Beinschiene (Rüstung)

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Griechische Beinschienen (um 500-490 v. Chr.)

Die Beinschiene war ein antiker Beinschutz, der von mehreren Kulturen seit dem Altertum benutzt wurden.

Beschreibung und Verwendung[Bearbeiten]

Beinschienen waren im militärischen Gebrauch Rüstungsteile aus unterschiedlichen Materialien, die zum Schutz der Schienbeine dienten. Sie schützten nur den vorderen Teil des Beines und gingen bis zu den Knien. An der Wade wurden die Beinschienen mit Lederbändern festgebunden. Beinschienen aus Metall waren nur ranghohen Kriegern vorbehalten, so z. B. den Centurionen in der römischen Legion oder den griechischen Hopliten. Dies war auch oft bedingt durch die hohen Anschaffungskosten. Es gibt in den verschiedenen Kulturräumen unterschiedliche Versionen aus vielfältigen Materialien (Bronze, Leder, Holz, Knochen, Eisen, Stahl, Fischgräten und sogar Pflanzenfasern). Sie dienen jedoch alle demselben Zweck.

Geschichte[Bearbeiten]

Beinschienen werden schon im Alten Testament erwähnt, der Riese Goliath trug solche im Kampf gegen David (1 Sam 17,6 EU).

„Er hatte bronzene Schienen an den Beinen …“

– 1. Samuel 17,6 (Einheitsübersetzung)

Beinschienen gab es schon im antiken Griechenland und in Thrakien. Allgemeine Verbreitung erlangte dieses Rüstungsteil aber erst im 1. Jhd. v. Chr. im Römischen Reich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard J. Botterweck, Helmer Ringgren, Heinz-Josef Fabry u.a. (Hgg.): Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament (ThWAT), Kohlhammer Verlag, 10 Bde, 1973ff
  • Emil Kunze: Beinschienen. Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-11-013162-5 (Olympische Forschungen, Band 21).

Weblinks[Bearbeiten]