Cad Goddeu

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Cad Goddeu oder Kat Godeu („Die Schlacht von Goddeu“, auch „Schlacht der Bäume“ genannt) ist ein walisisches Gedicht, das im Llyfr Taliesin („Buch von Taliesin“) aus dem 14. Jahrhundert überliefert ist. Das in dunklen, fast unverständlichen Versen gehaltene Gedicht von 74 Versen erzählt die Geschichte eines Streits zwischen Gwydyon und Arawn.

Inhalt[Bearbeiten]

Durch den von Gwydyons Bruder Amaethon an Arawn begangenen Diebstahl eines Hundes, eines Rehbockes und eines Kibitzes wird der Kampf ausgelöst. Während dieser Schlacht bekämpfen sich beide Seiten mit magischen Mitteln (Arawn belebt einen Wald), wobei jede Seite unterschiedlichen Geis (Tabu)–Vorstellungen untersteht. Die Kräfte von Gwydyon konnten nur vereitelt werden, wenn der Name seiner Begleiterin, der Dame Achren, erraten wurde; ihr Name soll Bäume bedeuten. Arawns Kräfte konnten andererseits nur vereitelt werden, wenn der Name seines Kämpfers Bran erraten wurde. Gwydyon gelingt es, Brans Namen aufzudecken, und so gewinnt er den Kampf.

Esoterik[Bearbeiten]

In Robert Graves Buch „The White Goddess“ vertritt jeder der 34 Pflanzennamen, die im Kampf kämpften, einen der Buchstaben des druidischen Ogam–Alphabets. Laut Graves umstrittener Hypothese konnte Gwydyon den Kampf gewinnen, weil er den Namen von Bran erriet, da dieser einen Erlenzweig trug – die Erle war laut Graves Interpretation eines der Hauptsymbole Brans in der keltischen Mythologie. Tatsächlich ist fern („Erle“) der irische Symbolname des betreffenden Ogam-Zeichens, bran bedeutet auf walisisch und festlandskeltisch „Rabe“. Graves' Hypothese wird von den meisten Keltologen entschieden abgelehnt (siehe bei Birkhan[1]).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 473, 910 f.