Burg Katzenstein

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Burg Katzenstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Burg Katzenstein
Burg Katzenstein 140707.jpg
Alternativname(n): Cazzenstein
Entstehungszeit: 1099
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Ministeriale
Bauweise: Quader- und Buckelquadermauerwerk
Ort: Dischingen-Katzenstein
Geographische Lage 48° 43′ 25″ N, 10° 23′ 30″ O48.72361111111110.391666666667538Koordinaten: 48° 43′ 25″ N, 10° 23′ 30″ O
Höhe: 538 m ü. NN
Burg Katzenstein (Baden-Württemberg)
Burg Katzenstein

Burg Katzenstein, auch Cazzenstein genannt, ist eine der ältesten erhaltenen Stauferburgen im nach ihr benannten Stadtteil von Dischingen im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Höhenburg befindet sich im Härtsfeld in einem Seitental der Egau nahe der Römerstraße FaimingenOberdorf bei Bopfingen (auch Frankensträßle genannt). Sie liegt auf rund 538 Meter über Normalnull.

Lithographie von Louis Kolb aus der Zeit um 1830

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1099 werden die Herren von Cazzenstein erstmals genannt. Sie waren Lehensleute der Grafen von Dillingen. Im Jahr 1262 nannten sich die Edlen von Hürnheim als Besitzer der Burg „von Katzenstein“; Hermann von Hürnheim-Katzenstein verkaufte die Burg samt Zugehör.

Der Besitz wechselte 1354 an die Grafen von Oettingen. Sie verpfändeten die Burg an die Grafen von Helfenstein, diese belehnten 1382 Berthold von Westerstetten mit Katzenstein. 1572 erlosch die Katzensteiner Linie der Westerstetten. Daraufhin verkauften die Erben des letzten Westerstetters Katzenstein an ihren Lehensherrn, den Grafen von Oettingen.

Im Jahre 1648 steckten die Franzosen die Burg in Brand. Graf Notger Wilhelm von Oettingen-Baldern ließ die Burg ab 1669 wieder erneuern und baute sie zu seiner Residenz aus.

Katzenstein ging nach dem Tod des letzten Grafen von Oettingen-Baldern 1798 an die fürstliche Linie Oettingen-Wallerstein über, um schließlich 1810 dem württembergischen Oberamt Neresheim eingegliedert zu werden.

Seit 1939 ist sie in Privatbesitz, aber trotzdem öffentlich zugänglich.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ein romanischer Bergfried, die um das Jahr 1000 errichtete Kapelle zum Heiligen Laurentius – mit einzigartigen Fresken aus der Übergangszeit von der Spätromanik zur Frühgotik – sowie der Palas sind im Zustand des 17. Jahrhunderts erhalten.

Ansicht des Innenhofs der Burg Katzenstein

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Miller, Gerhard Taddey (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band Baden-Württemberg. 2. Auflage, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-520-27602-X.
  • Michael-Nikolaus-Nomidis Walter, Burgverwalter Burg Katzenstein: Geschichte und Beschreibung der Burg Katzenstein. MissionsDruckerei&Verlag Mariannhill, Reimlingen.
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 6: Ostalb - Wandern und entdecken zwischen Ulm, Aalen und Donauwörth. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1995, ISBN 3-924489-74-2, S. 77–88.

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Burg Katzenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien