Zweizeilige Segge

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Zweizeilige Segge
Zweizeilige Segge (Carex disticha)

Zweizeilige Segge (Carex disticha)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Zweizeilige Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex disticha
Huds.

Die Zweizeilige Segge (Carex disticha) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Durch den Wind erfolgt sowohl die Bestäubung (Anemophilie) als auch die Samenverbreitung (Anemochorie) dieser Pflanzenart. Sie vermehrt sich jedoch auch vegetativ mit Hilfe ihres Rhizoms und ihrer unterirdischen Ausläufer.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Zweizeilige Segge ist eine sommergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 70 cm erreicht. Sie bildet charakteristische lange Ausläufer. Der Durchmesser der Rhizome beträgt nur 2 bis 3 mm. Sowohl der oben raue Stängel als auch die Blätter sich aufgerichtet. Zur Zeit der Fruchtreife kann der Stängel jedoch leicht überhängen. Die Vorderseite der Blattscheide ist grünnervig. Ein grünnerviges Blatthäutchen mit Scheidenhaut ist also vorhanden. Die Laubblätter werden 2 bis 4 mm breit.

Die Pflanze bildet einen 3 bis 7 cm langen Blütenstand aus, der mit 10 bis 25 Ährchen besetzt ist. Die oberen und unteren Ährchen sind meist rein weiblich und nur in der Mitte männlich. Daher wirkt der Ährenstand zur Fruchtreife in der Mitte eingeschnürt. Die Verteilung der Geschlechter im Blütenstand kann jedoch variieren. Die reifen Ährchen sind braun gefärbt. Die Schläuche sind undeutlich schmal geflügelt, etwa 5 mm lang und 2 mm breit und umschließen zwei Narben.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die basenholde nährstoffanspruchsvolle Zweizeilige Segge blüht im Mai und Juni, ist ein Bestandteil von Großseggenrieden und ist vor allem an Ufern von verlandeten Gewässern und extensiv genutzte Feuchtwiesen in ganz Deutschland relativ häufig zu finden. Nur in den Gebirgen und im Mitteldeutschen Trockengebiet kommt sie selten vor. Sie ist des Weiteren in Europa und West-Asien verbreitet. In Ost-Amerika wurde sie als Neophyt vom Menschen eingeschleppt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Fischer, Jena 1994, ISBN 3-334-60830-1
  • E. Foerster: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes - Ein Schlüssel zum Bestimmen im blütenlosen Zustand (Manuskript Kleve-Kellen März 1982)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zweizeilige Segge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien