Kanarische Inseln

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Kanaren ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Kanaren (Begriffsklärung) aufgeführt.
 
Islas Canarias (span.)
 
Kanarische Inseln
Flagge
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Wappen
Wappen
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Über dieses Bild
Basisdaten
Land: Spanien
Verwaltungssitz: Santa Cruz de Tenerife
und Las Palmas de Gran Canaria[1]
Fläche: 7.492,49 km² [2]
Einwohner: 2.118.679 (1. Januar 2013)[3]
Bevölkerungsdichte: 282,8 Einw./km²
Ausdehnung: Nord–Süd: ca. 212 km
West–Ost: ca. 340 km
Zeitzone: UTC
UTC+1 (März bis Oktober)
ISO 3166-2: ES-CN
Website: www.gobcan.es
Politik und Verwaltung
Amtssprache: Spanisch
Autonomie seit: 16. August 1982
Präsident: Paulino Rivero Baute (CC)
Vertretung in den
Cortes Generales:
Kongress: 14 Sitze
Senat: 3 indirekt, 11 direkt gewählte Sitze
Gliederung: 2 Provinzen
Karte
Karte

Die Kanarischen Inseln (spanisch Islas Canarias) sind eine zu Spanien gehörende Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, etwa 100 bis 500 Kilometer westlich der marokkanischen Küste Afrikas. Die gleichnamige, alle Kanarischen Inseln umfassende Autonome Region ist eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Geographie[Bearbeiten]

Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik in einer geographischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird. Dazu zählen auch die Kapverden, die Azoren, der Madeira-Archipel und die Ilhas Selvagens. Zwischen rund 27° 38' und 29° 30' nördlicher Breite sowie 13° 22' und 18° 11' westlicher Länge befinden sich die Kanaren zwischen 1028 und 1483 Kilometer vom Mutterland Spanien (Kap Trafalgar) entfernt, auf gleicher Breite mit beispielsweise der Sahara, Kuwait und Florida. Es gilt, im Gegensatz zum spanischen Festland, die westeuropäische Zeit.

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln und sechs Nebeninseln:

Hauptinseln Nebeninseln
Teneriffa 2034 km² ./.
Fuerteventura 1660 km² Lobos 4,58 km²
Gran Canaria 1560 km² ./.
Lanzarote 846 km² La Graciosa 29,05 km²
Alegranza 10,30 km²
Montaña Clara 1,48 km²
Roque del Este 0,06 km²
Roque del Oeste 0,015 km²
La Palma 708 km² ./.
La Gomera 370 km² ./.
El Hierro 269 km² ./.

Einige kleinere unbewohnte Felsinseln sind Anaga, Salmor und Garachico. Der höchste Berg der Kanarischen Inseln ist der 3718 Meter hohe Pico del Teide. Er liegt auf der Insel Teneriffa und ist gleichzeitig Spaniens höchste Erhebung.

Geologie[Bearbeiten]

Die Kanarenschwelle[Bearbeiten]

Die Inselgruppe der Kanaren gehört geologisch zu Afrika. Sie befindet sich im Atlantischen Ozean am Ostrand des Kanarischen Beckens, das bis in 6501 Meter Tiefe abfällt. Dieses Seebecken besteht aus dem kleineren Nordbecken und dem größeren Südbecken, die durch die Kanarenschwelle getrennt sind, an deren östlichem Ende sich die Kanaren erheben. Die Grenzen des gesamten Beckens bilden im Norden die Azorenschwelle, im Süden die Kapverdenschwelle und im Westen der Nordatlantische Rücken.

Vulkanismus und Erosion[Bearbeiten]

Piedra de la Rosa, eine Lavarosette, die durch sternförmige Risse in erkaltender Lava entstand
Pico del Teide, der höchste Berg Spaniens
Die endemische Kanarische Kiefer hat sich an den Vulkanismus angepasst, sie treibt nach der Verkohlung durch Brand wieder aus.

Die Kanarischen Inseln sind ein Archipel, der seine Entstehung dem Intraplattenvulkanismus und einem unter ihm liegenden Hotspot verdankt. Sowohl seismische Tomographie als auch geochemische Analysen deuten auf eine tief im Erdmantel liegende Anomalität als Quelle der Magmen hin. Die unstete zeitliche Entwicklung der Inseln kann am besten mit einer sogenannten Edge-Driven Convection (Plattenrandkonvektion) erklärt werden, welche einen aufsteigenden Plume durcheinander wirbelt.[4][5]

Geologisch sind die Inseln noch jung. Die östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote sind mit 22 Millionen Jahren bzw. 15,5 Millionen Jahren die ältesten. Gran Canaria entstand vor etwa 14,5 Millionen Jahren, La Gomera vor etwa 11 Millionen und Teneriffa vor etwa 12 Millionen Jahren. La Palma und El Hierro sind mit 2 bzw. 1,2 Millionen Jahren die jüngsten Inseln des Archipels.[6]

Die Hotspot-Wanderung wird als die schlüssigste Erklärung für die Entstehung der Kanarischen Inselkette angesehen: Über dem ortsfesten Hotspot wandert die Afrikanische Platte mit einer Driftgeschwindigkeit von 1,2 cm/Jahr nordostwärts. Der Wert leitet sich aus dem Entstehungszeitraum der Kanarischen Inseln bis zur jüngsten Insel El Hierro und dem Abstand zwischen den Inseln ab.[7][8] Die im GPS[9] ermittelte Driftgeschwindigkeit am Standort La Palma im Zeitabschnitt 2008 bis 2012 beträgt: 1,7 cm/Jahr und 1,6 cm/Jahr (jeweils gemessen über die Verschiebung auf dem Breiten- und dem Längengrad).[10]

Jede Insel weist eine individuelle Entstehungsgeschichte auf, außer Lanzarote und Fuerteventura, die eine ähnliche geologische Geschichte durchlaufen haben. Die beiden Inseln, und die dazwischen liegende Nebeninsel Lobos, waren über Jahrtausende hinweg, während des niedrigen Wasserstandes in den Kaltzeiten, zu einer einzigen Insel verbunden. Auch heute trennt sie nur ein etwa 40 Meter tiefe und etwa 10 Kilometer breite Meerenge.[11]

Allgemein geht man von einer dreiphasigen Entstehungsgeschichte aus, die mit Hilfe der Kalium-Argon-Datierung der vulkanischen Gesteine belegt ist: Sie begann vor etwa 36 Millionen Jahren mit unterseeischen Eruptionen, wobei sich aus Kissenlaven, Hyaloklastiten und Intrusionen zunächst unterseeische Berge aufbauten. Nach etlichen Millionen Jahren ragten diese über die Meeresoberfläche hinaus und es bauten sich in anhaltenden Eruptionsserien Schildvulkane auf (vgl. Hawaii oder Surtsey). Danach gab es auf den ältesten Vulkaninseln Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und La Gomera eine mehrere Millionen Jahre andauernde eruptive Pause, die durch starke Erosion oberhalb des Meeresspiegels nachweisbar ist. Späterer erneuter Vulkanismus im Pliozän und Quartär formte die Inseln. Auch hier sind Ruhephasen mit Erosionsschichten nachweisbar.[12]

In der Folge kam es auf allen Inseln wiederholt zum Flankenkollaps und zu Trümmerlawinen, deren Schuttfächer bis weit ins Meer hinaus noch heute nachweisbar sind. Zusammen mit großen explosiven Ausbrüchen bildeten sich dabei auch die großen Calderen auf Gran Canaria, Teneriffa und La Palma.[13][14]

Die vulkanischen Aktivitäten halten mit großen Ausbrüchen im 18. Jahrhundert auf Lanzarote und dem letzten Ausbruch zu Lande auf La Palma 1971 bis in die heutige Zeit an: Seit dem 10. Oktober 2011 entsteht, ca. 270 Meter unter dem Meeresspiegel und wenige Kilometer südlich der Küste vor der Insel El Hierro ein neuer Vulkan,[15] dessen Auswurfprodukte auch die Meeresoberfläche erreichen.

Klima[Bearbeiten]

Das subtropische Klima der Kanaren ist aufgrund seiner Nähe zum nördlichen Wendekreis zwischen dem 27. und 29. Breitengrad das ganze Jahr über angenehm, was dem Archipel den Beinamen Inseln des ewigen Frühlings eingebracht hat. Der gleichbleibend kühle Kanarenstrom, ein Teil des Golfstroms, gleicht die Temperaturen aus, und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara meist fern. Eine Ausnahme bildet die mit Calima bezeichnete Wetterlage, die bei Ostwind trockene, warme Luft mit feinem Saharasand auf die Inseln bringt. Grundsätzlich kann man zwischen einer Trockenzeit im Sommer und einer regenreicheren Zeit im Winter trennen. In den Küstenregionen liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum höher als 25 °C, im Winter um 17 °C.

