August Gissler

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August Gissler (* 9. September 1857 in Remscheid; † 8. August 1935 in New York City) war ein deutscher Schatzsucher, der von 1889 bis 1908 mit kurzen Unterbrechungen auf der Kokos-Insel lebte.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Gisslers Ziel war der Kirchenschatz von Lima, die goldene Madonna, die um 1820 von Kapitän William Thompson auf der Insel versteckt worden sein soll. Gissler grub im Laufe der Jahre meterlange unterirdische Tunnelsysteme, die noch heute trotz zahlreicher Erdbeben betreten werden können. Gissler war sich seiner Sache sicher, da er zwei Karten aus zwei unterschiedlichen Quellen besaß, die den gleichen Ort als Versteck des Schatzes anzeigten. Parallel suchte Gissler aber auch nach dem Piratenschatz von Benito Bonito.

1897 ernannte ihn die Regierung Costa Ricas sogar zum ersten und einzigen Gouverneur der Kokos-Insel.

Die Gelder für diese Suche wurden hauptsächlich über Investoren bereitgestellt, die in die hierfür eigens gegründete Cocos Plantation Company investierten. Einige Siedlerfamilien lebten deshalb für den Anbau von Tabak gemeinsam mit Gissler auf der Insel. Gissler blieb erfolglos: Er fand in zwanzig Jahren auf der Kokos-Insel lediglich sechs Dublonen am Strand der Wafer Bay.

August Gissler starb fünf Wochen vor seinem 78. Geburtstag am 8. August 1935 verarmt in New York und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Bremer: Die Geheimnisse der Kokosinsel. Abenteurer auf der Suche nach den größten Piratenschätzen der Welt. BoD, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-9655-2.

Weblinks[Bearbeiten]