Beichtspiegel

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Katholischer Beichtspiegel Ende des 19. Jahrhunderts, Inhaltsverzeichnis

Als Beichtspiegel bezeichnet man ein Blatt oder Heftchen, das als Hilfsmittel bei der Gewissenserforschung, vor allem in der Vorbereitung auf die Beichte, dient. Beichtspiegel enthalten Fragen zu verschiedenen Lebensbereichen, die der Selbstprüfung und als Unterstützung des Gedächtnisses dienen. Zuweilen sind sie mit Darstellungen Jesu Christi, der Gottesmutter, der Schutzpatrone oder des bußfertigen Schächers in Holzschnitt versehen. Beichtspiegel sind daher für die Anfänge der Holzschnittkunst von Bedeutung.

Historische Beichtspiegel stellen zudem eine wichtige indirekte Quelle der Mentalitätsgeschichte dar, da literarische Zeugnisse abweichenden moralischen bzw. religiösen Verhaltens in der Regel dem Index zum Opfer fielen.

Heute sind Gewissensspiegel genannte Beichtspiegel in katholischen Gebetbüchern wie dem „Gotteslob[1]

Gewissensspiegel im Gotteslob[Bearbeiten]

Angegeben ist im Folgenden die Nummer des Gotteslobes.

  • Gl 61: Erster Gewissensspiegel (kurze Erläuterungen zu den 10 Geboten, vgl. Katholischer Erwachsenen-Katechismus Band 2)
  • Gl 62: Allgemeiner Gewissensspiegel
  • Gl 63: Dritter Gewissensspiegel (Glaube – Hoffnung – Liebe)
  • Gl 64: Vierter Gewissensspiegel (Leben für andere)
  • Für Kinder und Jugendliche:
    • Gl 65: Beichte der Kinder
    • Gl 66: Schülerbeichte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Hrsg. von den Bischöfen Deutschlands und Österreichs und der Bistümer Bozen-Brixen und Lüttich

Weblinks[Bearbeiten]