Nolwenn Leroy

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Nolwenn Leroy auf einem von SOS Racisme ausgerichteten Konzert

Nolwenn Leroy (* 28. September 1982 in Saint-Renan, Bretagne, als Nolwenn Le Magueresse) ist eine französische Sängerin.

Biografie[Bearbeiten]

Nach der frühen Entdeckung ihres musikalischen Talents nahm Leroy, Tochter des Fußballprofis Jean-Luc Le Magueresse, während der Schulzeit Geigenunterricht. 1998 lebte sie für ein Jahr als Austauschschülerin in den USA (Cincinnati, Ohio) und schrieb sich nach ihrer Rückkehr am Musikkonservatorium in Vichy ein. 2001 begann sie an der Universität von Clermont-Ferrand ein Jurastudium mit dem Ziel einer diplomatischen Karriere. Animiert durch die erste Folge der Star Academy, einer französischen Variante der Castingshows Anfang der 2000er Jahre, nahm sie Gesangsunterricht bei der durch die Show bekannt gewordenen Gesangslehrerin Armande Altaï.

Eine mögliche Musical-Karriere, für die sie sich erfolgreich beworben hatte, schlug sie aus und nahm an der zweiten Staffel der Star Academy teil. Ende Dezember 2002 stand sie als Siegerin fest.

Mit ihrer ersten Single Cassé konnte sie sich in den französischen und Schweizer Charts platzieren. Auch ihr erstes Album Nolwenn verkaufte sich sehr gut in französischsprachigen Ländern, erreichte Platz 1 und Doppel-Platin in Frankreich (mehr als 600.000 verkaufte Platten) und Platz 2 in der Schweiz und Belgien. 2004 wurde sie bei den NRJ Music Awards als „Französischsprachiger Newcomer“ ausgezeichnet.

Nach einer ausgedehnten Tour und Veröffentlichungen auch im französischsprachigen Teil Kanadas, kehrte sie 2006 mit einem erneuten Nummer-eins-Hit Nolwenn Ohwo! zurück, der von Alain Souchon und Laurent Voulzy geschrieben worden war. Laurent Voulzy produzierte außerdem das wenig später erschienene zweite Album Histoires Naturelles. Für den Verkauf von über 400.000 Platten erhielt sie erneut Platin. Die Songs aus Histoires Naturelles und Nolwenn wurden bei der „Histoires Naturelles Tour“, die im September 2006 gestartet wurde, dargeboten. Das erste Live-Album Nolwenn Leroys wurde Ende Oktober 2007 veröffentlicht.

Le Cheshire Cat & Moi war ein Projekt, das im Jahr 2007 gestartet wurde. Die Songs stammen hauptsächlich von Leroy und Teitur Lassen, mit weiteren Beiträgen von Jonatha Brooke, Rupert Hine, Michelle Featherstone und Mike Errico. Teitur Lassen produzierte das Album, aufgenommen wurden die Songs in Schweden und den Färöern. Es entstand ein komplett akustisches Album, welches im Dezember 2009 veröffentlicht wurde. Die Tour mit dem Titel „Le Cheshire Cat & Vous“ startete 2010.

Am 6. Dezember 2010 erschien Leroys Album Bretonne mit vorwiegend traditionellen Liedern aus der Bretagne, England und Irland. Es wurde Leroys erfolgreichstes Album mit über 1,2 Millionen verkauften Exemplaren.[1] Neben Platz 1 in Frankreich und Belgien erreichte eines ihrer Alben erstmals auch die deutschen Charts und machte sie über den französischsprachigen Raum hinaus bekannt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2][3][4][5][6][7]
FR BE CH DE
2003 Nolwenn 1 1 2
2005 Histoires Naturelles 3 7 44
2007 Histoires Naturelles Tour 25 21
2009 Le Cheshire Cat et Moi 26 32
2010/ 2012 Bretonne 1 1 20 13
2012 Ô filles de l’eau 5 8 35 60

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2][8] Alben
FR BE CH
2003 Cassé 1 1 4 Nolwenn
Une Femme Cachée 40 23 78
Suivre Une Etoile 12 24 44
2004 Inévitablement 31 26
2006 Nolwenn Ohwo! 1 3 29 Histoires Naturelles
Histoire Naturelle 30 39
Mon Ange 14* 6*
2007 J’aimais Tant L’Aimer
Reste Encore
2009 Faut-il, Faut-il Pas ? 6* Le Cheshire Cat et Moi
2010 Suite Sudarmoricaine 26* Bretonne
La Jument de Michao 36 13
Tri Martolod 51 29
Brest
2011 Moonlight Shadow 48 Bretonne (Deluxe Edition)
2012 To France Bretonne (Deluxe Edition)
2012 Juste Pour Me Souvenir Ô Filles de l'Eau

* Französische Downloadcharts (Téléchargements)[9] und Ultratip Belgien [10]

Literatur[Bearbeiten]

  • 2007 : Nolwenn Leroy (Patrick Castells, Christophe Abramowitz. Télémaque)

Quellen[Bearbeiten]

  1. 800.000 bzw. 1,2 Mio. in "Le Télégramme Bretagne Prix Bro Gozh 2012. Nolwenn Leroy", letztere abgerufen 27. Juni 2012
  2. a b lescharts.com: Nolwenn Leroy – Nolwenn (Album); abgerufen am 19. Februar 2012
  3. {lescharts.com: Nolwenn Leroy – Histoires Naturelles (Album); abgerufen am 19. Februar 2012.
  4. {lescharts.com: Nolwenn Leroy – Histoires Naturelles (Tour); abgerufen am 29. Februar 2012
  5. {lescharts.com: Nolwenn Leroy – Le Cheshire Cat & Moi (Album); abgerufen am 29. Februar 2012.
  6. {lescharts.com: Nolwenn Leroy – Bretonne (Album); abgerufen am 29. Februar 2012.
  7. viva.tv: VIVA Album Top 50 – KW 6 2012; abgerufen am 19. Februar 2012.
  8. hitparade.ch: Suche nach: Nolwenn Leroy. Suchergebnisse in der Schweizer Hitparade; abgerufen am 19. Februar 2012
  9. „Mon Ange“ in den französischen Downloadcharts (6. Januar 2007). In: SNEP. Abgerufen am 9. März 2012.
  10. Belgische Singlecharts

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nolwenn Leroy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien