Aufholeffekt

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Der Aufholeffekt (auch: Catching-up-Effekt) beschreibt folgende Beobachtung: Geht man von einem gegebenen Ausgangspunkt aus, so erreichen arme Volkswirtschaften tendenziell ein schnelleres Wirtschaftswachstum als reichere Länder.

Bereits sehr geringe Investitionen in einer wenig entwickelten Volkswirtschaft würden beispielsweise zu ersten Werkzeugen führen, mit denen eine stark verbesserte Produktion möglich wäre.

Grundlagen der Catching up-Hypothese[Bearbeiten]

Nach der neoklassischen Konvergenzhypothese findet aufgrund unterschiedlicher Ausgangswerte der Kapitalintensität eine Annäherung (Konvergenz) der Pro-Kopf-Einkommen von Volkswirtschaften statt. Die Follower (ärmere Volkswirtschaften) haben eine geringere Kapitalintensität als Leader (reichere Volkswirtschaften) und somit besteht für die Follower ein Aufholpotential. Die neoklassische Konvergenztheorie wird von Moses Abramovitz durch sogenannte „Social Capabilities“ relativiert, d.h. eine Volkswirtschaft muss, um am Aufholprozess teilhaben zu können eine gewisse Basis haben (Rechtssicherheit, Humankapital...). Falls offene Volkswirtschaften vorliegen, kann durch Wissenstransfer, also Austausch von neuen Technologien eine Verstärkung des catching-up-Prozesses entstehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tobias Frisch: Konvergenz und Divergenz im europäischen Integrationsprozess/ EU-Osterweiterung und Migration: Zwei Essays. ISBN 3640521862.

Weblinks[Bearbeiten]