Candombe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
UruguayUruguay Uruguay, Trommeln Candombe, Repique, Piano und Chico.

Ursprünglich ist der Candombe eine folkloristische Tanzbewegungsform der Afro-Lateinamerikaner in Montevideo und Buenos Aires.

Der Candombe in Uruguay wurde im September 2009 auf die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen und zählt somit zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit.[1] In Montevideo erklingen auch heute noch an jedem Samstagnachmittag die Trommeln des Candombe. Dann ziehen Gruppen von Afro-Lateinamerikanern mit einem Trommler durch die Straßen und Lokale und sammeln Geldspenden. Der Candombe kann in Montevideo aber auch eine farbenprächtige Tanztheater-Show der Afro-Lateinamerikaner sein. Der Takt wird von drei Trommeln vorgegeben: piano, chico und repique. Beim Candombe stellen die Tänzer verschiedene traditionelle Figuren dar, beispielsweise den Medizinmann (gramillero), die alte Mutter (mama vieja) und den Besenschwinger (escobero).

Im Tango ist der Candombe gewissermaßen der Vorfahr der heutigen Tänze (Milonga, Tango und Vals), der besonders von den Afro-Lateinamerikanern in den Vororten, den "Arrabales" getanzt wurde. Wie die Milonga ist der Candombe im 2/4-Takt notiert, unterscheidet sich von ihr aber dadurch, dass Trommeln als Rhythmusinstrumente verwendet werden. Aufgrund des verwendeten Taktes wird der Candombe auch häufig auch als "Milonga Candombe" bezeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Candombe and its socio-cultural space: a community practice