künste Wien, wahrscheinlich mit Unterstützung seines Onkels, eines Kaufmanns in Stríbro. Nach zehnjährigem Studium (Zeichnen und Historienmalerei) heiratete er und gründete in Wien eine Familie (mit mehreren Kindern). Geführt wurde er in der Residenzstadt als Historien- und Porträtmaler.

Etwa in den 1840er Jahren verließ er jedoch die Stadt und kehrte zu seinen Verwandten in seinem Geburtsort zurück, wo er sich weiterhin als Porträtmaler betätigte.

Franz Schubert, gemalt um 1827 (oder bis Herbst 1828) von Anton Depauly (1798–1866)

Sein Wirken in Wien ist – bis auf 13 Komponisten-Porträts in den Sammlungen des Musikvereins – derzeit noch nicht dokumentiert; die darauf folgenden Jahrzehnte seines Lebens in Böhmen, wo schon weitere vier Ölgemälde von ihm registriert wurden, benötigen ebenfalls noch weiterer Forschung.

Joseph Sonnleithner (aus der bekannten Wiener Familie) gab für seine später an die Gesellschaft der Musikfreunde veräußerte Porträt-Galerie ein Porträt von Franz Schubert in Auftrag, das diesen ohne Brille zeigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna Schirlbauer: Das zeitgenössische Ölporträt Schuberts hat seinen Maler gefunden: Anton Depauly. In: Schubert:Perspektiven. Jg. 4 (2004), S. 145–173
  • Dies.: Joseph Sonnleithners Sammlung in der Portraitgalerie der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Neue Erkenntnisse über ihren Begründer, ihre Bilder und Maler. Mit Abschnitten über die Maler Mähler, Kupelwieser und Depauly und Details über die Entstehung der Sammlung. In: Wiener Geschichtsblätter. – 62 (2007), H. 1, S. 29–64