Arthrodese
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Die Arthrodese ist eine operative Gelenkversteifung, die man beispielsweise bei einer schweren Arthrose oder bei einer chronischen Gelenksinstabilität bei Lähmung vornimmt. Sie dient vor allem der Schmerzlinderung. Die Bewegungsfähigkeit im Gelenk wird dabei komplett unterbunden. Dabei wird entweder das Gelenk eröffnet (intraartikuläre Arthrodese) oder nicht eröffnet (extraartikuläre oder paraartikuläre Arthrodese). Die Arthrodese ist eine Alternative zur Gelenkprothese.
Die natürliche (krankheitsbedingte) Gelenkversteifung heißt Ankylose.
Die operative Gelenkversteifung wird öfter an Schulter-, Knie-, Sprung- und Fingergelenken sowie an der Wirbelsäule durchgeführt. Allerdings hat eine Arthrodese weitreichende Folgen. Bei einem versteiften unteren Sprunggelenk, welches im frühen Alter operiert wurde, ist durch die Veränderung der Statik mit der Zeit eine Arthrose der weiter oben folgenden Gelenke (Kniegelenk, Hüftgelenk) mit Sicherheit gegeben. Dies kann weitere Operationen nach sich führen. Weitere häufige Komplikation nach der Operation ist die Ausbildung einer Pseudarthrose, also das neuerliche Entstehen eines (funktionsuntüchtigen) Gelenkes, weil die Knochen des versteiften Gelenkes nicht zusammenwachsen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Roche-Lexikon 5. Auflage - Arthrodese
- Deutsche Assoziation für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie - Die Sprunggelenksarthrodese 1997
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