Bidirektional

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Das Attribut bidirektional bedeutet, dass eine Datenübertragung in beide Richtungen Punkt zu Punkt stattfindet. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Funkübertragung, bei der Signale gleichzeitig in beiden Richtungen ausgetauscht werden konnten. Heute wird der Begriff in erster Linie bei der Datenübertragung verwendet, er findet aber auch Anwendung als Beschreibung eines Merkmals beim Vorgang der Vervielfältigung des Erbinformationsträgers DNA, der Replikation.

Bidirektionale Schnittstelle[Bearbeiten]

Kann man mit einer Schnittstelle sowohl Daten empfangen (Receiver) als auch senden (Transmitter), dann ist diese Schnittstelle bidirektional (Transceiver). Das Gegenteil wäre eine unidirektionale Schnittstelle (enthält entweder Receiver oder Transmitter).

Je nach Aufbau des Transceivers ist eine Übertragung in beide Richtungen gleichzeitig oder nur in einer Richtung zur Zeit möglich. Werden Daten zur gleichen Zeit in beide Richtungen auf das gleiche Medium übertragen, so ist eine Unterscheidungsmöglichkeit erforderlich (siehe Vollduplex-Verfahren).

Einfache physische Schnittstellen, die die Information nur mithilfe einer Größe (z. B. zwei verschiedene Spannungspegel) übertragen, verwenden häufig ein Zeitmultiplexverfahren. Eine Übertragung ist nur in einer Richtung zur Zeit (Halbduplex-Verfahren) möglich.

Eine Punkt-zu-Mehrpunktverbindung (Beispiel Konferenzschaltung) wird nicht als bidirektional bezeichnet.

In einem bidirektionalen Ring, der mehrere Netzknoten verbindet, wird der Datenverkehr im Regelfall so gerichtet, dass beide Richtungen einer bidirektionalen Verbindung dieselben Netzknoten entgegengesetzt durchqueren. Im Fehlerfall, bei dem ein Übertragungsweg der beiden ausfällt, kann im Ring eine Protectionumschaltung stattfinden, so dass das unterbrochene Signal den Ring in der anderen Richtung durchläuft.

Drucktechnik[Bearbeiten]

In der Drucktechnik bei EDV-Druckern oder anderen ähnlichen Büromaschinen bezeichnet der Begriff auch eine Methode, bei der das Druckwerk sowohl bei der Hin- als auch in der Rückbewegung Zeichen zu Papier bringt. Der Ausdruck erfolgt dadurch beinahe doppelt so schnell wie beim unidirektionalen Druck. Der Nachteil hierbei ist jedoch oft ein vertikaler Versatz zwischen den beiden Zeilen, die mit einer unterschiedlichen Druckrichtung erzeugt wurden.

Anlagenbau Schalttechnik[Bearbeiten]

Motoren werden bidirektional eingeschaltet, wenn zwei oder mehrere Motoren miteinander und nicht unabhängig voneinander eingeschaltet werden.