Hinzu kommt eine wesentliche Abhängigkeit des Klimas von der Topografie der Inseln. Der Nordostpassat hat dabei wesentlichen Einfluss auf die hohen westlichen Inseln, deren Nordosten durch starke Wolkenbildung an den Gebirgen deutlich feuchter und kühler ist als deren Süden. Da auf diesen Inseln die Höhenunterschiede im Vergleich zur Fläche sehr groß sind, gibt es deutlich zu differenzierende vertikale Klimazonen. Diese reichen von den trocken-heißen Küstenregionen über die feucht-kühle und deshalb oft bewaldete Zone bis hin zu kühl-trockenen Zonen mit teilweisem Hochgebirgsklima. Wenig Einfluss hat der Passat auf die flachen östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura, auf denen durchweg ein arides (trockenes) Klima herrscht. Außerdem existieren auf allen Inseln in Bereichen tiefer Schluchten und hoher Felswände Mikroklimata mit großer Pflanzenvielfalt.

Flora[Bearbeiten]

Die Flora der Kanarischen Inseln zeichnet sich sowohl durch eine hohe Artenvielfalt als auch durch einen hohen Anteil an ortsspezifischen Pflanzenarten aus. Nach aktuellen Schätzungen gibt es auf den Kanaren rund 2000 Pflanzenarten, von denen 514 kanarische Endemiten sind, wovon wiederum 57 Prozent ausschließlich auf einer der Inseln vorkommen. Auf dem Archipel ist die Pflanzenwelt stark von der Höhenlage, der Regenmenge und der Bodenbeschaffenheit abhängig. Sie ist daher von Insel zu Insel äußerst unterschiedlich. In der Vegetationskunde werden die Kanaren zusammen mit Madeira der Makaronesischen Region zugerechnet. Ganz allgemein betrachtet bestehen heute zur nordafrikanischen und mediterranen Flora enge verwandtschaftliche Beziehungen. Eine Besonderheit stellt die endemische Kanarische Kiefer dar, da bei Bränden ihre Rinde verkrustet und nachfolgend wieder Triebe ausbilden kann.

Fauna[Bearbeiten]

Die Tierwelt wird auf den Kanaren hauptsächlich von Reptilien und Vögeln bestimmt.

Die Eidechsengattung Gallotia ist auf der Inselgruppe endemisch. Sie umfasst insgesamt acht Arten (Ostkanareneidechse (G. atlantica), La-Palma-Rieseneidechse (G. auaritae), La-Gomera-Rieseneidechse (G. bravoana), Kleine Kanareneidechse (G. caesaris), Kanareneidechse (G. galloti), Teneriffa-Rieseneidechse (G. intermedia), El-Hierro-Rieseneidechse (G. simonyi), Gran-Canaria-Rieseneidechse (G. stehlini)). Darunter sind einige sehr groß werdende Formen bis 80 Zentimeter Gesamtlänge, daher werden die Tiere auch als Rieseneidechsen bezeichnet. Weitere dort vorkommende Reptiliengattungen sind die Walzenskinke (Chalcides) mit insgesamt vier Arten (Südlicher Kanarenskink (C. coeruleopunctatus), Nördlicher Kanarenskink (C. viridanus), Gestreifter Kanarenskink (Chalcides sexlineatus) und Purpurarien-Skink (C. simonyi)), vier Arten der Geckogattung Tarentola mit dem Kanarengecko (T. delalandii), dem Gestreiften Kanarengecko (Tarentola boettgeri), dem Gomera-Gecko (T. gomerensis) und dem Mauergecko (T. mauritanica) sowie der Europäische Halbfinger (Hemidactylus turcicus).[16]

Schlangen lebten ursprünglich nicht auf den Inseln, mittlerweile wurden jedoch auf Gran Canaria durch den Menschen ungiftige Kettennattern eingeführt, die sich stark vermehrt haben.[17] Ein Projekt mit einem Budget von etwa einer Million Euro und einer Laufzeit vom 1. September 2011 bis 1. September 2015 soll ihre Population deutlich und nachhaltig reduzieren.[18] Die größten Reptilien der Kanaren sind die in Küstennähe lebenden Meeresschildkröten (Cheloniidae). Überhaupt ist die Meeresfauna mit fast 550 Fischarten[19] artenreich. Erwähnenswert sind unter anderem einige Rochenarten, zahlreiche Haiarten wie Engelhaie, mehrere Hammerhaiarten, Makohaie, Weiße Haie, aber auch Schwertfische und Barrakudas sowie große Thunfische, Meerbrassen, Papageifische, Zacken- und Ziegelbarsche, Flügelbutte und der Pollack. Zudem konnten bisher 28 Wal- und Delfinarten im Archipel nachgewiesen werden, darunter auch das größte lebende Raubtier – der Pottwal.

In den dauerfeuchten Nebelwäldern haben sich auch Amphibien angesiedelt (Mittelmeer-Laubfrosch (Hyla meridionalis), Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi)).

Die Vogelwelt der Kanaren setzt sich aus Endemiten der Kanaren und Madeiras, typischen Arten des Mittelmeerraums und Nordafrikas sowie paläarktischen Kosmopoliten zusammen. Von den Letzteren haben sich hier bei zahlreichen Arten endemische Unterarten herausgebildet.

Zu den endemischen Arten, die auch auf Madeira heimisch sind, zählen der Einfarbsegler, der Kanarenpieper und der Kanarengirlitz, die wilde Stammform des Kanarienvogels. Der Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis) brütet auf allen Kanareninseln, das Kanarengoldhähnchen lediglich auf den westlich gelegenen. Die Lorbeertaube und Bolles Lorbeertaube kommen nur auf La Palma, Teneriffa und Gomera, die letztere Art zudem auf El Hierro vor. Der Teydefink ist nur auf Teneriffa und Gran Canaria zu finden, der Kanarenschmätzer (Saxicola dacotiae) brütet mit etwa 1000 Paaren lediglich auf Fuerteventura.

Beispiele für typische Vogelarten aus dem Mittelmeerraum sind der Eleonorenfalke, die Mittelmeermöwe (ssp. atlantis), die Samtkopf-Grasmücke (ssp. leucogastra), der Weidensperling und der Südliche Raubwürger (ssp. koeningi). Beispiele für Vertreter der nordafrikanischen Avifauna sind das Felsenhuhn, der Wüstenfalke, die Kragentrappe, das Sandflughuhn, der Rennvogel und der Wüstengimpel. Bei den hier endemischen Unterarten europäisch verbreiteter Vögel sind vor allem die des Buchfinken (F. c. canariensis und palmae) und der Blaumeise (C. c. teneriffae) zu nennen, die von den Nominatformen deutlich abweichen. Weitere endemische Unterarten gibt es von Turmfalke, Schleier- und Waldohreule, Buntspecht, Gebirgsstelze, Amsel, Mönchsgrasmücke und Rotkehlchen.[20][21][22]

Mit mehreren tausend Arten ist die Insektenwelt vertreten. Dazu gehören zahlreiche Schmetterlinge mit endemischen Arten wie der Kanaren-Weißling (Pieris cheiranthi), der Kanarische Admiral (Vanessa vulcania) und das Kanaren-Waldbrettspiel (Pararge xiphioides). Häufig anzutreffen sind Libellen. Auch Heuschrecken sind häufig. Lästig werden konnten aus Afrika kommende gefräßige Heuschreckenschwärme bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Heute werden diese schon draußen auf dem Meer mit Insektiziden so traktiert, dass es diese Bedrohung praktisch nicht mehr gibt.

Aus wirtschaftlichen Gründen wurde aus Mittelamerika die Cochenilleschildlaus nebst ihrer Wirtspflanze, der Opuntie, eingeführt. Aus den Läusen wurde ein karminroter Farbstoff gewonnen, der mittlerweile aber synthetisch hergestellt wird.

Die wenigen freilebenden Säugetiere sind mit Ausnahme der meisten Fledermäuse (wie der Madeira-Fledermaus, der Alpenfledermaus oder der Weißrandfledermaus) erst nach der Eroberung ausgesetzt worden oder als Mitreisende eingewandert. Erst in den 1980er Jahren wurde auf Fuerteventura und nachfolgend auch auf Lanzarote eine endemische Spitzmausart entdeckt und als eigenständige Art erfasst. Insbesondere die Wildziege, der Europäische Mufflon, der Mähnenspringer und das Wildkaninchen richten an der endemischen Pflanzenwelt der Kanaren schwere Schäden an. Verwilderte Hauskatzen werden dafür verantwortlich gemacht, dass die großen Echsen der westlichen Inseln heute vom Aussterben bedroht sind.

Verbreitung invasiver Säugetiere auf den Kanarischen Inseln[23]
Lanzarote Fuerteventura Gran Canaria Teneriffa La Gomera La Palma El Hierro
Algerischer Igel (Atelerix algirus) x x x x
Hausspitzmaus (Crocidura russula) x
Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) x
Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) x
Hauskatze (Felis catus) x x x x x x x
Wildziege (Capra hircus) x x x x x x x
Europäischer Mufflon (Ovis gmelini) x
Mähnenspringer (Ammotragus lervia) x
Atlashörnchen (Atlantoxerus getulus) x
Hausratte (Rattus rattus) x x x x x x x
Wanderratte (Rattus norvegicus) x x x x x x x
Westliche Hausmaus (Mus domesticus) x x x x x x x
Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) x x x x x x x

Als Haustiere gehalten werden: Ziegen, Schafe, Pferde, Esel, Mulis, Schweine, Kühe, Hunde, Katzen, Dromedare (als Lasttier gehalten auf Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria), Hühner und Puten.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Caldera de Taburiente (La Palma)

Insgesamt gibt es auf dem Archipel 146 Naturschutzgebiete, die sich auf 301.335 Hektar ausdehnen. Darunter sind elf Naturparks mit einer Gesamtfläche von 111.022 Hektar sowie 131 verschiedene Naturreservate, Naturdenkmäler, Landschaftsschutzgebiete, Orte von wissenschaftlichem Interesse und ländliche Parks. Ebenfalls dazugehörig, haben die Kanaren in ihrer autonomen Gemeinschaft die meisten Nationalparks in Spanien, vier von insgesamt 13, mit einer Gesamtfläche von 32.681 Hektar:[24]

Seit Dezember 2006 gehören die Kanaren zur Gruppe der besonders schutzbedürftigen Meeresgebiete der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO. Das bedeutet, dass ein Umkreis von zwölf Seemeilen (rund 22,2 Kilometer) für den Transit von Schiffen mit gefährlicher Fracht komplett gesperrt ist.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsstruktur nach Alter (1. Januar 2005)

Bis ins 15. Jahrhundert war der Archipel von den einzelnen Inselbevölkerungen, die keinen Kontakt zueinander hatten, bewohnt. Obwohl sie sich in Sprache und Kultur unterschieden, wurde für alle Insulaner der Name Guanchen eingeführt. Durch die spanische Eroberung wurde zwar deren Kultur nahezu vernichtet, jedoch vermischten sich viele dieser Ureinwohner mit den neuen Siedlern, einige bekamen sogar Ländereien zurück. Deshalb hat noch heute eine nicht geringe, aber dennoch nicht zu beziffernde Anzahl der Einheimischen guanchische Vorfahren. Den größten Teil der heutigen Bevölkerung bilden Spanier.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Kanarischen Inseln ist im vergangenen Jahrhundert stetig angestiegen. Der Trend verstärkt sich weiter, sodass laut spanischem Statistikamt im Mai 2006 die 2-Millionen-Einwohner-Marke überschritten worden ist. Die Entwicklung der Bevölkerung nach dem Einwohnermelderegister (Padrón Municipal de habitantes) ab 2003 stellt sich wie folgt dar:[25][26]

2003 2004 2005 2006 2007 2008
Spanien gesamt 42.717.064 43.197.648 44.108.530 44.708.964 45.200.737 45.828.172
Kanaren gesamt 1.894.868 1.915.540 1.968.280 1.995.833 2.025.951 2.075.968
Teneriffa 799.889 812.839 838.877 852.945 865.070 886.033
Gran Canaria 789.908 790.360 802.247 807.049 815.379 829.597
Lanzarote 114.715 116.782 123.039 127.457 132.366 139.506
Fuerteventura 74.983 79.986 86.642 89.680 94.386 100.929
La Palma 85.631 84.282 85.252 86.062 85.933 86.528
La Gomera 19.580 21.220 21.746 21.952 22.259 22.622
El Hierro 10.162 10.071 10.477 10.688 10.558 10.753

Das starke Bevölkerungswachstum resultiert hauptsächlich aus Einwanderungen, angeführt von Bürgern aus der Europäischen Union (ohne Spanien: 129.039) und den Ländern Lateinamerikas (77.502).[27] Insgesamt leben im Jahr 2007 (Stand: 1. Januar) 250.736 behördlich registrierte Bürger ohne spanische Staatsangehörigkeit auf den Kanaren, das entspricht einem Anteil von 12,36 Prozent. Der größte Teil davon (114.500) lebt auf Teneriffa und Gran Canaria (64.662).[27] Hinzu kommen noch 25.928 Bürger aus anderen autonomen Gemeinschaften Spaniens (Stand: 2006).[25]

Die größten Gemeinden[Bearbeiten]

Die folgende Liste enthält die 25 größten Gemeinden der Kanarischen Inseln (Stand: 1. Januar 2012)[28]. Die jeweils größte Gemeinde einer Insel ist fett gedruckt. Zum Vergleich wurden die beiden größten Gemeinden von La Gomera und El Hierro in die Liste aufgenommen.

Rang Stadt/Gemeinde Insel Einwohner (2012)
1 Las Palmas de Gran Canaria Gran Canaria 382.296
2 Santa Cruz de Tenerife Teneriffa 206.965
3 San Cristóbal de La Laguna Teneriffa 153.224
4 Telde Gran Canaria 101.300
5 Arona Teneriffa 77.718
6 Santa Lucía de Tirajana Gran Canaria 67.291
7 Arrecife Lanzarote 56.284
8 San Bartolomé de Tirajana Gran Canaria 55.954
9 Adeje Teneriffa 46.894
10 Granadilla de Abona Teneriffa 42.545
11 La Orotava Teneriffa 41.726
12 Los Realejos Teneriffa 38.028
13 Arucas Gran Canaria 36.797
14 Puerto del Rosario Fuerteventura 36.285
15 Puerto de la Cruz Teneriffa 32.665
16 Ingenio Gran Canaria 30.048
17 Agüimes Gran Canaria 29.912
18 Candelaria Teneriffa 26.290
19 Gáldar Gran Canaria 24.319
20 Mogán Gran Canaria 24.225
21 La Oliva Fuerteventura 24.079
22 Icod de los Vinos Teneriffa 23.726
23 Tacoronte Teneriffa 23.718
24 Teguise Lanzarote 21.096
25 Los Llanos de Aridane La Palma 20.895
San Sebastián de La Gomera La Gomera 9.055
Valverde El Hierro 5.075

Religion[Bearbeiten]

Kathedrale Santa Ana in Las Palmas
Iglesia de La Conception in La Laguna (Teneriffa)
Jungfrau von Candelaria, Schutzpatronin der Kanarischen Inseln (Teneriffa)

Über 90 Prozent der kanarischen Bevölkerung sind römisch-katholischer Konfession. Die zum Erzbistum Sevilla gehörenden Kanaren bestehen seit der Aufteilung eines gemeinsamen Bistums im Jahre 1819 aus zwei Diözesen:

Die Diözese San Cristóbal de La Laguna (Diócesis Nivariense oder Diócesis de Tenerife) wurde am 1. Februar 1819 mit Hilfe von Papst Pius VII. gegründet und ist mit dem Gebiet der Provinz Santa Cruz de Tenerife deckungsgleich. Sie hat ihren Sitz in San Cristóbal de La Laguna auf Teneriffa und ist für die westlichen Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro zuständig. Der Wohnsitz des derzeit zwölften Bischofs der Diözese, Bernardo Álvarez Afonso, und Sitz des Ordinariates ist der Palacio Salazar. Das Gebäude wurde nach einem Brand im Jahr 2006 originalgetreu restauriert. Die Kathedrale Santa María de los Remedios war vor der Aufteilung des Archipels auf zwei Diözesen eine Gemeindekirche. Die Kirche wurde umfassend renoviert und im Januar 2014 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Diözese der Kanarischen Inseln (Diócesis de Canarias) erstreckt sich exakt über die Provinz Las Palmas und ist damit für die östlichen Inseln Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria zuständig. Am 26. November 2005 ernannte Papst Benedikt XVI. Francisco Cases Andreu zum neuen Bischof der Diözese der Kanarischen Inseln. Er wurde der Nachfolger des am selben Tag aus Altersgründen zurückgetretenen Bischofs Ramón Echarren Istúriz.

Sitz des Bischofs ist der Bischofspalast (Palacio Episcopal) am Plaza de Santa Ana gegenüber der fünfschiffigen Kathedrale Santa Ana im historischen Stadtteil Vegueta in Las Palmas de Gran Canaria. Den Grundstein der Kathedrale legte man bereits im Jahre 1497. 1570 wurde sie erstmals bezogen. Da sich der Bau der Kathedrale über Jahrhunderte hinzog, sind hier erst gotische Stile nach Plänen von Diego Alonso de Montaude, später barocke und zuletzt neoklassizistische Stile eingeflossen. In einem Seitenschiff der Kathedrale befindet sich ein Diözesanmuseum (Museo Diocesano de Arte Sacro), das unter anderem ein Porträt des Bischofs Codina Augerolas aus dem 19. Jahrhundert beherbergt.

Sprache[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kanarisches Spanisch

Die offizielle Landessprache auf den Kanarischen Inseln ist heute Spanisch. Der kanarische Dialekt des Spanischen ist vergleichbar mit dem, wie er in Kuba (Kubanisches Spanisch) und Puerto Rico gesprochen wird. Typische Besonderheiten sind das häufige Fehlen des Buchstabens s in der Aussprache und der Ersatz der 2. Person Plural durch die 3. Person Plural. Auch viele Wörter unterscheiden sich von denen auf dem Festland (Beispiel: guagua statt autobús).

Vor der spanischen Eroberung wurde auf jeder Kanareninsel ein eigener Dialekt der Ursprache Guanche gesprochen. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass einst auch eine mit dem Libysch-Berberischen verwandte Schrift existierte. Durch die Verschleppung der vor allem männlichen Guanchen und der damit einhergehenden systematischen Ausrottung ihrer Kultur sind heute nur noch wenige Sprachstücke überliefert, die aber teilweise noch gebräuchlich sind. Nur auf La Gomera ist die Pfeifsprache El Silbo noch heute gebräuchlich, diese wird wegen der Gefahr des Aussterbens mittlerweile an Grundschulen der Insel unterrichtet. Es wird vermutet, dass die Ursprünge dieser Sprache bis in die Guanchenzeit zurückreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Kanarischen Inseln

Vorkoloniale Zeit[Bearbeiten]

La Gomera, Valle Gran Rey, Statue des großen Königs

Die Herkunft der Ureinwohner der Kanaren ist für die Forschung im Detail noch ungeklärt. Skelettfunde, aber vor allem überlieferte Ortsnamensbezeichnungen verweisen darauf, dass die Großzahl der eingewanderten oder dorthin verschleppten Ureinwohner aus Nordafrika kamen und von dem dort siedelnden Volk der Berber abstammen. Die Bewohner der einzelnen, in Sichtweite zueinander gelegenen Inseln hatten keinen oder nur sehr seltenen Kontakt zueinander. Diese Erkenntnis basiert auf dem derzeitigen Forschungsstand, dem zufolge die Ureinwohner der Kanaren über keine hochseetauglichen Boote verfügten.

Die größeren Inseln (wie Teneriffa) waren in mehrere Stammesgebiete unterteilt, die jeweils von einer Adelskaste regiert worden waren. Auf Teneriffa befanden sich die Gebiete der einzelnen Stämme entlang der Küste, das dauerhaft fruchtbare Hochplateau, aus dem der Kegel des Vulkans Teide aufragt, war in vorkolonialer Zeit neutrales Land, das von allen Stämmen gemeinsam als Weideland in den Sommermonaten genutzt worden war. Der Adelsstand wurde nicht vererbt sondern wurde durch eine Auswahl bereits gewählter Adeliger erworben.[29]

Den nur spärlich erhaltenen Überlieferungen von Chronisten folgend gab es auch auf den kleineren Inseln wie La Gomera und El Hierro eine solche Adelskaste. Die Bevölkerungsdichte war auf allen Inseln gering. Auf Lanzarote, die als erste der Kanarischen Inseln erobert wurde, zählte man nur 400 Ureinwohner.

Guanchendarstellung in einem Museum im La Oratavatal auf Teneriffa

Die Urbevölkerung wird als großgewachsen und hellhäutig beschrieben. Skelettfunde belegen, dass viele Urkanarier blonde oder rötliche Haare gehabt haben. Da es auf den Vulkaninseln keinerlei Metalle gibt, fertigten sie ihre Waffen aus Holz, Steinen, Obsidian und Knochen. Pfeil und Bogen, das Rad sowie eine allgemein gebräuchliche Schrift waren den Ureinwohnern unbekannt. In Steinritzungen enthaltene seltene Inschriften verweisen auf die Berberabstammung, sind aber nur als Ausnahme feststellbar.[30]

Pyramiden in Güímar/Teneriffa – nach derzeitigem Forschungsstand sind diese erst im 19. Jahrhundert ohne Mörtel erbaut worden.
Ohne Mörtel errichtetes, behauenes und unbehauenes Trockenmauerwerk, in direkter Nachbarschaft auf El Hierro

Die vorkoloniale Bevölkerung der Kanaren erwirtschaftete die Grundlage ihrer Existenz zuvorderst als Hirten und Ackerbauern – seltene Netzfunde belegen aber auch, dass zumindest auch Strandfischerei betrieben worden ist. Für den Fischfang wurden auch Euphorbiengewächse eingesetzt, die in flache Lagunen geworfen wurden und deren Wolfsmilchsaft die Fische durch Vergiftung kurzzeitig betäubte.[31] Des Weiteren belegen Muschelschalenfunde in von Archäologen entdeckten Wohnstätten eine diesbezügliche Sammleraktivität der Ureinwohner. Auch die Jagd ist als Nahrungsergänzung nachgewiesen.[32] Weitere archäologische Funde beweisen auch, dass natürliche Höhlen des Vulkangesteins von den Ureinwohnern oft als Wohnstatt genutzt worden sind; aber auch, dass einfache Hütten sowie (selten) ohne Mörtel erbaute Steinhäuser zu Wohnzwecken, aber auch für Versammlungen erbaut worden sind. Das in vorkolonialer Zeit bereits existente Maurerhandwerk – das ohne die Verwendung eines Mörtels stabile Mauern errichten konnte (Verkeiltechnik) - ist auf allen Kanarischen Inseln bis in die Neuzeit hinein in meisterlicher Perfektion erhalten geblieben. Von Archäologen entdeckte Feuerstellen in ausgegrabenen Hütten, Häusern oder auch als Wohnstatt genutzten Höhlen wurden mit der Radiokarbonmethode untersucht – keine Feuerstelle war dem Untersuchungsergebnis zufolge älter als 3000 Jahre. Nur wenig ist über die soziale Kultur der Ureinwohner überliefert worden. Neben dem schon erwähnten Kastenwesen wurde berichtet, dass die Frauen ihre Sexualität polygam ausgerichtet haben, dies vermutlich wegen der Inzuchtgefahr.[33]

Frauen standen allgemein in hohem Ansehen und waren in der Adelsschicht häufig vertreten. In Gran Canaria war zum Zeitpunkt der Eroberung das Inseloberhaupt eine Guanchin. Auch der Priesterstand rekrutierte sich überwiegend aus Frauen, die auch medizinische Operationen durchgeführt haben. Im archäologischen Museum von Santa Cruz sind Schädel ausgestellt, an denen Hirnoperationen vorgenommen worden sind. Die Verheilung der Knocheneinschnitte beweist hier, dass diese Operationen auch überlebt worden sind.[34]

Kolonialzeit[Bearbeiten]

Die Eroberung der Kanaren – historische Darstellung

Die belegbare Geschichte der Kanarischen Inseln beginnt erst mit der Eroberung des Archipels durch den Normannen Jean de Béthencourt und seinem Gefolgsmann Gadifer de la Salle Anfang des 15. Jahrhunderts. Béthencourt wurde vom kastilischen König Heinrich III. unter dem Deckmantel christlicher Mission, aber doch eher aus wirtschaftlichem Interesse, auf die Kanaren geschickt. Die Eroberung aller Inseln erstreckte sich jedoch über fast ein Jahrhundert, von der ersten Ankunft Béthencourts 1402 auf Lanzarote bis zur Unterwerfung der letzten Insel Teneriffa durch Alonso Fernández de Lugo 1496. Während dieser Zeit ging die bis dahin noch steinzeitliche Kultur der Guanchen, der Ureinwohner der Inselgruppe, nahezu verloren, einerseits durch massive Unterdrückung durch die Eroberer, andererseits durch Interesse der Altkanarier an mitgebrachten Neuerungen.

Bereits vor der spanischen Eroberung der kanarischen Inseln waren die atlantischen Archipele westlich von Afrika, die Azoren, die Kapverden, Madeira und auch die Kanaren längst von portugiesischen Seefahrern entdeckt und für den portugiesischen Thron de facto in Besitz genommen worden. Zur Beendigung der vielen Erbfolgekriege zwischen den damals vorherrschenden Seemächten Portugal und Spanien legten beide Länder ihre Einflusssphären im Atlantik vertraglich fest.

Mit dem Vertrag von Alcaçovas fiel 1479 die komplette Zugehörigkeit aller Kanarischen Inseln dem spanischen Kastilien zu. Im Vertrag von Tordesillas (1494) teilten beide Länder die damals bekannte Welt in eine portugiesische und eine spanische Hälfte auf. Für die Anerkennung der portugiesischen Hegemonie über alle Gewässer und Ländereien südlich von Kap Bojador (an der Nordwestküste Afrikas, ca. 200 km südlich der Kanarischen Inseln) und zur Sicherung des Seeweges um Afrika nach Indien überließ Portugal Spanien endgültig die Kanaren.

Das 16. und 17. Jahrhundert stand im Zeichen der Ausbeutung durch Großgrundbesitzer, Sklavenhändler und Piraten, die ihr Unwesen in den umliegenden Gewässern trieben. Die neuen Herren über die Inseln verschrieben sich fortan der Umsiedlung der Altkanarier innerhalb des Archipels, verkauften sie als Sklaven aufs Festland und setzten die Bewohner einem verstärkten Assimilationsdruck aus. Im Zuge dieser Politik übernahm die einheimische Bevölkerung weitgehend die fremde Kultur und Sprache, sodass sie bereits 1514 den Spaniern rechtlich gleichgestellt wurde; sie wurde Teil des etablierten Feudalsystems.

Für Kolumbus und alle späteren Amerikafahrer waren Gran Canaria und Gomera aufgrund der dort vorhandenen sicheren, natürlichen Häfen die letzten Anlaufpunkte vor den großen Atlantiküberquerungen.

Das 16. Jahrhundert zeichnete sich durch eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft aus, vor allem durch die Anpflanzung von Zuckerrohr. Die Zuckerindustrie geriet jedoch später in eine Krise und man begann, auf eingeführte Nutzpflanzen wie Kartoffeln und Mais umzuschwenken.

Jüngere Geschichte[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert öffneten sich die Inseln und schlossen einen Kompensationshandel mit Frankreich und England ab, bei dem sie vor allem den roten Cochenille-Farbstoff exportierten. 1852 wurde der Archipel zur Freihandelszone erklärt.

Nach dem spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939), Diktatur unter General Franco (bis 1975).

Nach dem Tod des spanischen Diktators Franco 1975 erhielt Spanien 1978 eine demokratische Verfassung, die Kanaren wurden 1982 im Zuge der Regionalisierung zu einer der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens. 1983 wurde erstmals ein autonomes kanarisches Parlament gewählt. Der 30. Mai Día de Canarias (Zusammentritt des Parlaments 1983) ist kanarischer Feiertag.

Flüchtlinge aus Afrika[Bearbeiten]

Die Inseln werden in den letzten Jahren vermehrt von Flüchtlingen aus Afrika unter sehr schwierigen Bedingungen, nämlich der Überquerung des Kanarenstroms, mit kleinen Booten angesteuert. Bisheriges Rekordjahr war 2002 mit 9.929 Flüchtlingen, 2005 waren es nach Angaben des spanischen Innenministeriums noch 4.751. 2006 gab es einen Anstieg auf etwa 31.000 Migranten, wobei im September erstmals auch asiatische Flüchtlinge aufgegriffen wurden. Dieser enorme Aufwärtstrend setzte sich mit etwa 10.000 Einwanderern im Jahr 2007 nicht fort (2008 etwa 8.000 illegale Einwanderer). Die trotzdem hohe Zahl wird mit der verstärkten Bewachung der Straße von Gibraltar und der Ausstellung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen für illegale Einwanderer in der Vergangenheit durch die spanische Regierung in Verbindung gebracht. Von denen, die im Jahre 2006 die Kanaren erreicht haben, konnten nur knapp 10 Prozent in ihre Heimat zurückgebracht werden. Gründe sind das Schweigen der Flüchtlinge zu ihrer Herkunft, sowie noch nicht existierende Rückführungsabkommen mit den afrikanischen Ländern. Im November 2006 fand erstmals die „EU-Afrika-Konferenz für Migration und Entwicklung“ statt, die sich ebenfalls mit der illegalen Einwanderung beschäftigte. Der Einsatz der Frontex soll nach Verdoppelung der EU-Gelder ab 2008 permanenten Charakter bekommen. Die Grenzkontrollmission versucht mit Hilfe verschiedener europäischer Patrouillenboote, unterstützt von Aufklärungsflugzeugen, das Ablegen von Flüchtlingsbooten an der afrikanischen Küste zu verhindern. Hier, insbesondere an der senegalesischen Küste, starten etwa die Hälfte aller Flüchtlingstransporte. Es gibt eine Schätzung der Guardia Civil, dass zwischen dem 1. Januar 2006 und dem 21. August 2007 mindestens 1.260 Bootsflüchtlinge bei der Überfahrt von Afrika auf die Kanaren ums Leben gekommen seien.[35] Andere vermuten eine mehrfach höhere Opferzahl.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: Im blauen Wappenschild sind zweimal pfahlweise gestellte drei silberne Dreiecke und ein Dreieck im Schildfuß. Eine goldene Krone ruht auf dem Schild, darüber im schwebenden silbernen Band die Devise in Majuskeln ‚Océano‘.

Schildhalter sind zwei braune Hunde mit blauem Halsband.

Bemerkung: Dem Wappen fehlt das Postament.

Regierung und Verwaltung[Bearbeiten]

Vertretung der Kanarischen Inseln im Parlament in Madrid (Cortes Generales)[Bearbeiten]

Das gesamtspanische Parlament in Madrid (Cortes Generales) besteht aus zwei Kammern: dem Abgeordnetenhaus (350 Sitze) und dem Senat (266 Sitze).

Abgeordnetenhaus[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Kanarischen Inseln ist im Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) in Madrid durch 15 Abgeordnete vertreten. Im Wahlkreis, der die Provinz Las Palmas de Gran Canaria umfasst, werden acht Abgeordnete, im Wahlkreis, der die Provinz Santa Cruz de Tenerife umfasst, werden sieben Abgeordnete in einer Listenwahl nach dem Verhältniswahlrecht gewählt.

Senat[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zum Senat wählen die Bewohner der Inseln Gran Canaria und Teneriffa je drei Senatoren, die von Fuerteventura, Gomera, Hierro, Lanzarote und La Palma je einen Senator in einer direkten Verhältniswahl. Drei weitere Senatoren werden vom Parlament der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln bestimmt. Die Kanarischen Inseln sind also derzeit (2014) aufgrund ihrer Einwohnerzahl mit elf Senatoren im Senat vertreten.

Autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

Parlament[Bearbeiten]

Die Kanarischen Inseln haben ein Einkammerparlament. Wahlberechtigt sind alle volljährigen Spanier, die auf dem Gebiet der Kanarischen Inseln mit Erstwohnsitz gemeldet sind. Es wird in allgemeinen, direkten, gleichen, freien und geheimen Wahlen beschickt. Wahlkreise sind die einzelnen Inseln. Innerhalb dieser Wahlkreise werden die Abgeordneten in einer Verhältniswahl bestimmt. Nach dem Autonomiestatut muss das Parlament mindestens 50, darf aber nicht mehr als 70 Abgeordnete haben.[36] Die Inseln entsenden entsprechend ihrer Einwohnerzahl unterschiedlich viele Abgeordnete in das Parlament: Teneriffa und Gran Canaria je 15, La Palma und Lanzarote je 8, Fuerteventura 7, La Gomera 4 und El Hierro 3.[37] Der Sitz des Parlaments ist Santa Cruz de Tenerife.

Derzeitiges Parlament

Bei der Wahl vom 22. Mai 2011 haben 931.010 Wähler von 1.580.359 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 58,9 Prozent entspricht. Es formte sich eine Regierungskoalition aus PSOE und Coalición Canaria (CC), die aus folgender Sitzverteilung resultiert:

  • PSOE (sozialistische Partei) 15 (–11) Sitze – 33,9 % (–13,5 %)
  • Partido Popular (PP) (christlich-konservative Partei) 21 (+6) Sitze – 31,9 % (+7,9 %)
  • Coalición Canaria (CC) (nationalistische und liberale Regional-Partei) 21 (+2) Sitze – 24,9 % (+0,7 %)
  • Nueva Canarias (NCa) 3 (+3) Sitze – 9,1 % (+3,7 %).[38]

Die Partei Nueva Canarias (NCa) bestand bei der Wahl 2011 aus einem Wahlbündnis aus Nueva Canarias-Nueva Gran Canaria (NC-NGC), Nueva Fuerteventura (NF), Nueva Gomera (NG), Socialistas x Tenerife (SxTF), Los Verdes de Canarias (LVC), Partido Nacionalista de Lanzarote (PNL), Partido de Independientes de Lanzarote (PIL), Asambleas Municipales de Fuerteventura (AMF), Socialistas x La Gomera (SxLG) und Iniciativa por La Palma (INPA).

Regierung[Bearbeiten]

Die Regierung der Kanarischen Inseln besteht aus dem Präsidenten (Presidente del Gobierno), dem Vizepräsidenten und den Ministern (Consejeros).

Der Präsident wird vom Parlament gewählt. Er muss Mitglied des Parlaments sein und wird nach der Wahl vom König ernannt. Der Präsident ernennt und entlässt den Vizepräsidenten und die übrigen Regierungsmitglieder. Der Vizepräsident muss Mitglied des Parlamentes sein. Die Zahl der Regierungsmitglieder ist auf elf begrenzt.[39] Der Sitz des Präsidenten wechselt mit jeder Legislaturperiode des Parlamentes. In der Zeit von 2011 bis 2015 ist der Sitz Santa Cruz de Tenerife, der des Vizepräsidenten Las Palmas de Gran Canaria.

Paulino Rivero, Präsident der Kanarischen Inseln
Derzeitige Regierung

Präsident der Kanarischen Inseln ist seit 2007 Paulino Rivero Baute von der regionalen Partei Coalición Canaria (CC). Zunächst regierte er in einer Koalition mit der Partido Popular (PP). Diese stieg im Oktober 2010 aus der Regierung aus, da die CC angekündigt hatte, dass ihre Abgeordneten in den Cortes Generales (dem gesamtspanischen Parlament) dem Haushaltsentwurf der PSOE-Regierung zustimmen würden. Danach regierte die CC bis zur Wahl 2011 als Minderheitsregierung. Nach den Wahlen am 22. Mai 2011 bildete die Coalición Canaria mit der PSOE eine Koalitionsregierung:[40]

Amt Name (Partei)
Ministerpräsident

Presidente

Paulino Rivero (CC)
Vizepräsident und Minister für Erziehung, Universitäten und Nachhaltigkeit

Vicepresidente y Consejero de Educación, Universidades y Sostenibilidad

José Miguel Pérez García (PSOE)
Minister für Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit

Consejero de Economía, Hacienda y Seguridad

Javier González Ortiz (CC)
Minister der Präsidentialkanzlei, für Justiz und Gleichberechtigung

Consejero de Presidencia, Justicia e Igualdad'

Francisco Hernández Spínola (PSOE)
Minister für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischfang und Wasserwirtschaft

Consejero de Agricultura, Ganadería, Pesca y Aguas

Juan Ramón Hernández Gómez (CC)
Ministerin für Kultur, Sport, Sozialpolitik und Wohnungswesen

Consejera de Cultura, Deporte, Políticas Sociales y Vivienda

Inés Nieves Rojas de León (CC)
Ministerin für Beschäftigung, Industrie und Handel

Consejera de Empleo, Industria y Comercio

Francisca Luengo Orol (PSOE)
Minister für Öffentliche Arbeiten, Transport und Raumordnung

Consejero de Obras Públicas, Transportes y Política Territorial

Domingo Berriel Martínez (CC)
Ministerin für Gesundheit

Consejera de Sanidad

Brigida Mendoza Betancor (CC)

Provinz[Bearbeiten]

Im Jahr 1927 wurden die seit 1833 bestehende Provinz Santa Cruz de Tenerife (Provinzen wurden üblicherweise nach der Provinzhauptstadt benannt) aufgeteilt und damit eine neue Provinz Las Palmas de Gran Canaria geschaffen. Über diesen beiden Provinzen gab es auf den Kanarischen Inseln keine übergeordnete Verwaltungseinheit. Die Regierung in Madrid war in beiden Provinzen durch einen Zivilgouverneur vertreten.

Die Spanischen Verfassung von 1978 sieht in Artikel 141 Provinzen grundsätzlich als Verwaltungseinheiten mit einem Provinzialrat und eigener Provinzverwaltung vor. Im Absatz 4 des Artikels wird allerdings für die „archipiélagos“, also für die Balearischen Inseln und die Kanarischen Inseln, die Bildung von Inselregierungen („Consejos” bzw. „Cabildos“) bestimmt. Daraus ergibt sich, dass die Einteilung der Kanarischen Inseln in Provinzen nahezu bedeutungslos ist, da es keine Provinzverwaltungen gibt. Die Provinzen sind weiterhin Wahlkreise bei der Wahl zum gesamtspanischen Parlament (Cortes Generales). Diese Regierung in Madrid ist anstelle des früheren Zivilgouverneurs durch eine Subdelegación del Gobierno in beiden Provinzhauptstädten vertreten.

Die autonome Gemeinschaft der Kanaren besteht aus zwei Provinzen:

Provinz Provinzhauptstadt Lage Karte Inseln Wappen Flagge
Provinz Las Palmas Las Palmas Lage der Provinz Las Palmas Karte der Provinz Las Palmas östliche Inseln:
Gran Canaria
Fuerteventura
Lanzarote
Wappen der Provinz Las Palmas Flagge der Provinz Las Palmas
Provinz Santa Cruz de Tenerife Santa Cruz de Tenerife Lage der Provinz Santa Cruz de Tenerife Karte der Provinz Santa Cruz de Tenerife westliche Inseln:
Teneriffa
La Palma
La Gomera
El Hierro
Wappen der Provinz Santa Cruz de Tenerife Flagge der Provinz Santa Cruz de Tenerife

Cabildo Insular[Bearbeiten]

Hauptartikel: Cabildo Insular

Die Verfassung von 1978 sieht für die Kanarischen Inseln Cabildos Insulares als auf die einzelnen Inseln begrenzte Regierungs-, Verwaltungs- und Repräsentationsorgane vor. Die Cabildos werden in allgemeinen Wahlen gewählt.[41]

Stadt[Bearbeiten]

Die Verfassung von 1978 garantiert die Selbständigkeit der Städte. Das Rathaus (Ayuntamiento) besteht aus der Ratsversammlung (Pleno) und der Stadtregierung (Junta de Gobierno Local).

Die Ratsversammlung wird in allgemeiner, gleicher, freier, direkter und geheimer Wahl beschickt. Bei dieser Wahl sind auch Bürger der Europäischen Union wahlberechtigt, wenn sie mit ihrem ersten Wohnsitz in der Gemeinde gemeldet sind (sogenannte Residentes). Der Bürgermeister ist Vorsitzender der Ratsversammlung (Presidente del Ayuntamiento).

Die Stadtregierung besteht aus dem Bürgermeister und seinen Stellvertretern, die Ratsmitglieder sein müssen, und weiteren Mitgliedern. Die Stadtregierung (Junta de Gobierno) leitet die Stadtverwaltung.

Die Städte der Kanarischen Inseln sind sehr unterschiedlich groß: Von 8,73 km² (Puerto de la Cruz) bis zu 383,52 km² (Pájara) und von 770 Einwohnern (Betancuria) bis zu 381.271 Einwohnern (Las Palmas de Gran Canaria). Daraus ergibt sich eine sehr unterschiedlich Bedeutung der Aktivitäten der Ayuntamientos.

Außenpolitische Beziehungen[Bearbeiten]

Alle wichtigen Länder der Welt sind mit Konsulaten vertreten, von denen einige darüber hinaus ein Wirtschafts- und Handelsbüro unterhalten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Fischfang (Hochseeangeln) auf El Hierro

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der kanarischen Wirtschaft betrug im Jahr 2007 rund 42,4 Milliarden Euro. Rund 71 % davon wurden im Dienstleistungssektor (inklusive Tourismus) erwirtschaftet, gefolgt vom Baugewerbe (4,7 Milliarden), Industrie und Handel (1,7 Milliarden), Energie (1,1 Milliarden) sowie Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Fischerei (0,5 Milliarden).[42] Insgesamt wuchs das kanarische BIP von 2006 auf 2007 um 7,17 %.[43]

Auf den Inseln gibt es rund 1.250 Zweigstellen der wichtigsten spanischen und vieler ausländischer Banken.

Personen, auch EU-Ausländer, die auf den Kanaren mit Erstwohnsitz gemeldet sind, erhalten mit ihrer Meldebescheinigung Vergünstigungen, wie beispielsweise Ermäßigungen auf interinsuläre Flüge und Fähren sowie für Flüge auf das spanische Festland und die Balearen.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Vor dem Aufkommen des Massentourismus in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts lebten die Kanarios vor allem von Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei.[44] Dieser Wirtschaftszweig spielt heute, gemessen am BIP, eine vergleichsweise geringe Rolle.

Der Großteil der landwirtschaftlichen Produktion wird durch den Anbau von Bananen erzielt; weitere nennenswerte Erzeugnisse sind Tomaten, Gurken, Schnittblumen, Kartoffeln und Wein.[45] Es werden aber auch andere Südfrüchte wie Clementinen, Zitronen, Papaya und Mango angebaut. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche im Jahr 2006 belief sich auf 51.867 Hektar.[46]

Tourismus[Bearbeiten]

Der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus, denn die Kanaren werden jährlich von mehr als neun Millionen ausländischen Gästen besucht. Die wichtigsten touristischen Zentren befinden sich auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Im Jahr 2007 wurden rund 14,2 Milliarden Euro, also 31,09 % des BIP in der Tourismusbranche umgesetzt (2006: 13,5 Milliarden).[43] Die Zahl der Gäste ging von 2006 auf 2007 um 6,6 % auf rund 9,33 Millionen zurück.[43] Die weitaus meisten Touristen kommen aus Großbritannien, gefolgt von Deutschen, Holländern und Iren; davon reisten 3.410.165 nach Teneriffa, 2.713.728 nach Gran Canaria, 1.471.979 nach Fuerteventura und 1.618.335 nach Lanzarote.[47] Im Jahr 2012 sank die Zahl der Besucher vom spanischen Festland aufgrund der Wirtschaftskrise um rund 2,1 Prozent. Insgesamt waren es mit 10.101.493 Touristen jedoch nur 0,4 Prozent weniger Gäste. Bei Kreuzfahrern werden die Kanarischen Inseln dagegen immer beliebter: Allein Teneriffa verzeichnete mit 152 Schiffen und 398.000 Kreuzfahrern 2012 einen Rekord. [48]

Blick auf Santa Cruz de Tenerife; von links nach rechts: Kongresszentrum, Rückseite des Auditorio de Tenerife, Hafen, Anaga-Gebirge

Industrie, Bauwirtschaft und Energie[Bearbeiten]

Die Industrie konzentriert sich hauptsächlich auf die Energie- und Wasserwirtschaft, aber auch auf Lebensmittel-, Tabak- und andere Leichtindustrien. Insgesamt ging die Industrieproduktion im Jahr 2007 um 0,3 % zurück (2006: −1,48 %).[49]

Das Baugewerbe steht mit einem Anteil von 11,2 % am BIP an zweiter Stelle nach dem Dienstleistungssektor.[42] Die Anzahl der Baugenehmigungen ist von 2006 auf 2007 von 5.053 auf 4.012 zurückgegangen.[50]

Außenhandel[Bearbeiten]

Der wichtigste Handelspartner der Kanaren ist die Europäische Union, und hier besonders Spanien. Das Außenhandelsdefizit der Kanaren betrug im Jahr 2007 rund 14 Milliarden Euro; der größte Teil davon, rund 10 Milliarden, ist auf Importe aus Spanien zurückzuführen.[51]

Arbeitsmarkt und Beschäftigung[Bearbeiten]

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2014 bei 33,36 Prozent, womit sie sich seit 2007 verdreifacht hatte, aber im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gefallen war.[52] Damit gab es auf den Kanaren die zweithöchste Arbeitslosigkeit aller autonomen Gemeinschaften Spaniens.[53] Zum Ende des Jahres 2013 stieg die Anzahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 10.862 Personen, was die Arbeitslosenquote um 3,81 Prozent erstmals seit 1997 reduzierte.[54]

Die Jugendarbeitslosigkeit ist auf den Kanaren die höchste in Europa. Sie lag 2013 bei den 16 bis 24-Jährigen bei rund 70 Prozent. Dabei ließen sich etwa 44.000 Jugendliche in den Arbeitsämtern der beiden Provinzen aufgrund der Perspektivlosigkeit gar nicht mehr registrieren. Viele versuchen im Ausland, hauptsächlich in Deutschland und Südamerika, Fuß zu fassen.[55]

Laut Nationalem Statistikamt (INE) betrug das Brutto-Monatsgehalt eines Arbeitnehmers auf den Kanaren im Jahr 2006 durchschnittlich 1300 Euro und ist damit das zweitniedrigste spanienweit. Hinzu kommt, dass ein kanarischer Arbeitnehmer mit durchschnittlich 146,1 Monatsstunden die drittlängste Arbeitszeit des Landes hat. 2005 hatte die autonome Region Kanarische Inseln den zweithöchsten Anstieg der Arbeitslosenquote Spaniens.[56]

Steuerliche Sonderregelungen[Bearbeiten]

Seit Januar 2000 existiert die Sonderzone ZEC (Zona Especial Canaria), die zunächst bis 31. Dezember 2008 von der Europäischen Union genehmigt war, und im Januar 2007 von der EU bis ins Jahr 2019 verlängert wurde. Diese von der spanischen Zentralregierung und der Regionalregierung gegründete und dem spanischen Wirtschaftsministerium angegliederte Organisation hat zur Aufgabe, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Archipels zu fördern und zu erweitern, damit sie nicht nur von den vorherrschenden Wirtschaftszweigen Tourismus und Bau abhängt. Deshalb gibt es sogenannte ZEC-Unternehmen, die sich zu bestimmten Investitionen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen verpflichten, und somit beispielsweise von einem reduzierten Satz der spanischen Körperschaftsteuer von nur 4 Prozent profitieren können (normal in Spanien 30 Prozent). Auf den Inseln Gran Canaria und Teneriffa ist eine Mindestinvestition von 100.000 Euro und die Schaffung von fünf Arbeitsplätzen Voraussetzung, auf den anderen Inseln mit geringerer Wirtschaft sind es 50.000 Euro und drei Neueinstellungen. Eine Hauptaufgabe der ZEC ist es, ausländisches Kapital auf die Kanaren zu holen. Bereits über 78 Prozent der Investitionen im Niedrigsteuergebiet stammen aus dem Ausland, davon über 13 Prozent aus Deutschland, was damit nach Spanien zum größten Investor unter den zugelassenen ZEC-Unternehmen wurde. Des Weiteren wird hier geregelt, dass die spanische Mehrwertsteuer auf den Inseln nicht gilt. Dafür wird die IGIC (Impuesto General Indirecto Canario), eine deutlich niedrigere Inselsteuer, erhoben. Hierbei handelt es sich um eine den Endverbraucher belastende indirekte Steuer, die der Mehrwertsteuer gleichkommt, mit einem generellen Steuersatz von 7 Prozent ab dem 1. Juli 2012.[57]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Archipel ist rund zwei Flugstunden von der iberischen Halbinsel und etwa vier Flugstunden von Mitteleuropa entfernt. Es gibt Direktflüge in die wichtigsten Städte Spaniens, Europas und Lateinamerikas. Jede Insel besitzt inzwischen einen eigenen Flughafen, das sind im Einzelnen

Während die Flughäfen von La Gomera und El Hierro nur Flüge innerhalb der Kanarischen Inseln abwickeln, handelt es sich bei den anderen um internationale Flughäfen. Dabei zählen die Flughäfen Teneriffa Süd und Gran Canaria zu den verkehrsreichsten Spaniens. Untereinander sind die Inseln durch zahlreiche Fluglinien verbunden. Diese werden hauptsächlich von der in Telde auf Gran Canaria ansässigen kanarischen Fluggesellschaft Binter Canarias übernommen. Eine weitere, im Jahre 2001 gegründete, kanarische Fluggesellschaft war Islas Airways, die ihren Flugbetrieb 2012 eingestellt hat.

Zwischen den Inseln mit zahlreichen Fähren, unter anderem der Reedereien Fred. Olsen Express, Compañía Trasmediterránea und Naviera Armas, verbunden.

Bereits von 1904 bis 1959 fuhr auf Teneriffa eine Straßenbahn. Seit März 2007 fährt als einzig schienengebundenes Verkehrsmittel der Kanaren wieder eine Straßenbahn, die Tranvia Tenerife zwischen der Hauptstadt Santa Cruz und der Universitätsstadt La Laguna.

Kultur[Bearbeiten]

Von César Manrique gestalteter Toiletteneingang im Jardín de Cactus auf Lanzarote

Durch die ereignisreiche Vergangenheit des Archipels sind die Kulturgüter der Inseln das Ergebnis einer Kulturvermischung, geprägt durch Guanchen, Berbergruppen, europäische Kolonialherren und die Sitten und Gebräuche, die durch Handelsschifffahrt, hauptsächlich vom amerikanischen Kontinent, auf die Inseln gebracht wurden. Es gibt zahlreiche archäologische Fundstätten, von denen wertvolle Funde in ethnografischen und anthropologischen Museen zu sehen sind. Ein einmaliges Kulturgut ist die Pfeifsprache El Silbo, die die Ureinwohner der Kanaren entwickelten, und die heute wieder in Schulen auf La Gomera gelehrt wird.

An Plätzen und Straßen kann man historische und künstlerische Monumente finden, deren Architektur, Bildhauerei und Malerei die kanarische Identität zum Ausdruck bringen. Hier sind insbesondere die Werke des Künstlers und Naturschützers César Manrique von der Insel Lanzarote zu erwähnen. Das kulturelle Leben wird durch Ausstellungen, Theater- und Musikveranstaltungen von internationalem Rang bereichert. Traditionen drücken sich in Festen mit typischen Trachten und kanarischer Folklore in den einzelnen Dörfern aus, wobei das typische Saiteninstrument der Kanaren, die Timple, eine unverzichtbare Rolle spielt. Religion und heidnische Riten der Ureinwohner vermischen sich. Dazu gehören der lateinamerikanisch angehauchte Karneval mit Samba-Rhythmen und vielen Farben genauso wie die Tradition von Hahnenkämpfen und dem Lucha Canaria, dem Kanarischen Ringkampf.

Medien[Bearbeiten]

Es gibt eine eigene öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehanstalt, TV Canaria, mit Sitz in Las Palmas de Gran Canaria, außerdem den Radiosender Radio ECCA und die Tageszeitungen Canarias7, Diario de Avisos, El Día, La Opinión de Tenerife und La Provincia (in alphabetischer Reihenfolge).

Die Kanaren sind ein wichtiger Kommunikationsknoten zwischen Europa, Afrika und Amerika – dort findet sich die höchste Dichte an Überseekabeln weltweit.

Bildung[Bearbeiten]

Universität in San Cristóbal de La Laguna auf Teneriffa

Die Kanaren verfügen über zwei Universitäten, die Universität La Laguna und die Universität Las Palmas de Gran Canaria.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Allgemein zu den Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

  • Richard Pott, Joachim Hüppe, Wolfredo Wildpret de la Torre: Die Kanarischen Inseln. Natur- und Kulturlandschaften. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik).

Geschichte der Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

  • Carlos Calvet: Geschichte und Mythen der Kanaren – Spuren einer längst untergegangenen Kultur. Bohmeier Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-89094-517-0.
  • Alfred Gebauer: Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799. Beginn der Südamerikareise. Sein Leben, sein Wirken. Zech Verlag, Santa Úrsula 2009, ISBN 978-84-934857-6-4.
  • Carlos Müller: Die Kanarischen Inseln. Reisen durch die Zeit. Dagmar Drewes Verlag, Celle 2005, ISBN 3-936269-39-4 (bebilderte Geschichte der Kanarischen Inseln mit umfangreicher Bibliographie).

Flora und Fauna[Bearbeiten]

  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die Kosmos-Kanarenflora. Über 850 Arten der Kanarenflora und 48 tropische Ziergehölze. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1997, ISBN 3-440-06037-3.
  • Martin Wiemers: The butterflies of the Canary Islands. – A survey on their distribution, biology and ecology (Lepidoptera: Papilionoidea and Hesperioidea). In: Linneana Belgica. 15 (1995), S. 63-84, 87–118 PDF.

Geologie der Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

  • Peter Rothe: Sammlung Geologischer Führer Bd. 81: Kanarische Inseln. Gebr. Bornträger, Berlin/Stuttgart 2008, ISBN 978-3-443-15081-5.
  • Hoernle, Kaj und Carracedo, Juan-Carlos: Canary Islands geology. (2009) In: Gillespie, Rosemary D. und Clague, David A.: Encyclopedia of Islands. University of California Press, Berkeley, California, USA, S. 133-143, ISBN 978-0-520-25649-1, PDF (8 MB).
  • Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Terra, Harpenden 2002, ISBN 978-1-903544-07-5.
  • Vicente Arana, Juan C. Carracedo: Los Volcanes de las Islas Canarias. Editorial Rueda, Madrid 1978–1979, ISBN 84-7207-011-5 (für das Gesamtwerk).
    • Bd. I: Tenerife.
    • Bd. II: Lanzarote y Fuerteventura.
    • Bd. III: Gran Canaria.
    • Bd. IV: Gomera, La Palma, Hierro.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Kanarische Inseln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Fotos und Videos[Bearbeiten]

 Commons: Kanarische Inseln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kartenmaterial[Bearbeiten]

Zur Geschichte der Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

Zur Geologie der Kanarischen Inseln[Bearbeiten]

Andere[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel 3 des Autonomiestatuts der Kanarischen Inseln
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAnuario Estadístico de Canarias. 2007. In: Gobierno de Canarias. Kanarisches Institut für Statistik, 2008, S. 37, abgerufen am 9. Februar 2009 (PDF, spanisch, 2,26 MB).
  3. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  4. Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Harpenden, Terra, 2002, S. 1. ISBN 978-1-903544-07-5.
  5. Schmincke, H.-U., & Sumita, M. (2010): Geological Evolution of the Canary Islands. Görres-Verlag, Koblenz. ISBN 978-3-86972-005-0
  6. Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Harpenden, Terra, 2002, S. 2.
  7. [1], R. Olzem: Der Kanarische Hotspot - Edge Driven Convection.
  8. [2], K. Hoerle, J. C. Carracedo: Canary Islands, Geology.
  9. GPS Time Series
  10. GPS La Palma
  11. Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Harpenden, Terra, 2002, S. 56.
  12. Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Harpenden, Terra, 2002, S. 4.
  13. Juan Carlos Carracedo, Simon Day: Canary Islands. Classic Geology in Europe 4. Harpenden, Terra, 2002, S. 9 f.
  14. Dieter Gödecke: Die Las Cañadas Caldera. Überblick. Geowissenschaftliches Zentrum Göttingen, Geochemie. Zugriff: 21. Juni 2011
  15. Aktuelle Informationsquellen zum Vulkanausbruch vor El Hierro 2011 (deutsche Link-Liste zu meist spanischsprachigen Quellen)
  16. The Reptile Database: Reptilien der Kanarischen Inseln.
  17. Schlangen werden zur Bedrohung. Wochenblatt, 23. Juni 2011.
  18. Projekt LIFE10 NAT/ES/000565: LAMPROPELTIS – Control of the invasive species Lampropeltis getula californiae on the island of Gran Canaria (BIODIV). Abgerufen am 26. März 2013 (englisch).
  19. Fishbase: All fishes of Canary Islands.
  20. W. J. M. Hagemeijer, M. J. Blair: The EBCC Atlas of European Breeding Birds – their distribution and abundance. T. & A. D. Poyser, London 1997, ISBN 0-85661-091-7.
  21. L. Svensson, P. J. Grant, K. Mularney, D. Zetterström: Der neue Kosmos-Vogelführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07720-9.
  22. IBC - The Internet Bird Collection
  23. M. Nogales, J. L. Rodríguez-Luengo, P. Marrero: Ecological effects and distribution of invasive non-native mammals on the Canary Islands. In: Mammal Review 36 (1), 2006, S. 49–65, doi:10.1111/j.1365-2907.2006.00077.x.
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  55. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKanarische Jugendliche wegen Arbeitslosigkeit zunehmend frustriert. noticias7, 22. April 2013, abgerufen am 12. September 2014.
  56. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDurchschnittsgehalt auf den Kanaren unter den niedrigsten des Landes. In: Wochenblatt.online. Wochenblatt S.L., 12. August 2006, abgerufen am 10. Februar 2009.
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28.343064904722-15.7763671875Koordinaten: 28° 21′ N, 15° 47′ W