Baixa Pombalina

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Rua Augusta in der Baixa Pombalina

Das Gebiet des Baixa Pombalina ist ein Stadtviertel der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Es erstreckt sich über 235.620 Quadratmeter im Zentrum der Stadt nördlich des Praça do Comércio, ungefähr zwischen Cais do Sodré und dem Stadtteil Alfama südlich des Castelo de São Jorge.[1]

Der Bezirk ist ein elegantes Viertel, dessen Aufbau unmittelbar nach dem Erdbeben von 1755 in Auftrag gegeben wurde. Seinen Namen erhielt der Bezirk von Marquês de Pombal, einem portugiesischen Adligen, der von 1750 bis 1777 Premierminister des Landes war und eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau Lissabons spielte. Der Marquis plante die Stadt nach dem Erdbeben nicht mehr nach geographischen Gegebenheiten, sondern entwarf ein streng geometrisches Straßennetz.[1]

Die Baixa Pombalina ist ein gutes Beispiel für die frühe Entwicklung von erdbebensicherem Bauen. Die Belastbarkeit der Anlagen wurde getestet, indem man Truppen des Militärs um architektonische Modelle marschieren ließ, um ein leichtes Erdbeben zu simulieren.[2]

Die portugiesische Regierung nahm die Baixa Pombalina am 7. Dezember 2004 auf die nationale Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe auf.[1]

In der Baixa befindet sich neben der ehemaligen Banco Nacional Ultramarino in der Rua Augusta das Museu do Design e da Moda (MUDE), einem Design- und Modemuseum, u.a. die Apotheke Farmácia Normal.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Beschreibung der Baixa auf der Welterbe-Vorschlagsliste
  2. Anthony N. Penna und Jennifer S. Rivers: Natural Disasters in a Global Environment, John Wiley & Sons (2013), S. 78

Weblinks[Bearbeiten]

38.712946-9.138601Koordinaten: 38° 43′ N, 9° 8′ W