Chenopodiastrum

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Chenopodiastrum
Bastard-Gänsefuß (Chenopodiastrum hybridum)

Bastard-Gänsefuß (Chenopodiastrum hybridum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Unterfamilie: Chenopodioideae
Tribus: Atripliceae
Gattung: Chenopodiastrum
Wissenschaftlicher Name
Chenopodiastrum
S. Fuentes, Uotila & Borsch
Mauer-Gänsefuß (Chenopodiastrum murale)

Chenopodiastrum ist eine 2012 beschriebene Pflanzengattung aus der Unterfamilie Chenopodioideae in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Die fünf Arten kommen in Eurasien, Nordafrika und Nordamerika vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Chenopodiastrum-Arten sind einjährige krautige Pflanzen ohne aromatischen Duft. Junge Pflanzen besitzen Blasenhaare, die später völlig zusammenfallen und abgeworfen werden, so dass die Pflanzen verkahlen. Die Stängel wachsen aufrecht und sind verzweigt.

Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die dicklichen Blattspreiten können dreieckig, eiförmig, oder rhombisch-eiförmig bis lanzettlich geformt sein. Der Blattrand ist unregelmäßig gezähnt, gelappt oder fiederspaltig mit schmalen gezähnten Lappen.

Die Blüten befinden sich in kleinen, dicht knäueligen Teilblütenständen, die zu scheinährigen oder traubigen Blütenständen angeordnet sind. Diese stehen in den Blattachseln oder endständig. Die zwittrigen oder rein weiblichen Blüten besitzen fünf an der Basis verbundene Blütenhüllblätter mit einer starken, von innen sichtbaren Mittelrippe und einem deutlichen Kiel an der Spitze. In zwittrigen Blüten ist ein Kreis von fünf Staubblättern vorhanden. Die Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten mit zwei Narben verwachsen.

Zur Fruchtzeit kann die Blütenhülle die Frucht umschließen oder abspreizen. Die häutige Fruchtwand haftet fest an der Samenschale. Der horizontal orientierte Samen ist linsenförmig, mit scharfem oder stumpfem Rand. Die schwarze Samenschale ist oft deutlich grubig oder runzelig, selten fast glatt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Chenopodiastrum wurde 2012 von Suzy Fuentes-Bazan, Pertti Uotila und Thomas Borsch (in A novel phylogeny-based generic classification for Chenopodium sensu lato, and a tribal rearrangement of Chenopodioideae (Chenopodiaceae). in Willdenowia 42, S. 14) neu beschrieben. Damit wurden mehrere bislang zu Chenopodium gestellte Arten abgetrennt, die nach molekulargenetischen Untersuchungen nicht zu dieser Gattung im engeren Sinne gehören.

Chenopodiastrum wurde von Fuentes et al. wie Chenopodium in die Tribus Atripliceae eingruppiert und gehört zur Unterfamilie Chenopodioideae innerhalb der Familie der Amaranthaceae.

Synonyme für Chenopodiastrum S.Fuentes, Uotila & Borsch sind Chenopodium subsect. Undata Aellen & Iljin ex Mosyakin & Clemants, Chenopodium [ohne Rang] Hybrida Standl. und Chenopodium sect. Grossefoveata Aellen & Iljin ex Mosyakin.

Die Gattung Chenopodiastrum ist in Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika verbreitet.[1]

Die Gattung Chenopodiastrum umfasst nach Fuentes-Bazan (2012) fünf Arten:

Quellen[Bearbeiten]

  • Susy Fuentes-Bazan, Pertti Uotila, Thomas Borsch: A novel phylogeny-based generic classification for Chenopodium sensu lato, and a tribal rearrangement of Chenopodioideae (Chenopodiaceae). In: Willdenowia 42, 2012, S. 14. online

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Chenopodiastrum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 3. Juli 2013.
  2. Chenopodium badachschanicum In: Helmut Freitag et al.: Chenopodiaceae. In: Flora of Pakistan, Volume 204 - Missouri Botanical Garden Press & University of Karachi.
  3. Pertti Uotila, 2011: Chenopodiaceae (pro parte majore): Chenopodium coronopus – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity, abgerufen 2. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chenopodiastrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien