Boudoir

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Boudoir im Stil der Zeit Ludwigs XVI.
Boudoir der Kaiserin Marija Alexandrowna im Winterpalast in der Eremitage (Sankt Petersburg)

Ein Boudoir [budoˈaːr] (frz. boudoir, von frz. bouder = schmollen, schlecht gelaunt sein) bezeichnete ursprünglich einen kleinen, in der Regel elegant eingerichteten Raum, in den sich die Dame des Hauses zurückziehen konnte. Später wurde der Begriff eine allgemeine Bezeichnung für das Ankleidezimmer. Heute ist er noch immer gebräuchlich.

Das Boudoir findet sich häufig als Raumbezeichnung auf Grundrissplänen der sogenannten klassischen Moderne und stellt damit einen festen Begriff in der Architektur dar.

In Frankreich ist die Bezeichnung noch heute für einen Löffelbiskuit gebräuchlich. Dies soll auf die sogenannte „Boudoir-Politik“ Talleyrands zurückzuführen sein. In Deutschland ist der Begriff beim Patentamt für diese Warengruppe durch einen Anbieter geschützt.

Der Boudoirmalerei zugeordnet werden bestimmte, im 18. Jahrhundert für die Verwendung in Privatgemächern vorgesehene Werke mit heiteren und sinnlichen Motiven, beispielsweise Gemälde von François Boucher.

Der Begriff Boudoir wird in jüngerer Zeit weiterhin für einen bestimmten Stil der Fotografie benutzt. Hierbei wird typisch eine Dame in erotischer Wäsche, oft Spitze oder Seide, die in einem gediegen bis historisch wirkenden Wohn-Schlaf-Bereich posiert, als Motiv benutzt. Meist werden hierbei als besonderer Bild-Effekt die Umsetzung in Schwarz-Weiß oder mit Sepia-Effekt bemüht.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wiktionary: Boudoir – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Boudoirs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien