Benzethoniumchlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Benzethoniumchlorid
Allgemeines
Name Benzethoniumchlorid
Andere Namen
  • Diisobutylphenoxyethoxyethyldimethyl-benzylammoniumchlorid
  • Benzethonii chloridum
  • Hyamine 1622
Summenformel C27H42ClNO2
CAS-Nummer 121-54-0
PubChem 8478
ATC-Code

R02AA09, D08AJ58

Kurzbeschreibung

weißer geruchloser hygroskopischer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 448,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

164–166 °C[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​314​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+330+331​‐​305+351+338​‐​309​‐​310Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Ätzend Umweltgefährlich
Ätzend Umwelt-
gefährlich
(C) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​34​‐​50/53
S: 26​‐​36/37/39​‐​45​‐​61
Toxikologische Daten

368 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Benzethoniumchlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der quartären Ammoniumsalze, Chloride und Phenoletherderivate.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Benzethoniumchlorid ist ein weißer geruchloser feuchtigkeitsempfindlicher hygroskopischer brennbarer Feststoff mit antimikrobieller Aktivität, welcher leicht löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Benzethoniumchlorid wird in der Kosmetikindustrie und bei Arzneimitteln als Konservierungsmittel eingesetzt. Für eine Verwendung in der Lebensmittelindustrie ist Benzethoniumchlorid in Deutschland nicht zugelassen. In der klinischen Diagnostik dient es als Reagenz bei der Bestimmung von Protein in Urin und cerebrospinaler Flüssigkeit (CSF). Als kationisches Detergenz findet Benzethoniumchlorid ferner in der Biochemie als Proteaseinhibitor Anwendung.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 121-54-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2011 (JavaScript erforderlich)
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Applichem: Benzethoniumchlorid

Weblinks[Bearbeiten]