Artemia

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Salzkrebschen
Salinenkrebse (Artemia salina), einer davon mit Eiern

Salinenkrebse (Artemia salina), einer davon mit Eiern

Systematik
Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)
Klasse: Kiemenfußkrebse (Branchiopoda)
Ordnung: Kiemenfüßer (Anostraca)
Familie: Artemiidae
Gattung: Salzkrebschen
Wissenschaftlicher Name
Artemia
Leach, 1819

Artemia (auch Salzkrebschen oder Salzwasserkrebse, engl. brine shrimp) ist der Name einer Gattung von Krebstieren aus der Familie Artemiidae in der Ordnung der Kiemenfüßer (Anostraca). Bekanntester Vertreter der Gattung ist die Art Artemia salina (Salinenkrebs).

Entdeckt wurde die Gattung Artemia 1755 in Lymington, England.

Vorkommen und Lebensweise[Bearbeiten]

Sie sind typische Bewohner von Binnensalzgewässern und können mit ihren Dauereiern das Austrocknen dieser Gewässer überstehen. Auch neue Lebensräume können die Arten durch ihre Dauereier besiedeln, da diese häufig von Wasservögeln verschleppt werden.

Die Tiere ernähren sich von Bakterien und Algen, die sie aus dem Wasser filtern. Durch aktive Salzausscheidung über die Kiemen halten die Krebschen ihren osmotischen Wert konstant, benötigen dafür allerdings bis zu einem Drittel der aus der Nahrung gewonnenen Energie.

Die Fortpflanzung erfolgt sexuell oder über Jungfernzeugung, durch eine bei einigen Arten vorhandene Zwitterdrüse, also Selbstbefruchtung. Artemia können sowohl Eier legen als auch lebende Junge zur Welt bringen.

Vertreter der Gattung Artemia kommen in riesigen Mengen in Salzseen wie dem stark alkalischen Mono Lake in Kalifornien (Art Artemia monica) oder dem Großen Salzsee in Utah vor.

Arten (Auswahl)[Bearbeiten]

Bedeutung in der Aquaristik und Aquakultur[Bearbeiten]

Zuchtbecken für Artemia in der Bucht von San Francisco

Einige Arten der Gattung werden lebend, getrocknet oder gefroren als Fischfutter verwendet. Die Nauplien, die sehr einfach aus den Dauereiern erbrütet werden können, sind ein sehr wichtiges Futtermittel in der Aquakultur und der Aquaristik.[1] Dekapsuliert (geschält) können die Artemia-Eier auch direkt verfüttert werden. Leere Eihüllen oder nichtgeschälte, nichtgeschlüpfte Eier sollten nicht gefüttert werden, da sie unverdaulich sind und bei Jungfischen zu Darmverschluss führen können.

Artemia wird als Zierfischfutter auch in Teichen und Seen in Deutschland gezüchtet und geerntet.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Artemia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rhusmann.de/aqua/artemia.htm (abgerufen am 27. November 2008)
  2. http://www.aquariummagazin.de Bericht in Ausgabe Dez. 2008 (S. 10)