Argentinisch-Brasilianischer Krieg

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Argentinisch-Brasilianischer Krieg
Datum 10. Dezember 1825 bis 27. August 1828
Ort Südbrasilien und Uruguay
Ausgang Diplomatischer Eingriff Großbritanniens, Unterzeichnung des Vertrags von Rio de Janeiro am 27. August 1828, Unabhängigkeit Uruguays
Konfliktparteien
Brasilien 1822Brasilien Brasilien Vereinigte Provinzen des Río de la PlataVereinigte Provinzen des Río de la Plata Vereinigte Provinzen des Río de la Plata
Die dreiunddreißig OrientalenDie dreiunddreißig Orientalen 33 Orientalen
Befehlshaber
Brasilien 1822Brasilien Pedro I.
Brasilien 1822Brasilien Rodrigo Guedes
Brasilien 1822Brasilien Felisberto Brant
Brasilien 1822Brasilien Carlos Lecor
Vereinigte Provinzen des Río de la PlataVereinigte Provinzen des Río de la Plata Bernardino Rivadavia
Vereinigte Provinzen des Río de la PlataVereinigte Provinzen des Río de la Plata Carlos de Alvear
Vereinigte Provinzen des Río de la PlataVereinigte Provinzen des Río de la Plata William Brown
Die dreiunddreißig OrientalenDie dreiunddreißig Orientalen Juan Lavalleja
Truppenstärke
6.200 (1826) bis 10.800 (1828) 7.700 (1826) bis 11.400 (1828)
Flagge der Provinz Cisplatina
Schwur der 33 Orientalen
Juan Antonio Lavalleja.

Der Argentinisch-Brasilianische Krieg (port.: Guerra da Cisplatina; span. Guerra del Brasil) war eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Argentinien und Brasilien um den Besitz der Banda Oriental (dem rechten Ufer des Río de la Plata; dem heutigen Uruguay). Er begann 1825 und endete 1828 mit der Unabhängigkeit Uruguays.

Verlauf[Bearbeiten]

In der Absicht, die so genannte Banda Oriental unter ihre Kontrolle zu bringen, unterstützten die Argentinier den Anführer der Revolte gegen die brasilianische Herrschaft, Juan Antonio Lavalleja. Nach Jahren des Widerstandes gegen die Brasilianer trafen sich Deputierte aus der ganzen Banda Oriental in Florida und erklärten die Zugehörigkeit zu den Vereinigten Provinzen des Río de la Plata (Provincias Unidas del Río de la Plata, dem heutigen Argentinien). Als Antwort darauf erklärte Brasilien Argentinien den Krieg.

In der Schlacht von Ituzaingó am 20. Februar 1827 besiegte eine argentinisch-uruguayische Armee die Brasilianer. Diese blockierten auf See die Zufahrt nach Buenos Aires. Die Seeblockade lief aber den Handelsinteressen der Briten zuwider, so dass diese schließlich im Konflikt vermittelten.

Ergebnis[Bearbeiten]

Am Ende konnte Brasilien zurückgedrängt werden, aber auch die Hoffnungen der Argentinier erfüllten sich nicht. Unter der Vermittlung und dem Druck der Briten unterzeichneten beide Parteien den Vertrag von Rio de Janeiro, in dem sie die Unabhängigkeit Uruguays anerkannten[1]. Obwohl die Uruguayer die Unabhängigkeit erreichten, waren es die Briten, die am meisten davon profitierten, denn sie erhielten dadurch eine Freihandelszone an der strategisch wichtigen Mündung des Río de la Plata.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Méndez Vives, Enrique (1990). Historia Uruguaya. Montevideo. Editorial De la Banda Oriental.

Literatur[Bearbeiten]

  • Benjamín Nahum, Manual de Historia del Uruguay 1830–1903, Montevideo, 1994

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Argentina–Brazil War – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien