Buddhismus in Sri Lanka

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Buddha-Statue von Avukana (im 5. Jhr. n. Chr. erbaut)
Blick auf den Zahntempel in Kandy

Der Buddhismus in Sri Lanka ist die im Land am weitesten verbreitete Religion. Etwa 69,1 % der Gesamtbevölkerung, davon hauptsächlich Singhalesen, gehören dem Theravada-Buddhismus an.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Bronzestatue von Bodhisattvi Tara, Anuradhapura (8. Jahrhundert n. Chr.)

Nach einer der traditionellen sri-lankischen Chroniken, der Dipavamsa, kam die Lehre Buddhas im 2. Jahrhundert v. Chr. durch den Sohn des indischen Kaisers Ashoka, Mahinda, auf die Insel. Zu dieser Zeit herrschte König Devanampiya Tissa über weite Teile des Landes (Regierungszeit: 307 – 267 v. Chr.). Er konvertierte zum Buddhismus und ließ in Anuradhapura den Sri Mahi Bodhi pflanzen, einem Abkömmling des Pappel-Feigen Baumes, unter dem Siddhartha Gautama die Erleuchtung gefunden haben soll.

Kolonialzeit[Bearbeiten]

Ab dem 16. Jahrhundert folgten von den portugiesischen, niederländischen und britischen Kolonialisten veranlasste christliche Missionierungen in den von ihnen eroberten Gebieten.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann eine landesweite buddhistische Bewegung, die im Land viele Anhänger fand. Einer der Hauptgründe war die Panadura-Debatte zwischen einem christlichen Priester und dem buddhistischen Mönch Migettuwatte Gunananda Thera, den Letzterer für sich entscheiden konnte. Infolgedessen wandten sich immer weitere Teile der Bevölkerung bewusster dem Buddhismus zu.[2]

Zahlen[Bearbeiten]

Anteil der buddhistischen Bevölkerung in den sri-lankischen Distrikten im Jahr 2001 (kursiv 1981)

Entwicklung des Buddhismus von 1881 bis 2001:

Jahr Buddhisten
Zahl %
1881 Zensus 1,698,100 61,53 %
1891 Zensus 1,877,000 62,40 %
1901 Zensus 2,141,400 60,06 %
1911 Zensus 2,474,200 60,25 %
1921 Zensus 2,769,800 61,57 %
1931 Schätzung 3,266,600 61,55 %
1946 Zensus 4,294,900 64,51 %
1953 Zensus 5,209,400 64,33 %
1963 Zensus 7,003,300 66,18 %
1971 Zensus 8,536,800 67,27 %
1981 Zensus 10,288,300 69,30 %
2001 Zensus1
Quelle: [3]

1 Nicht miteinbezogen, da der Zensus von 2001 nur in 18 von 25 Distrikten durchgeführt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Bechert: Buddhismus, Staat und Gesellschaft in den Ländern des Theravada-Buddhismus. Band I: Grundlagen. Ceylon. Göttingen: Seminar für Indologie und Buddhismuskunde der Univ. Göttingen 1988 (= Hamburg 1966).
  • Michael B. Carrithers: „Sie werden die Herren der Insel sein“: Buddhismus in Sri Lanka. In: Heinz Bechert, Richard Gombrich (Hrsg.): Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart. München: C.H. Beck ³2008. S. 140–168.
  • Richard Gombrich: Der Theravada-Buddhismus: Vom alten Indien bis zum modernen Sri Lanka. Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The World Factbook: Sri Lanka. In: CIA World Factbook. Abgerufen am 12. August 2006.
  2. Walter Wijenayake: Ven Migettuwatte Gunananda. In: island.lk. The Island. 20. September 2008. Abgerufen am 29. April 2009.
  3. Statistical Abstract 2008, Department of Census & Statistics