BEA Systems

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
BEA Systems Inc.
Logo der BEA Systems Inc.
Rechtsform Incorporated
ISIN US0733251021
Gründung 1995
Sitz San José (Kalifornien)
Leitung Alfred S. Chuang, Gründer und CEO
Umsatz $1,53 Mrd. (2007)
Branche Softwarehersteller
Website Internationale Webseite des Herstellers

BEA Systems, Inc. ist ein 1995 gegründetes US-amerikanisches Softwareunternehmen mit Sitz in San José (Kalifornien).

Seit 1995 ist BEA Systems ein weltweiter Anbieter von Infrastruktur-Software. Der Unternehmensname entstand aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der BEA-Gründer Bill Coleman, Ed Scott und Alfred Chuang. Alfred Chuang ist heute Chairman und CEO. BEA erzielt einen jährlichen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar, unterhält 77 Büros in 37 Ländern und beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter weltweit. BEA ist seit mehr als 25 Geschäftsquartalen in Folge profitabel und hat 15.000 Kunden.

Am 12. Oktober 2007 hat der Softwarekonzern Oracle ein Übernahmeangebot in Höhe von 6,66 Mrd US$ gemacht. Das Angebot von 17 Dollar je BEA-Aktie lag um 21 Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag der Bekanntgabe.

Am 16. Januar 2008 stimmte BEA der Übernahme durch Oracle für 8,5 Mrd US$ zu.[1] Am 29. April 2008 wurde die Übernahme von BEA durch Oracle vollzogen.[2]

Produkte[Bearbeiten]

Die Lösungen von BEA Systems umfassen unter anderem den Applikationsserver BEA WebLogic Server, den Transaktionsmonitor Tuxedo, die Java Virtual Machine JRockit und die Produktfamilie BEA AquaLogic.

Der Applikationsserver BEA WebLogic Server und der Transaktionsmonitor BEA Tuxedo helfen bei der schnellen Entwicklung und Implementierung von Anwendungsprogrammen und der Durchführung und Abrechnung von Transaktionen. BEA bietet eine Plattform unter Verwendung von Technologien und Standards wie Enterprise JavaBeans, XML und CORBA.

BEA WebLogic SIP Server und BEA WebLogic Network Gatekeeper, beide Komponenten der BEA WebLogic Communications Platform, wurden für Telekommunikationsanbieter entwickelt.

BEA AquaLogic Produkte ermöglichen die Entwicklung und den Aufbau serviceorientierter Architekturen (SOA). Services aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden prozessorientiert miteinander verbundenen. BEA AquaLogic stellt eine interoperable Infrastruktur und eine Reihe wiederverwendbarer Infrastruktur-Dienste für die Verwaltung von SOAs und für die Zusammenstellung von Verbundanwendungen zur Verfügung – ungeachtet der zugrunde liegenden Technologien. Die Produktfamilie macht Dienste, die auf einer beliebigen Plattform aufgebaut sind, wie Java Platform, Enterprise Edition 5, .NET, SAP, Oracle, Sybase oder IBM einsatzfähig, indem sie ein Verbindungsgerüst (Backbone) zwischen den Diensten herstellt und eine gemeinsame Service-Infrastruktur nutzt. Damit können Experten für bestimmte Geschäftsprozesse Sicherheits- und Datenpolicies erstellen und Verbundanwendungen auf laufende Dienste konfigurieren, ohne dass neuer Code entwickelt werden muss.

AquaLogic beinhaltet einen Data Service Layer, einen Enterprise Service Bus, eine Prozessmanagement-Suite, ein Portal sowie weitere Softwarebausteine, mit denen einmal entwickelte Services innerhalb einer definierten Geschäftsumgebung wiederverwendet werden können. BEA ermöglicht die serviceorientierte Nutzung von Legacy-Anwendungen und löst Applikationsinseln in Fachabteilungen durch Integration auf.

Die virtuelle Maschine JRockit ist nach Angaben des Herstellers voll kompatibel zur Java-VM von Sun Microsystems. Sie ist speziell für den Serverbetrieb konzipiert worden. Nach Herstellerangaben hat sie daher ein verbessertes Speichermanagement und läuft angeblich stabiler.

In Europa hat BEA kürzlich sein schwedisches Forschungs- und Entwicklungszentrum erweitert. Das Technikerteam dort arbeitet eng mit R&D-Abteilungen auf der ganzen Welt zusammen. Die Aufgaben umfassen strategische Produktplanung, -entwicklung und -wartung sowie Qualitätssicherung und technische Dokumentation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Oracle: BEA stimmt Übernahme zu. In: manager-magazin.de. 16. Januar 2008 (online, abgerufen am 23. Januar 2008).
  2. Pressemeldung von Oracle vom 29. April 2008 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]