Biologische Suszeptibilität

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Unter dem Begriff biologische Suszeptibilität werden alle Phänomene zusammengefasst, die sich auf die mehr oder weniger spezifische Reaktionsfähigkeit biologischen Materials mit meist makromolekularen biotischen oder nichtbiotischen Strukturen beziehen. Umgangssprachlich wird der Begriff mit Empfänglichkeit, Anfälligkeit oder Empfindlichkeit übersetzt (z. B., ob ein Wirt für einen bestimmten Erreger einer Infektionskrankheit empfänglich ist oder ob ein Medikament wirken kann). Gegenbegriff: Resistenz.

Im engeren Sinne wird der Begriff im Zusammenhang mit der Beschreibung und Erklärung von Krankheitsursachen verwendet. Dabei spielt die individuelle molekulare Ausstattung für die Reaktion auf verschiedene externe Noxen (z. B. Bakterien, Viren, „Umweltgifte“) eine wichtige Rolle. Die Kenntnis der dafür verantwortlichen molekularen Strukturen ist sowohl für die Erforschung von Krankheitsursachen als auch die Entwicklung entsprechender Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten von hervorragender Bedeutung.

Für die unterschiedliche individuelle Suszeptibilität für gleiche Noxen werden u. a. folgende Ursachen genetischen Ursprungs diskutiert:

  • Vererbbare genetische Differenzen auf der Grundlage individueller Polymorphismen in DNA-Bereichen, die für die Kodierung wichtiger Strukturen wie z. B. spezifischer Rezeptoren (z. B. Andockstellen für Viren und Bakterien) oder Enzyme verantwortlich sind.
  • Variationen in den DNA-Reparatursystemen, bedingt durch die unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber externen mutationsauslösenden Faktoren.

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