Aurora (ESA)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ExoMars-Modell auf der ILA 2006 (Berlin)

Aurora ist das Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur weiteren Erkundung des Sonnensystems, insbesondere des Planeten Mars und des Erdmondes.

Das Aurora-Projekt wurde 2001 aufgesetzt und beinhaltet neben der unbemannten Erforschung des Mars und des Erdmondes, bemannte Flüge zum Mond und anschließend eine bemannte Mission zum Mars in internationaler Kooperation nach dem Jahr 2030. Das Aurora-Programm umfasst derzeit folgende Schritte (Stand: Februar 2005 [1]):

  • 2007 - Entry Vehicle Demonstrator (EVD) - Erprobung des Hochgeschwindigkeits-Wiedereintritts in der Erdatmosphäre
  • 2016 - ExoMars - ein Mars-Orbiter und ein großer Mars-Rover zur Suche nach Spuren von Leben
  • 2018 - Technology Precursor Mission - Erprobung neuer Technologien, wie Aerobraking, Aerocapture, elektrische Antriebe und weiche Landung
  • 2018 - 2022 - Mars Sample Return (MSR) - Rückführung von Proben vom Mars zur Erde
  • 2024 - Bemannte Mondmission
  • 2026 - Unbemannte Marsmission als Vorlauf zu der bemannten Mission
  • 2030 - Frachtelemente für die bemannte Marsmission
  • 2033 - Bemannte Marsmission

Teilnehmende Staaten sind (in alphabetischer Reihenfolge): Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden und die Schweiz.

Damit beteiligen sich am Aurora-Projekt derzeit zwölf ESA-Mitgliedstaaten, wobei Deutschland am 12. Juli 2005 dem Programm beitrat. Alle fünf Jahre entscheiden die Mitglieder über das Budget für die kommenden Schritte; die letzte Konferenz fand im Dezember 2005 statt, die nächste findet also im Jahr 2010 statt. Bei der ESA-Konferenz im Dezember 2005 wurde bisher von 14 der 17 Mitgliedstaaten nur die Beteiligung an der ExoMars-Mission bestätigt, womit sich der Start der Entry Vehicle Demonstrator Mission wohl verschiebt oder dieses Projekt komplett gestrichen wird.

Für den Zeitraum 2005 bis 2009 wurden 900 Millionen Euro veranschlagt. Dabei handelt es sich um Schätzungen, da die industriellen Kosten für die Startraketen und die Unterstützung durch die ESA noch nicht feststehen. Allerdings handele es sich bei diesem Betrag nur um sieben Prozent des gesamten ESA-Budgets.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. ESA: The Aurora Programme (PDF, englisch)
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen